Hinweis für Betroffene: Bitte alle Artikel zum Thema lesen. Die meisten Fragen sind in diesen Artikel und den dazugehörigen Kommentaren beantwortet.
Awanda (Wunschlotto) lässt nicht locker: Am 5. Juni 2007 erhielt ich eine „Letzte außergerichtliche Zahlungsaufforderung“ der w&w Rechtsanwaltssozietät über 124,37 €. Die Kanzlei schreibt: „Wir sind beauftragt, das gerichtliche Mahnverfahren einzuleiten und die Zwangsvollstreckung gegen Sie zu betreiben“. Und das, obwohl ich zweimal schriftlich mitgeteilt habe, dass diese Forderung nicht berechtigt ist.
Doch auch ich lasse nicht locker und habe mir Rechtsbeistand bei der Rechtsanwältin Babette Sterna der Kanzlei Rungen • Drescher • Pröve geholt. In dem von Frau Sterna erstellten Antwortschreiben an die w&w Anwälte wird diese aufgefordert, unverzüglich zu bestätigen, dass keine Forderungen mehr gegen mich erhoben werden. Weiterhin wird die Gegenseite verpflichtet, mir Schadensersatz zu zahlen. Dieser beläuft sich auf die Höhe der Rechtsanwaltskosten von 46,41 €, welche sich nach dem Gegenstandswert (124,37 €) berechnen.
Die Antwort der Awanda Anwälte kam prompt und kostensparend per eMail. Die ungerechtfertigte Forderung wird jetzt aus „Kulanz storniert“. Verwunderlich, das eine Forderung, die vorher noch per Zwangsvollstreckung eingetrieben werden soll, erst nach dem Brief meiner Rechtsanwältin auf „Kulanz storniert“ wird. Doch beim Bezahlen des Schadensersatzes hört die Großzügigkeit schon wieder auf: diese wurde mit der Frage nach der Notwendigkeit Rechtsbeistand zurückgewiesen und mir erklärt, das ich nach meinem ersten Schreiben vom „26. März 2007“ (welches genau genommen vom 23. März ist) doch die Möglichkeit hatte, in einem weiteren Schreiben die Kündigungsbestätigung zukommen zu lassen. Wie berichtet habe ich genau das am 18. April auch getan und mir wurde der Antwort vom 3. Mai auch der Eingang bestätigt, der Inhalt jedoch ignoriert. Kündigungsschreiben scheinen bei Awanda häufig verschiedene Zustellprobleme zu haben.
Das Einholen eines anwaltlichen Beistands ist selbstverständlich angebracht, wie die Rechtsanwältin Frau Sterna im Antwortschreiben formuliert: „Durch Beauftragung und das aggressive Vorgehen eines Inkassounternehmens und schließlich dem Einschalten einer Rechtsanwaltskanzlei sah sich unser Mandant als juristischer Laie gezwungen, rechtlichen Rat einzuholen“. Um die Zahlung des Schadensersatzes wird w&w nicht umhinkommen, auch wenn ich die Forderung gerichtlich geltend machen muss. Das wäre mir der Aufwand wert.
Wenn unrechtmäßige Forderungen von Awanda nicht nur das Porto für zwei der drei Standardbriefe kosteten, sondern jedes Mal Schadensersatz gezahlt werden müsste, dürfte es sich bald nicht mehr lohnen, fristgemäße Kündigungen zu ignorieren. Jeder Betroffene, der ebenfalls einen w&w Brief mit der unberechtigten Forderung erhalten hat, kann sich selbstverständlich ebenso an Frau Sterna oder einen anderen Anwalt seines Vertrauens richten. Erziehung funktioniert am besten mit Geld.
Weitere Informationen im Artikel Strafantrag gegen Awanda
Dieser Blogeintrag berichtet von eigenen Erfahrungen, wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, alle Fakten wurden mehrfach überprüft und der Artikel von Rechtsanwälten gegengelesen. Abmahnen zwecklos.

hallo…
ich habe vor einer woche auch einen brief von Abilita Inkassodienstleistungen bekommen wo sie schreiben das sie jetz denn fall für awanda übernehmen da ich nicht die 53€ bezahlt hätte. aber ich habe mich nie bei awanda oder ähnlichen seiten angemeldet und weiß daher nicht wie die auf mich kommen. aber das merkwürdigste ist ja das mein vater auf meinen namen den brief bekommen hat zu sich nachhause wo ich aber vor nem jahr ausgezogen bin ich mich aber dort vor nem halben jahr angemeldet haben soll, obwohl er schon seit einem jahr keinen internetzugang mehr hat. könnte mir jemand helfen was ich machen soll bzw. wie ich vorgehen soll. wäre für ratschläge dankbar. MFG
Hallo Markus.
Das ist doch ein ganz linkes Ding.Meine Lebensgefährtin bekam am 16.02.07 eine Zahlungserinnerung von awanda.Sie hätte sich bei Wunschlotto angemeldet und als Neukunde dürfte sie 4 x gratis Lotto spielen dürfen usw,usw…Offener Betrag 61,15€…mag sein dachte ich und überwies….zum 01.03.07 (selber Schuld).Darauf hin kündigte sie sofort(Kündigung raus am 22.02.07)….Am 07.03.07 bekam sie von der Firma> accumio Finance ServicesSpielchenW&W Rechtsanwalts-sozitätW&W<geschickt wo wir nochmals darum gebeten haben uns zu allen drei Vorgängen eine konkrete Summe zu nennen.
Das wächst uns hier alles über den Kopf.Da blickt keiner mehr so richtig durch.Nun bin ich Gestern auf deine Seite gestoßen und da wurde mir so einiges klar.Wir hätten schon viel früher anders reagieren sollen.Diese Firam bekommt von uns kein Geld mehr.Nur Schade das schon Geld gezahlt wurde.
PS,;ist es nicht so,das wenn man schon Geld gezahlt hat, sich dann auch gleichzeitig seiner Schuld eingesteht…????
Viele Grüße Gabi und Rolf aus Brome
Hallo Gabi und Rolf, in einem solchen Fall lohnt sich der Gang zum Rechtsanwalt, um die nötige Sicherheit zu haben. Soweit ich weiß, ist aber das Bezahlen (oder die Abbuchung nicht rechtzeitig zurückgehen lassen) nicht automatisch ein Eingeständnis der Schuld und schon garnicht ein Vertragsabschluss. Der eigentliche Irrtum ist ja erst später klar geworden. Ab diesem Zeitpunkt ist man jedoch verpflichtet, zu reagieren.
Bitte entschuldigt das >Wirwar< in meinem Komentar.Da ist wohl beim abschicken etwas durcheinander gekommen.Da fehlt mindestens die Hälfte meines Textes.
Gruß Rolf