Die Versorgung mit DSL-Anschlüssen in Jena ist wie in vielen anderen Städten in den neuen Ländern leider noch nicht optimal. Aufgrund meiner Presseanfrage an die T-Com wurde mir mitgeteilt, das 65 Prozent der Festnetzanschlüsse in Jena T-DSL fähig sind, jedoch nur 16 Prozent tatsächlich genutzt werden. “Unter Betrachtung der Wirtschaftlichkeit wird der Überbau zu einem Teil mit Kupfer und zum anderen Teil mit neuer Breitband – Glasfasertechnik durchgeführt.”, sagte Diana Saupe von der Pressestelle der T-Com. “Die Bauarbeiten in Jena sind zur Erweiterung der bisherigen T-DSL Versorgung geplant, die voraussichtlich bis 2007 abgeschlossen werden.” In großen Teilen von Jena, insbesondere in der Altstadt und im Damenviertel wird die ab 1990 eingeführte OPAL Glasfasertechnik genutzt. Damals wurden Glasfasern bis in den Keller gelegt (FTTB, Fibre To The Basement). Das System ist jedoch bis heute nur äußerst kostspielig für DSL nutzbar zu machen. Auch für alternative Anbieter ist das alte OPAL Netz ein Nachteil, da in der Vermittlungsstelle entsprechende kostspielige Umsetzer installiert werden müssen.
In der Jenaer Altstadt, insbesondere in der Saalstraße werden seit einigen Wochen Kupferkabel in jeden Keller der angrenzenden Häuser gelegt. Dies Kupferkabel führt jedoch nur in die lokalen Vermittlungsstellen, die meist in kleineren, grauen Kästen am Straßenrand stehen. Die Kabellänge beträgt im Normalfall weniger als 300m, was für ADSL2+ ein großer Vorteil ist. Diese keinen Vermittlungsstellen werden in Jena mit Siemens Vermittlungsstellentechnik realisiert und über eine Glasfaser Doppelader angeschlossen. Sie sind Teil des virtuellen Netzes. Das schalten eines DSL Anschlusses hierdurch komplett per Software möglich. Alle vorhandenen T-Com Anschlüsse der umgestellten Häuser werden transparent auf das neue Netz geschaltet, die Anschlüsse der alternativen Anbieter bleiben auf de alten Netz. Ein DSL-Anschluß ist bei T-Com in den neu versorgten Gebieten “sofort” schaltbar. Die alternativen Anbieter jedoch “dürfen mit erheblichen Problemen” rechnen, was die Beantragung und Umsetzung von DSL-Anschlüssen angeht. Ob und wie sich diese konkret äußern, werde ich sicherlich in den nächsten Wochen erfahren.
Meine Anfrage zur DSL-Versorgung enthielt auch die Frage nach Alternativen der T-Com. Eine Versorgung mit WiMAX wird zurzeit im Großraum Bonn unter realen Bedingungen ihm Rahmen eines Pilpotprojektes bis zum 31. März 2006 getestet. Die Frage, warum es keine ISDN-Flatrate gibt (welche von Arcor und Jetz! angeboten wird) wurde leider nicht beantwortet. Den Kunden bleibt in den Gebieten ohne DSL-Versorgung dadurch keine Alternative, als den Anbieter zu wechseln. Als Alternative wurde “T-DSL via Satellit” empfohlen, Informationen gibt unter der Seite http://www.t-com.de/t-dslsat, welche mich gleich an der Pforte wieder aussperrt:

Eine Alternative ist T-DSL via Satellit leider nicht. Neben dem enormen technischen Aufwand sind die kosten von 39,90 €/Monat so hoch wie bei einer E-Plus UMTS Flatrate. Bei T-DSL via Satellit kommen jedoch die Online-Kosten für den Provider noch hinzu und da die T-Com keine ISDN-Flatrate bietet, fällt das ganze schon quasi komplett aus.
Wenn jemand weitere Informationen hat, wäre ich über eine eMail, welche selbstverständlich vertraulich behandelt wird, an mk@happyarts.de dankbar.
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Warum gibt es in Meinem Bereich 03641 616920 noch keine
Möglichkeit für DSL Nutzung.
W.Johne