Quickbooks Plus. Quickbooks ist eine äußerst einfach zu bedienende Buchhaltung, welche mit einfachen Begriffen die Buchhaltung auch für Einsteiger ermöglicht. Die aktuelle Version nutzt leider für interne Dialoge immer mehr HTML mit einem versteckten Browser und fühlt sich damit immer langsamer und wenig intuitiv an. Die vor längerer Zeit von mir verwendete Version buchte die Vor- und Mehrwertsteuer nicht korrekt auf getrennte Konten, was bei mir einen enormen Nacharbeitungsaufwand erforderte.
Lexware Buchhalter. Der erste Eindruck vom Lexware Buchhalter war kurz, aber bleibend: Beim ersten Start nach der Installation der Testversion kam die folgende Fehlermeldung. Die Datei existiert selbstverständlich. Den Fehler konnte ich nicht beseitigen und habe den Test abgebrochen.

WISO Mein Büro. Buhl Data vertreibt verschiedene Bürosoftware unter eigenem Namen. Hinter WISO Mein Büro versteckt sich minifaktura bzw. dessen Nachfolger orgaMAX. Die Software macht einen guten Eindruck und ist sehr leicht zu bedienen, allerdings ist der Funktionsumfang sehr eingeschränkt. Die Originale sind in Bezug auf die gebotene Leistung zu teuer.
WISO Kaufmann. Hier versteckt sich eine OEM Version von Büro Plus NexT in dem Produkt. Die Software ist relativ preiswert, extrem leistungsfähig, aber von der Bedienung sehr gewöhnungsbedürftig. Die Hilfe erklärt nur die Fakten, die man auch so versteht. Außerdem ist die Software leider sehr instabil, ich konnte regelmäßige Access Violations beobachten (Beispiel: Drucken, wenn die interne Druckereinrichtung nicht vorher gelaufen ist).
Insgesamt war der Test der Bürosoftware sehr ernüchternd. Eigentlich sollte man erwarten, dass bei einem so großen Markt für Standardsoftware eine größere Auswahl brauchbarer Software vorhanden ist. Leider scheinen alle Produkte kaum eine Qualitätskontrolle zu erhalten und die Programmierer entwickeln das Design der Oberfläche, welche dann einer IDE näher kommt, als einer ordentlichen Bürosoftware.
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Genau das ist auch meine Erfahrung. Wenn ich mir dann immer die Werbeaussagen anschaue, wo von einfachster Buchhaltung für Freiberufler die Rede ist und ich das Programm dann teste und vor lauter Kontenrahmen, Debitoren und Soll an Haben kaum noch weiß wo mir der Kopf steht, dann kann ich nicht verstehen, dass es im Zeitalter der IT-Revolution und Digitalisierung nicht möglich ist, ein vernünftiges Buchführungsprogramm auf den Markt zu bringen. Danke auf diesem Weg an Haufe für die 14-Tage Testversion, so konnte ich den M*** wenigstens wieder zurücksenden. Vielleicht ist dies ja aber auch eine Marktlücke…
Hallo, die Aussage mit den Werbeversprechen stimmt genau. Es ist halt so: Wenn ich Buchhaltung nicht gelernt habe und zumindest die Grundlagen nicht kenne kann mir kein Programm helfen.
Hallo, ich bin immer wieder aufs neue verwundert. Oft kommen z. Bsp. Handwerker zu mir um meinen buchalterischen Rat einzuholen und haben eine Plastiktüte !! voller Belege dabei die ich buchen soll. Im Gespräch stellt sich dann schnell heraus, dass die meisten zunächst selbst versucht haben ihre Buchhaltung durchzuführen. Woran liegt das? Ich habe manchmal den Eindruck, dass die Arbeit eines “Büromenschen” nicht so ganz ernst genommen wird. Frei nach dem Motto die paar Briefe kann ich schon selber schreiben, oder Buchhaltung ? was ist denn schon dabei.
Wenn ein Baumarkt damit wirbt “kauf dieses oder jenes Werkzeug und Du hast das gesamte Wissen eines Kfz Mechanikers oder eines Maurers” dann würde wohl jeder darüber lachen.
Es gibt ganz klare und sehr strenge Regeln wer sich Buchhalter nennen darf, § 6 StBerG (Steuerberatungsgesetz) und dies aus gutem Grunde.
Buchhaltung ist eine sehr komplexe Angelegenheit, die eine gehörige Portion Fachwissen voraussetzt. Das Buchhaltungsprogramm ist nichts weiter als das Werkzeug zur Erledigung der laufenden Buchhaltung. Wer damit ordentliche Ergebnisse erzielen will sollte schon in der Lage sein die Buchhaltung auch ohne Programm (mit T Kontenblock und Stift) durchzuführen.
Freundlichst
Piero Zedda
Bankkaufmann, Finanz- und Lohnbuchhalter
Ich denke, dass jeder Kleingewerbetreibende und Freiberufler seine Buchhaltung möglichst selbst machen sollte. Zwar muss er natürlich dazu etwas lernen und auch wird er Fehler machen und dadurch Geld verlieren, aber der anfängliche Geldverlust wird im Laufe der Zeit durch die eingesparten Kosten für den Steuerberater aufgefangen. Der große Vorteil ist aber, dass, wenn der Unternehmer auch etwas von Buchhaltung versteht, er eine wesentlich bessere Kontrolle und Übersicht über sein Unternehmen hat. Von der Unabhängigkeit von Beratern, die es auch nicht immer gut mit ihm meinen, ganz zu schweigen. Man muss nur nicht glauben, dass die Buchhaltungssoftware, die den größten Werbeetat hat auch die beste wäre.
Verlagerung ist durchaus eine Option: http://www.mactreuhand.info