2. September 2014

Awanda zahlt Schadensersatz und entschuldigt sich

Der Fall Awanda (Hauptartikel, Alle Artikel zum Thema) bekommt eine positive Wendung: Awanda hat sich bei mir mündlich und schriftlich entschuldigt und zahlt den Schadensersatz von 46,41 € (=81,27 € inkl. Mahnkosten).

Zur Erinnerung: Nachdem Awanda trotz zweier Schreiben von mir an seiner Forderung festgehalten hat, habe ich meine Rechtsanwältin eingeschaltet, worauf meine Forderung aus „Kulanz storniert“ wurde. Die Kosten der Rechtsanwältin in Höhe von 46,41 € muss mir Awanda als Schadensersatz erstatten. Damit war Awanda nicht einverstanden und nimmt es in diesem Punkt nicht ganz genau. Zwei weitere Schreiben meiner Rechtsanwältin beantwortete Awanda nur ausweichend und war nicht bereit, die Forderung zu begleichen.

Für mich gab es jetzt zwei Möglichkeiten, die Schadensersatzforderung einzutreiben: Entweder ich schreibe einen gerichtlichen Mahnbescheid oder ich übergebe die Forderung an ein Inkassobüro. Der Mahnbescheid hätte jedoch entscheidende Nachteile: Für alle entstehenden Kosten muss ich in Vorkasse gehen. Nicht nur der Mahnbescheid kostet Geld (ca. 18 €), sondern ich müsste im Falle eines Widerspruchs von Awanda einen Gerichtsprozess am Standort von Awanda, in Regensburg, führen. Zwar müsste Awanda in dem äußerst wahrscheinlichen Fall, dass ich den Prozess gewinne, alle Kosten übernehmen, aber einen Rechtsanwalt wegen knapp 50 € durch die halbe Republik zu schicken erschien nicht sinnvoll.

Die Alternative hat nur eine Briefmarke gekostet: Die Forderung habe ich an mein Inkassobüro Bürgel abgetreten. Die Forderung wurde angenommen und hat sich durch verschiedene Gebühren und Zinsen von 46,41 € auf 81,27 € erhöht.

Offensichtlich hat Awanda jetzt endlich verstanden, das ich es ernst meine und mein Recht mit allen verfügbaren Mitteln durchsetze. Eine nette Frau vom Kundenservice hat mich angerufen, sich ausdrücklich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt und angekündigt, das die Zahlung unterwegs ist. Sie hat dabei mehrfach betont, das die Angelegenheit damit aus der Welt geschafft sei. Damit wirklich nichts schief geht, erhielt ich kurz nach dem Telefonat zusätzlich eine eMail:

„Es handelte sich hierbei um einen Fehler von uns, wir möchten uns daher nochmals entschuldigen.„

Jetzt würde ich gern wissen, warum es vom Beginn der Story gut 2½ Jahre vergehen mussten, bis ich mein Recht bekomme. In dieser Zeit gab es eine eMail, zwei Schreiben von mir, drei Schreiben von Awanda, einen Strafantrag, ein Schreiben der Staatsanwaltschaft, mehrere Schreiben meiner Rechtsanwältin, ein Schreiben vom Inkassobüro, einige Tausend Besucher auf meinem Blog und ein eindeutiges Geständnis von Awanda, welches hätte schon nach dem ersten Schreiben kommen können. Der Ordner mit dem kompletten Schriftverkehr ist gut 3 cm dick. Statt den 52 €, die Awanda gern erhalten hätte, zahlen sie jetzt rund 80 €. Einen ordentlichen PR-Gau inkl. Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen gab es kostenlos dazu.

Mein Fall ist damit endgültig erledigt. Doch die Problematik der unberechtigten Forderungen bleibt. Wir von Happy Arts werden Awanda in diesem Punkt weiter beobachten. Ein Lotto-Anbieter im Internet mit einer ähnlichen Verkaufsmasche steht ebenfalls auf der Watch-List und auch Awanda wird seinen Namen noch an prominenter Stelle lesen dürfen…

Comments

  1. Jörg Ostendorp says:

    Hallo Herr Kämmerer,
    ich habe ähnliches mit AWANDA erlebt, die Sache läuft noch. Falls es zu einem Verfahren gegen AWANDA kommen sollte, bin ich gern bereit als Zeuge auszusagen.

    Gruß J.O.

Trackbacks

  1. [...] vom 12. September: Beitrag Awanda zahlt Schadensersatz und entschuldigt sich ist [...]

Speak Your Mind

*