31. October 2014

Awanda nimmt es nicht so genau, Teil 2

Hinweis für Betroffene: Bitte alle Artikel zum Thema lesen. Die meisten Fragen sind in diesen Artikel und den dazugehörigen Kommentaren beantwortet.

Dass unberechtigte Forderungen von Awanda keine Einzelfälle sind, hat jetzt auch die Verbraucherzentrale Sachsen erkannt und eine Pressemitteilung veröffentlicht. Das Inkassobüro heißt jetzt jedoch „abilita“ und nicht mehr „accumio“ - das Prinzip scheint das Gleiche zu sein. Die Verbraucherzentrale schreibt:

„Derartige Rechnungen haben die Empfänger dieser Schreiben jedoch nie erreicht. Welche Leistung der Firma Awanda Frau F. wie auch die anderen angeblichen Schuldner, die dieses Schreiben erhielten, in Anspruch genommen haben sollen, ist ihnen erst recht nicht bewusst.“

Awanda fühlt sich zu einer Stellungnahme genötigt und schreibt:

„Awanda stößt Mahnverfahren nur in den Fällen an, in denen berechtigte Forderungen auf der Basis eines rechtsgültig abgeschlossenen Vertrages auflaufen. Awanda kann diese Verträge in jedem konkreten Fall nachweisen.“

Mein Fall scheint eine Ausnahme aus „jedem konkreten Fall“ zu sein.

Vielen Dank an Joachim Geburtig für den Hinweis.

Comments

  1. Tele-Daniel says:

    Hallo,

    bei mir sieht die Horrorgeschichte ein wenig anders aus:

    Mir wurden 25€ von der Auskunft “Telegate” abgebucht, die ich innerhalb von zwei Tagen an denen ich übrigens nicht zu hause war, gleich 40 (!) (in worrten: VIERZIG) mal unmittelbar nacheinander genutzt haben soll!
    Habe den BEZ natürlich platzen lassen und dann schließt sich der kreis: es mahnte ein paar mal nexnet, accumio und schließlich die w&w rechtssozietät. Es hatte sich ein Betrag von über 140€ angsammelt, bis mir ein Vergleich angeboten wurde und ich plötzlich 59€ hätte zahlen können.
    Dies wäre angeblich die allerallerallerallerletzte außergerichtliche Mahnung.
    Daher meine Frage:

    Hat schon irgendjemand wirklich einen gerichtlichen Mahnbescheid bekommen? Oder ist das wirklich alles nur heisse Luft?

    Für eure antworten danke ich im voraus.

    Gruß
    Daniel

  2. Ganz klar heiße Luft, auf keinen Fall zahlen, allerdings könnte ich mir vorstellen dass sie bei dem ein oder anderen Geld eintreiben wollen. Dann bleibt der Gang zum Gericht bzw. entsprechende Schreiben nicht aus, dabei haben sie aber in meinen Augen keine Chance.

  3. Nicole Baer says:

    Hallo,

    bei mir kam nun auch zum 2. mal ein Schreiben, dass ich Geld bezahlen soll an eine Sparschwein AG. Das 1.Schreiben: 45 €, dann auf einmal schaltete sich ein Inkasso ein “abilita” mit 39 €+Zinsen 1,43€+ Mahnk. 10€ (mit Tageszinsen von 0,01€ pro Tag ab 27.03.08). Darauf schrieb ich dann ein Fax und sie taten so, als hätten sie nichts bekommen. Das 2. Schreiben bekam ich nun am 22.06. mit 96,33€ die ich bis zum 06.07. zu bezahlen hab.Darin droht man mir auch mit Schufaeintrag und das meine Kreditwürdigkeit verschlechtert würde. Was soll ich davon nun halten?

  4. Hallöchen…

    dieses Inkassounternehmen “abilita” hat es auch bei mir versucht. Sie wollen eine angebliche Forderung von Heardbooker.de einfordern, was aber absolut nonsen ist.

    Ich habe der abilita darauf aufmerksam gemacht, dass ich durchaus Strafanzeige stellen kann, weil diese unberechtigter Weise irgendwelche Daten an der Schufa AG weitergeben möchte…..

    “”” Die Datenweitergabe an dritte Personen stellt eine Datennutzung im Sinne des § 4 Abs.1 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) dar. Die Zulässigkeit zur Weitergabe von Daten an die Schufa Holding AG kommt unabhängig von der Frage, ob die Forderung überhaupt besteht, nur dann in Betracht, wenn der Betroffene gemäß § 4 Abs.1 bzw. Abs. 3 BDSG zuvor in die Datenweitergabe eingewilligt hat. “”””

    Mal schauen, wie die reagieren werden…?

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  1. [...] den 52 €, die Awanda gern erhalten hätte, zahlen sie jetzt rund 80 €. Einen ordentlichen PR-Gau inkl. Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen gab es kostenlos [...]

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