Das bewährte Acronis True Image macht in letzter Zeit immer mehr Probleme. Nach dem Update auf den AHCI-Modus des S-ATA-Controllers erkennt es die Festplatten nur mit einem speziellen Treiberupdate. Aber auch das reicht nicht: die erstellten Archive lassen sich aus unbekannten Gründen nicht komplett zurücksichern. Acronis bricht immer mit einer nichtssagen Fehlermeldung ab. Selbst im Offline-Backup auf eine USB- bzw. Fireware-Festplatte ist das Ergebnis nicht besser. Ob die neue Version True Image 10 Home, die gerade erschienen ist, hier helfen wird muss sich erst zeigen.
Es ist deshalb an der Zeit sich nach einer Alternative umzusehen. Durch einen Test in der c’t bin ich auf Drive SnapShot 1.37 gestoßen. Dieses nur rund 200kb große Programm erstellt komplette Diskimages unter Windows. Ein Gerätetreiber (wird nur während des Betriebes installiert) stellt sicher, das die Daten konsistent sind. Während der Sicherung kann der Rechner weiter genutzt werden. Die Beeinträchtigung ist gering, da Drive SnapShot mit geringer Priorität läuft und bei intensiven Festplattenzugriffen die Arbeit kurzzeitig unterbricht. Das komplette Image wird automatisch auf ca. 50% der Originalgröße komprimiert und besteht aus zwei Dateien. Ein differenzielles Backup ist möglich – dabei wird auf Wunsch das letzte differenzielle Image gleich überschrieben. Für den Zugriff auf die Images steht der Disk Image Explorer zur Verfügung: die Backupdatei wird als virtuelle Festplatte ins System eingebunden und kann von allen Programmen direkt angesprochen werden. Eine komplette Rücksicherung (eine automatische Größenänderung der Partition ist möglich) wird sowohl direkt unter Windows, als auch unter DOS mit einer Bootdiskette unterstützt. Mit diesem Tool ist auch das erstellen einer bootfähigen CD-ROM möglich. Alle Funktionen lassen sich per Kommandozeile steuern. Zeitabhängige und automatisierte Sicherungen sind mit dem in Windows eingebauten Scheduler möglich http://www.drivesnapshot.de/de/schedule.htm. Mit dem Utility PSEXEC von http://www.sysinternals.com ist ein einfaches Remote Backup möglich.
Wie mir der Autor des Programms, Tom Ehlert, mitteilte, wird gerade an der neuen Version 1.38 von Drive Snapshot gearbeitet. Diese unterstützt den in Windows Server 2003 und Windows Vista eingebauten Volume Shadow Copy Service. Dies ermöglicht, offene Dateien wie z.B. von Exchange-Servern zu sichern. Weiterhin können mit dieser Version mehrere Images gleichzeitig gemountet werden.
Ein exclusives Feature von Drive SnapShot ist besonders praktisch: mittels dem Kommandozeilenparameter „-!exclude:“ lassen sich Dateien oder komplette Verzeichnisse von der Sicherung ausschließen. Da der Verzeichniseintrag in der Imagedatei erhalten bleibt, müssen diese nach dem Rückspielen eines Images mit der automatisch angelegten Batchdatei SnapshotDeleteAfterRestore.BAT gelöscht werden.
Fazit: Drive SnapShot ist ein hervorragendes Tool, um ein regelmäßiges Komplettbackup der Festplatte zu erstellen. Im Test funktionierte auch die Sicherung von S-ATA Festplatten, die mit einem AHCI-Controller angesprochen werden einwandfrei. Die Sicherung auf eine externe mit USB2 oder FireWire angeschlossene Festplatte lief ebenso. Beides funktionierte bei meinem Test mit Acronis True Image Version 9.0.3694 nicht bzw. nur eingeschränkt. Die Bedienoberfläche beschränkt sich auf das absolut nötigste und ist eher für den erfahrenen Anwender geeignet. Drive SnapShot kann 30 Tage lang getestet werden und kostet danach ab 39 € (für Server: 89 €). Ab fünf Lizenzen gibt es Rabatte. Der Preis der Einzelversion erscheint mir beim Vergleich des Funktionsumfangs gegenüber Acronis True Image (49,95€ als Boxversion mit CD) zu hoch, die Serverlizenz ist dagegen unschlagbar günstig.
Ähnliche Artikel:
- Test und Konfiguration MaxData 6100 IW MaxData hat sich mit seinem ersten Dual Core Notebook viel...
- Shift-R improves the quality of this image. CTRL+F5 reloads the whole page. Wenn ich größere Webseiten besuche, schalte ich meistens meine Internet-Verbindung...
- Löschen will gelernt sein Vor dem Verkauf einer Festplatte sollte diese komplett gelöscht werden....
- Copernic Desktop Search Version 1.63 Durch einen c’t Artikel bin ich vor längerer Zeit auf...
- “wp-shortstat” Plugin, die dritte… … Version des Statistik-Plugin für WordPress ist jetzt zum download...


Hast Du schonmal einen Blick auf DriveImage XML geworfen? Ich habe es auch erst heute gefunden, und wollte es aber nicht riskieren, damit meine Partition C: zu sichern und zurückzuspielen.
Immerhin ist es kostenlos (also nicht nur eine 30-day-trial-Version).
DriveImage XML habe ich noch nicht getestet. Hier jedoch die wichtigen Stichpunkte aus dem c’t Artikel von Anfang des Jahres (http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/06/01/146/).
– es gibt nur einen seperaten ImageExplorer, keine virtuelle Festplatte
– Images werden nicht überprüft und selbst defekte Images kommentarlos zurückkopiert
– MBR wird nicht angetestet -> Handarbeit nötig
– DriveSnapshot war mit 7min 13 Sekunden das schnellste, DriveImageXML mit 18 Minuten das langsamste
– Rücksichern nur auf gleich große oder größerer Partitionen (die existieren müssen) möglich
– Passwortschutz des Images nicht möglich
– keine inkrementelle/differenzielle Sicherung möglich
Für mich wäre die fehlende Integritätsprüfung das einzigste, aber eindeutig wichtigste Argument gegen DriveImageXML. Den Ärger mit kaputten Archiven habe ich schon durch – wenn man es dann noch nicht mal merkt, wird es fatal. Das fehlen der Integritätsprüfung ist absolut unverständlich, vor allem da der Aufwand der Implementation gering ist.
Lasst die Finger von DriveImageXML Snapshot, hat mir ein komplettes Images zerschossen, weil Windows die Partition nach Formatierung ein paar MB kleiner gemacht hat und XML sich dann geweigert hat… Mit TrueImage oder JETZT Snapshot hatte ich diese Probleme nicht
Man sollte vielleicht noch erwähnen dass unter Windows ein zurückspielen einer aktiven Systempartition nicht möglich ist. Dazu muss immer in DOS gebootet werden.
Dann wäre noch interessant zu wissen ob das Zurückspielen von einer SATA Festplatte funktioniert. (Nicht das Erstellen eines Image unter XP auf SATA, sondern restore unter DOS zurück von SATA auf SATA)
Für das zurückspielen ist nicht DOS, sondern einfach ein Windows PE nötig. Dort können die SATA-Treiber mit F6 geladen werden. Alternativ ein Vista PE booten.
Habe mir gerade zum 2tenmal das ganze System mit Trueimage zerschossen.
)
SATA beherscht TI absolut nicht.
Beim zurückspielen sind mit einmal CRC-Fehler vorhanden etc.
Ghost ausprobiert:dito
Werden nun mal Snap ausprobieren.
Gut das ich Urlaub habe, so kann mal mal testen.
Ganze Heerscharen an Jüngern verwenden ja Acronis. Ich hab hier einen Parktikanten (Informatikstudent) mit V10 + V11 testen lassen, ob ein Restore unter Vista auf eine neue Platte funktoniert. Geht nicht…
Leider scheint es keine einzige Backup-Software zu geben, die die Benutzer unter Vista glücklich macht. DriveSnapShot ging auch nicht. Na dann…