Sind wieder Praktikanten bei der TLZ unterwegs oder wie kommt es, dass eine kurze Meldung „Zivilcourage im Linienbus“ (Link nicht dauerhaft verfügbar) mit „Händy“ versehen und solchermaßen sprachlich vergurkt wird?
Zivilcourage zeigte ein 33-jähriger Mann, der am Samstag Nachmittag im Linienbus 390 einen jungen Mann ansprach, der lautstark Musik hörte. Da der junge Mann die Musik nicht abstellte, wendete sich der 33-Jährige an den Busfahrer. Auch dieser reagierte zunächst nicht. Als der musikhörende Mann auf erneutes Ansprechen wieder nicht reagierte, griff der 33-Jährige nach dem Abspielgerät, einem Händy, das Unruhestifter in der Brusttasche trug. […]
Inzwischen hatte der Busfahrer die Polizei gerufen, die die Beteiligten aufforderte, aus dem Bus auszusteigen. [...]
Ähnliche Artikel:
- Weißes Gold aus Kahla Wie aus vermeintlichen Alltagsgegenständen wie Haushaltporzellan moderne Designobjekte werden, zeigt...
- Vortragsbericht: Katharina Borchert über die Zukunft der Regionalzeitungen Gestern sprach Katharina Borchert, Online-Chefredakteurin der WAZ-Mediengruppe, über ihre Ideen,...
- ROSA Oldienacht in Jena ROSA goes Oldies und bietet für alle, die bei dieser...
- Erste Thüringer Bloglesung in Jena Am Samstag, dem 21. April findet um 20 Uhr die...
- Bilder vom Benefizkonzert im F-Haus Jena Die PR-Version: Am Mittwoch den 1. Februar 2006 trafen sich...


das wird wohl kein praktikant, sondern ein frührentner gewesen sein
Och, der Frührentner hätte bestimmt längere Journalismus-Erfahrung und würde sich sowas nicht leisten. So jedenfalls funktioniert keine Qualitätszeitung. Das würde nicht mal ein Nicht-Journalistisch agierender Blogger schreiben.
Sowas traue ich am ehesten einem gestandenen Lokal-Redakteur zu
Was hat das mit Zivilcourage zu tun, wenn Jemand nach dem Eigentum anderer Leute fingert, nur weil dieser laut Musik hört?
Wenn man sich einmischt, wenn ein Mitbürger belästigt wird(z.B. mit Beileidigungen oder gewaltsamen Übergriffen), dann verstehe ich das als Zivilcourage – aber das…
Frank, danke! Ich dachte schon, das keiner mehr erkennt, wie aus einem Nicht-Ereignis eine Nachricht gemacht wird. Ich kann versichern: es passiert mehr und wichtigeres in Jena.
Na klar ist es Zivilcourage, wenn man sich getraut, als einziger gegen etwas vorzugehen, was viele Leute stört. Ich hatte einmal ein ähnliches Erlebnis in einer Kneipe, in der ein paar Jugendliche ihre Hän..Mobiltelefone quaken ließen. Nachdem ich sie endlich überzeugen konnte (wobei ich viel angepöbelt wurde), diese auszustellen, bedankten sich mehrere andere Gäste bei mir, weil es sie auch gestört hatte. Es hat sich eben keiner von denen getraut…
Zivilcourage ist etwas anderes als das, wofür üblicherweise die “Preise für Zivilcourage” verliehen werden.
Karl, klar, ein Stück weit ist der Mut, das Problem anzusprechen auch Zivilcourage. Ist es jedoch so bedeuten, das es gleich einen Zeitungsartikel wert ist? Andererseits: man liest sonst viel negatives, da sind die kleinen guten Dinge auch Wert, gelesen zu werden.