Allgemein

4. February 2012

Jena wehrt sich: 50.000 Menschen bei der Rock ‘n’ Roll Arena

Jena wehrt sich. Die Jenaer Bürger wehren sich gegen eine Beitrag der Sendung “aspekte” im ZDF, der versucht, Ostdeutschland und insbesondere Jena zur rechtsextremistischen Angstzone zu erklären. Der öffentlich finanzierte Beitrag Angriff auf das Niveau der BILD-Zeitung schüttet einen Haufen Stereotype über Jena aus und unternimmt nicht einmal den Versuch einer Journalistischen Aufbereitung des Themas. Innerhalb kürzester Zeit hat der Beitrag ein enormes Echo ausgelöst und die Diskussion über Rechtsextremismus erneut in unser Leben gebracht.

Jena wehrt sich auf hunderte Weise und mit einem Paukenschlag: 50.000 Zuschauer feierten am Freitag den 2. Dezember 2011 gemeinsam mit Udo Lindenberg und Gästen die Rock ‘n’ Roll Arena und setzten damit mehr als ein Ausrufezeichen gegen Rechtsextremismus. Weitere Künstler des Abends waren Peter Maffay, Julia Neigel, Toni Krahl, Silly und Clueso.

 

 

 

Bitte ergänzt weitere Links in den Kommentaren.

Berichte über das Konzert:

Berichte über den aspekte Beitrag
Berichte über die Podiumsdiskussion im Theaterhaus Jena



Beady Belle in der Kulturarena

Die Kulturarena schreibt über den Abend:

Nu-Country-Jazz aus dem Norden war heute Abend auf dem Theatervorplatz angesagt: Beady Belle lieferten rund 800 Besuchern Jazz samt Country-Music-Flair und elegantem Soul; sogar atmosphärische Dub-Reggae-Passagen waren zwischen Tex-Mex-Einlagen und Pop-Elementen zu entdecken.
Beady Belle wurden Ende der 90er Jahre mit ihrem frischen Sound zum heißen Geheimtipp der norwegischen Undergound-Szene. Mittlerweile zählen sie zu den festen Größen der internationalen Musikszene, denn ihre Songs schaffen auf spielerische Art und Weise eine Verbindung zwischen der heißen Clubmusik der 90er Jahre und intelligenten Popstücken mit jazzigem Flair.

Quelle: Pressemitteilung der Kulturarena

Besetzung:

Gesang Beate S. Lech
Gitarre Tommy Kristiansen
Bass Marius Reksjø
Schlagzeug Erik Holm
Keyboard Jørn Øien

Alle Fotos bei Flickr, Lizenzen der Fotos sind erhältlich bei Zoonar oder dem DJV-Bildportal

Wir sind Helden in der Kulturarena

Die Kulturarena schreibt über den Abend:

Alle haben sich auf diesen Abend gefreut – und die Vorfreude war groß. Heldenhaft haben die Helden bewiesen, dass sich das Warten gelohnt hat: vor ausverkauftem Arenarund, das durch die Hamburger Supportband Herrenmagazin eingestimmt wurde, zeigten Wir sind Helden, dass sie ihrem Namen einfach immer alle Ehre machen.
3.000 Heldenfans durften sich über knapp 2 Stunden an vielen altbekannten und wunderbaren Songs aber auch Stücken aus der neuen Platte „Bring mich nach Hause“ erfreuen. Nach hause gehen wollte dann jedoch keiner, denn wer möchte schon, dass ein perfekter Abend endet?

Quelle: Pressemitteilung der Kulturarena

Besetzung:

Gesang & Gitarre Judith Holofernes
Gitarre & Bass Mark Tavassol
Gitarre & Keyboard Jean-Michel Tourette
Schlagzeug Pola Roy

Alle Fotos bei Flickr, Lizenzen der Fotos sind erhältlich bei Zoonar oder dem DJV-Bildportal

Katzenjammer in der Kulturarena 2011

Die Kulturarena schreibt über den Abend:

Die vier Osloer Damen Turid Jørgensen, Solveig Heilo, Marianne Sveen und Anne Marit Bergheim von der Band Katzenjammer bezauberten Jena zum zweiten Mal. Dass es für diesen Abend keine Karten mehr zu ergattern gab, war klar; denn die vier Norwegerinnen haben im letzten wie auch in diesem Jahr einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Die Damen selbst zeigten sich entzückt, ein weiteres Mal vor dem Jenaer Publikum zu stehen und lieferten mit ihren geschätzten 32 Instrumenten eine Kabarett-Jahrmarkts-Polka-Spaß-Show, wie man sie sich nur erträumen konnte.
Katzenjammer – führende Damenband, führende Folk-Polkacombo, führende Multiintrumentalsportlerinnen, kurz: führende Norwegerinnen!

Quelle: Pressemitteilung der Kulturarena

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“Getting Things done” – Blogparade

Schon länger hatte ich geplant, einen Artikel über das Thema Getting Things Done und Selbstmanagement zu schreiben. Die Blogparade von Selbstständig im Netz kommt deshalb genau zu richtigen Zeit. Mit diesem Artikel möchte ich das erste Mal an einer Blogparade teilnehmen und meine Erfahrungen berichten.

Getting Things Done (GTD) ist eine relativ komplexe Methode, die eigene Zeit einzuteilen und die eigenen Aufgaben erledigt zu bekommen. Hauptaufgabe ist die Verwaltung der Aufgaben in Listen, um keine wichtigen Tätigkeiten zu vergessen und sich auf die eigentlichen Inhalte konzentrieren zu können.

Für mich ist die GTD-Methode sowohl komplexer als nötig und geht ein Stück weit an dem eigentlichen Problem vorbei. Warum das so ist und was man tun kann, möchte ich unter verschiedenen Stichpunkten näher erklären.

An der Umsetzung der GTD in der Praxis scheitern die meisten schon, weil die Methode an sich komplex ist. Die verschiedenen Verwaltungssysteme sind zwar für sich genommen effizient, aber bis diese ohne größeres Nachdenken automatisch erledigt werden, vergehen ein paar Wochen. Die meisten Menschen geben vorher auf und fallen in ihre alten Gewohnheiten zurück. Wenn Sie sich dabei ein paar Ideen der GTD-Methode behalten, war der Versuch der Einführung wenigstens nicht umsonst.

Die GTD hat eine definitiv sinnvolle Teilregel: Die 2-Minuten-Regel. Sie besagt, dass alle Aufgaben, die in weniger als zwei Minuten erledigt werden, können auch sofort erledigt werden. Es gibt zwei Gründe, warum diese Regel so sinnvoll ist: Einerseits würde das Notieren oder Aufschieben der Tätigkeit vermutlich nicht schneller sein, als die Aufgabe sofort durchzuführen, andererseits schafft es ein gutes Gefühl, etwas erledigt und damit von der Liste zu haben.

In den letzten Monaten habe ich für mich folgende Regeln gefunden, die meistens wirklich simpel zu verstehen und damit auch leichter umzusetzen sind. Die Einhaltung und Umsetzung der Regeln kann man auch nacheinander lernen, was die Umsetzungswahrscheinlichkeit ebenfalls deutlich erhöht.

Notieren. Egal, wo ich mich befinde, habe ich immer eine Möglichkeit, schnell eine Notiz zu machen. So geht nichts verloren und der Gedanke ist raus aus dem Kopf. Jeder sollte für sich die ideale Möglichkeit finden. Ob das ein Zettel, ein Notizbuch oder ein Smartphone ist, richtet sich ausschließlich nach den persönlichen Vorlieben, solange es die Merkmale ‘Immer dabei’ und ‘Unkompliziert’ besitzt.

Todo-Listen. Es gibt regelrechte ToDo-Listen-Fetischisten. Dabei ist es doch viel einfacher: Ich nutze nur eine einzige ToDo-Liste. Und die darf nie mehr als ca. 10 Punkte enthalten. Sollte ein Punkt auf dieser Liste länger als ein paar Tage überleben, ist die Aufgabe genau zu überprüfen: Ist der Punkt wirklich wichtig? Was hält mich davon ab, den Punkt zu erledigen? In den meisten Fällen kann ich den Punkt einfach löschen. Das ist die beste Lösung, denn sie schafft innerhalb weniger Sekunden ein gutes Gefühl. Scheitert diese, schaue ich, ob ich die Aufgabe übergeben kann. Findet sich leider kein passendes Opfer, hilft nur, die Aufgabe längerfristig einzuplanen oder wenigstens aufzuteilen.

Drei-Punkte-Regel. Auf meiner ToDo-Liste gibt es maximal drei Punkte, die wirklich wichtig sind. Der Erfahrung nach sind es im Leben selten mehr als drei Aufgaben, die so dringend sind, dass sie die höchste Priorität genießen. Diese drei Punkte müssen am gleichen Tag erledigt werden. Damit das wirklich klappt, gibt es die

Am-Morgen-Regel. Die drei wichtigsten Aufgaben des Tages werden als Allererstes erledigt. Ohne Widerspruch, ohne Ausnahme. Auch wenn es schwerfällt. Deshalb stehen auf meiner Liste an der obersten Stelle immer mal wieder Aufgaben, die wirklich dringend sind, aber kein bisschen Spaß machen. Wenn ich diese hinter mich gebracht habe, gibt das dem Tag eine völlig neue Perspektive.

Weglassen. Die beste Methode der Erledigung ist das Weglassen. Früher hatte ich auf meinen vielen Listen viele Dinge stehen, die ich vielleicht irgendwann einmal erledigen wollte. Und nie erledigt habe. Das hat mir ein permanent schlechtes Gewissen gebracht – die Aufgabe dadurch aber doch nicht erledigt. Meist hat es einen guten Grund, das ich die Aufgabe nicht erledigt habe: sie war nicht wichtig genug; ich hatte kein gutes Gefühl bei Ihr; sie macht keinen Spaß; sie bringt mich nicht weiter … Seitdem ich das schlechte Gewissen beim Weglassen von Aufgaben gleich mit weggelassen habe, fühle ich mich viel besser. Und es gibt keine Liste von permanent unerledigten Dingen, die mich auch noch davon abhält, den Rest zu tun. Einziger Nachteil der Methode: Sie funktioniert nicht bei allen Aufgaben.

Pareto-Prinzip. Die 80/20 Regel ist mittlerweile den meisten bekannt: 80% der Ergebnisse werden in 20% der Zeit erreicht. In allen Dingen, in denen 80% der Ergebnisse ausreichen, versuche ich, auch nur 20% der Zeit zu investieren. Ich übe noch, herauszufinden, welche der 20% ich investieren muss. Ich empfehle dazu passend das Buch “80/20 Principle: The Secret of Achieving More with Less”* (Deutsche Version* bei Amazon). P.S. Immer erst mit Weglassen beginnen. Auf das übrig bleibende das Pareto-Prinzip anwenden.

Pausen. Manche Aufgaben erledigen sich in den Pausen. Von ganz allein. Doch das ist nicht der Hauptzweck von regelmäßigen Pausen. Ohne sie ist kein Mensch wirklich leistungsfähig. Deshalb ist es wichtig, Pausen auch als eine Aufgabe zu sehen und sie zum Erholen zu nutzen.

Fokus. Eine(!) Aufgabe ohne Ablenkung bis zum Abschluss zu erledigen ist vermutlich die wichtigste Grundregel. Wenn ich einen klaren Fokus auf eine klare Aufgabe habe und diese hintereinander weg erledigen kann, bin ich am effektivsten. Ist die ununterbrochene Zeitspanne lang genug, stellt sich ein “Flow” genannter Zustand ein. Gerade für Aufgaben, die höchste Konzentration erfordern ist der Fokus wichtig. Einen Haken hat der Fokus doch: Nur wer klare Ziele hat, kann einen Fokus darauf entwickeln. Ein ganzes Buch zum Thema hat Leo Babauta geschrieben: “Focus: A Simplicity Manifesto in the Age of Distraction”*. Eine Online-Version als PDF gibt es sogar kostenlos.

Singletasking Es fällt mir unwahrscheinlich schwer: Eine Sache und wirklich nur eine einzige Sache gleichzeitig zu tun. Natürlich kann ich mit 10 Fingern blind schreiben, einem Gespräch folgen und ein anderes führen. Gleichzeitig. Aber effektiv ist das nicht, auch wenn es sich im ersten Moment manchmal so anfühlt. Den Multitasking-Zustand kann sowieso kein Mensch länger durchhalten, er kostet eine Unmenge an geistigen Ressourcen, die am Ende des Tages einfach fehlen.

Wenn ich einen längeren Text schreiben muss, nutze ich den Ablenkungsfreien Editor Dark Room.

Power of Less Weniger ist mehr ist nicht nur eine Floskel. Wer weniger von allen und mehr von einer Sache tut, erreicht dort auch mehr. Es ist die Konzentration aller Kräfte auf den Punkt statt auf die Fläche. Das Prinzip ist uralt, leicht zu verstehen und doch so schwer umzusetzen. Weil es Disziplin über einen langen Zeitraum erfordert. Auch zu diesem Prinzip gibt es ein hervorragendes Buch von Leo Babauta: “The Power of Less: The Fine Art of Limiting Yourself to the Essential…in Business and in Life”. Die englische Fassung ist sehr leicht zu lesen, aber es gibt auch eine deutsche Übersetzung.

Umfeld. Meist nicht so offensichtlich ist der Einfluss des Umfelds auf die eigene Effektivität. Ich suche mir je nach Aufgabentyp mittlerweile ganz bewusst die passenden Räume und Umgebungen aus. Wenn ich an der Strategie meines Unternehmens arbeite, kann ich das nicht im Büro machen, da ich eine geistige Metaebene einnehmen muss, die einen entsprechend großen und offenen Raum, idealerweise die freie Natur braucht.

Zugangsmanagement. Den Satz Zeitmanagement ist Zugangsmanagement habe ich mir in Stefan Meraths hervorragendem Buch “Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer” abgeschaut. Die meisten Unterbrechungen kommen auf zwei Beinen daher. Deshalb ist eine vernünftige Reglementierung der Zugangsmöglichkeiten essentiell für den Fokus und daraus entstehenden Flow. Wer kein Zugangsmanagement betreibt wird täglich von unzähligen “One-Minute-Meetings” unterbrochen, die zu zum kompletten zerreißen des Arbeitstages führen können. Aus meiner Erfahrung lässt sich der Zugang am einfachsten beschränken, wenn ich einfach eine Stunde am Tag nicht direkt ansprechbar bin. In dieser Stunde schaffe ich oft das meiste.

Outsourcing. Nachdem ich auf alle oben stehenden Regeln geachtet habe, ist leider immer noch nicht alle Arbeit erledigt. Das ist normal. Alle Menschen in kreativen Berufen haben grundsätzlich mehr zu tun, als sie selbst je schaffen können. Gegen diesen Zustand anzukämpfen ist sinnlos – es wird sich nie ändern. Besser ist es, zu akzeptieren, das es immer viel mehr zu tun gibt und einfach einen Teil der Aufgaben auf andere verteilen. Das geht leichter, als ich anfangs dachte. Natürlich kann ich nicht einfach jede Aufgabe irgendwo hin verteilen. Aber eine gute Regel ist es, spezielle Aufgaben den Spezialisten zu geben. Mein Steuerberater freut sich jeden Monat, wenn ich ihm einen dicken Hefter nicht gebuchter Belege vorbeibringe. Und ich freue mich jeden Monat, das ich diesen furchtbaren Ordner endlich los bin. Dieses Glücksgefühl ist mit Geld nicht zu bezahlen.

Team. Oft gibt es Aufgaben im Team zu erledigen. Auch hierfür gelten die oben beschriebenen Regeln, aber es gibt zusätzlich weitere Methoden, die helfen, ein Team effektiv zu organisieren. Besonders gute Erfahrungen habe ich mit SCRUM gemacht.

Viele einfache Regeln ergeben zusammen doch eine große Lernhürde. Wer die nicht alleine überwinden kann, fragt zum Beispiel einen spezialisierten Coach, wie meinen Kollegen Lars Zapf.

Wer weder die Regeln einhält noch einen Coach beschäftigen möchte, sollte sich einfach mit dem aktuellen Zustand abfinden. Dabei hilft das äußerst unterhaltsame Buch: “Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin”.

* Die Links Affiliate Links. Sie zahlen das gleiche, ich erhalte jedoch einen kleinen Teil der Einnahmen

Balkan Brass Battle in der Kulturarena

Ein echtes Multi-Kulti-Battle lieferten sich am heutigen Abend zwei Brass Bands aus Rumänien und Serbien. Unter dem Musikprojekt “Balkan Brass Battle“ eröffneten Fanfare Ciocarlia und das Boban & Marko Markovic Orkestar den Konzertsommer.
Trotz starker Regengüsse zeigten sich rund 2.500 Zuschauer von dem über 2 Stunden andauernden Bläser-Wettstreit der beiden Bands begeistert.

Quelle: Pressemitteilung der Kulturarena

Alle Fotos bei Flickr, Lizenzen der Fotos sind erhältlich bei Zoonar oder dem DJV-Bildportal

Mannschaftsfoto des FC Carl Zeiss Jena 2011

Ein neuer (bzw. alter neuer) Trainer und mehr als 10 neue Gesichter beschert uns das aktuelle Mannschaftsfoto des FC Carl Zeiss Jena:

Hoffen wir, das der FCC am Ende dieser Saison nicht wieder mit dem Rücken zur Wand steht:

Suzanne Vega in der Kulturarena

Wir Fotojournalisten haben uns schon an die Einschränkungen bei den Fotorechten gewöhnt. Diesmal waren drei Lieder “von der Seite” erlaubt. Von der Seite bedeutete, dass der Fotograben nicht genutzt werden durfte. Eine kleine Horde Fotografen und das JenaTV-Team versuchten deshalb, sich am Rand der Bestuhlung sich so zu platzieren, dass die Füße der Kollegen nicht geplättet wurden und trotzdem einen Blick auf die Bühne zu erhaschen war. Doch es sollte nicht dabei bleiben. Kurz vor Konzertbeginn durften wir alle noch einen weiteren Meter nach hinten treten – welchen Sinn diese Maßnahme hatte, ist bis heute nicht bekannt. Und plötzlich durften nur die jeweils ersten zwei Minuten der ersten drei Lieder gefilmt und fotografiert werden. Das wird streng kontrolliert, wurde uns erklärt. Da ich meine Stoppuhr leider vergessen hatte, war diese Einschränkung dann in der Praxis dann doch keine.

So positioniert mussten wir leider feststellen, dass der einzige Blick von einem kleinen Podest mit zwei Wasserflaschen mit knallroten Etiketten verstellt war. Es gab keine Möglichkeit von dieser Seite, Suzanne Vega ohne dieses Accessoire abzubilden. Wenn eine Sängerin eine Gitarre in der Hand hält, ist die rechte Seite aus fotografischer Sicht unbrauchbar. Doch aus fotografischer Sicht war das Konzert absolut konsequent: Suzanne Vega hat ihr Gesicht vermutlich in sehr preiswerte Schminke gehüllt, denn das frontale Scheinwerferlicht sorgte leider für eine deutliche Speckschwarten-Anmutung. Das wäre mit einer passenden Theater-Schminke sicherlich nicht passiert.

Zumindest das Konzert tröstet über vieles hinweg. Suzanne Vega hat eine fantastische Stimme und wunderbare Lieder. Schade ist, dass sie sich nach rund einer Stunde Spielzeit schon zur Zugabe bitten ließ und das sie als Band nur einen Gitarristen mitgebracht hat. Gerry Leonard durch live eingespielte Loops die Sparsamkeit akustisch weniger dramatisch wirken lassen.

Singer-Songwriterin zu Gast bei der KulturArena

Suzanne Vega hat bei ihrem Konzert am 15. Juli bewiesen, dass sie es immer wieder schafft, sich selbst zurückzunehmen, ihre Songs in den Mittelpunkt zu stellen und jeden dieser Songs seine Geschichte entfalten lassen zu können.
Im komplett ausverkauften Arenarund lauschten 3.000 Besucher den harmonischen und sanften Klängen des Duos. Zusammen mit ihrem Gitarristen Gerry Leonard bewies sie, dass eine Gitarre und eine glasklare Stimme reichen, um Melodien zu schaffen, die gleichzeitig einzigartig und unvergänglich zu sein scheinen.

Quelle: Pressemitteilung der Kulturarena

Besetzung:

Gesang: Suzanne Vega
Gitarre: Gerry Leonard

Alle Fotos bei Flickr, Lizenzen der Fotos sind erhältlich bei Zoonar oder dem DJV-Bildportal

Die besten Bildagenturen

Oder: Wo man preiswert gute Fotos kauft

Bilder haben einen ganz besonderen Zauber inne, der Texten und Informationen erst eine gezielte Wirkung, ein bestimmtes Gefühl verleiht. Kein Wunder also, dass der Bedarf an Fotomaterial so groß ist wie nie zuvor. Und ebenfalls neu ist, dass qualitativ hochwertige, großartige Fotos immer billiger werden. Grund genug also, um in diesem Blogpost die verschiedenen Quellen für Foto- und Bildmaterial einmal genauer zu untersuchen, um so die Vor- und Nachteile der einzelnen Portale aufzuzeigen.

Microstock

Microstock-Agenturen sind auf den allerersten Blick zunächst einmal die preiswerteste Variante, um an Bildmaterial zu kommen. Allerdings zeigt sich hier auch, dass preiswert nicht automatisch auch künstlerisch gut beziehungsweise anspruchsvoll sein muss. Im Großen und Ganzen werden hier vorproduzierte Fotos als Massenware angeboten. Doch mit einem Euro für die Web-Auflösung und Hochauflösungen, die selten mehr als zehn Euro kosten, ist das Preis-Leistungsverhältnis absolut in Ordnung.

Themenvielfalt

Thematisch betrachtet decken die Fotos alle gängigen und allgemeingültigen Konzepte ab. Viele Fotos sind freigestellt oder haben einen Freiraum, um Texte einzufügen. Dadurch sind sie flexibel auf Websites, in Werbeartikeln und Broschüren einsetzbar. Die technische Qualität der Fotos ist meist hervorragend, denn die Aufnahmekriterien in die Datenbanken sind hart.

Hohe Frequenz, aber wenig Besonderheit

Einzelne Bilder werden manchmal mehrere Hundert Mal verkauft, sodass diese sehr häufig gedruckt und publiziert werden. Bestimmte Fotostile oder Models sind so bekannt, dass sie ein geübter Fotograf sofort wiedererkennt. Demnach ist nicht ausgeschlossen, dass die Konkurrenz das gleiche Foto für ihre Werbung verwendet, denn Individualität gibt es im Microstock-Markt nicht. Dafür aber viele Hintergründe und Abstraktes in hervorragender Qualität.

Die Bildsprache der Fotos ist meist offensichtlich werblich. Die Kunden erkennen diesen Fotostil sofort, wodurch eine echte Emotionalisierung mit diesen Fotos nicht mehr möglich ist. Klassisches Beispiel ist das Foto einer blonden, lächelnden Business-Frau mit Headset, welches an jeder zweiten Hotlinenummer klebt.
Dass sich hinter dieser Frau nicht die echte Hotline-Dame verbirgt, erkennen die Kunden intuitiv. Beispiel ist ein Klassiker von Yuri Arcurs. Letztlich erreicht man so das Gegenteil: Vertrauen sollte geschaffen werden, doch wenn die Glaubwürdigkeit leidet, dann geht Vertrauen eher verloren.

Lizenzierung

Fotos im Microstock-Markt werden meist lizenzfrei (auf Englisch „Royality Free“, kurz „RF“) verkauft. Der Begriff ist irreführend, denn natürlich kauft der Kunde eine Lizenz. Erlaubt ist die mehrfache Verwendung eines Bildes ohne räumliche, mengenmäßige oder zeitliche Einschränkungen.

Damit ist die RF-Lizenz für Kunden unkompliziert. Nur für das Drucken in großen Mengen oder auf Artikeln, die für den Weiterverkauf (zum Beispiel Kaffeetassen mit dem Foto) bestimmt sind, ist eine erweiterte Lizenz für einen Aufpreis nötig. Die Lizenzbedingungen der Agenturen unterscheiden sich hier im Detail.

The Big Five

Die in Deutschland bekannteste Agentur ist Fotolia. Zu den großen Fünf im Microstock-Markt gehören noch Dreamstime, Shutterstock, iStockphoto und Bigstockphoto. Insbesondere Dreamstime bietet ein großes Angebot, eine gute, ausgefeilte Suchfunktion und zahlt zudem den Fotografen vergleichsweise faire Honorare. Daher stellt diese Plattform auch meinen Microstock-Favoriten dar.

Royalty Free Images

Im Gegensatz dazu hat iStockphoto in letzter Zeit die Fotografen mit der Reduzierung der Provision auf 15 Prozent verprellt, was auch Käufer nicht unterstützen sollten. Da Fotografen ihre Fotos oft in mehreren Microstock-Portalen hochladen, gibt es genügend Alternativen.

Weitere Microstock-Portale, bei denen ich Fotos anbiete sind: 123rf, Pixmac, der deutsche Anbieter Clipdealer, Stockfuel, Stockfresh und Can Stock Photo.

Midstock

Wer ohne großes Budget individuelle Bilder und zudem etwas Beratung braucht, ist im Midstock-Bereich gut aufgehoben. Für Preise zwischen zehn und dreißig Euro (Web-Auflösung ab drei Euro) gibt es aufwendige, individuelle und lizenzfreie Fotos. Oft ist das Foto nicht so offensichtlich für den Massenmarkt gemacht, wirkt dadurch weniger werblich, sondern eher künstlerisch, was aber nicht unbedingt einen Nachteil darstellt oder für einen geringeren Effekt sorgt.

Die Abgrenzung zum Microstock-Markt ist fließend. Manchmal gibt es Microstock-Bilder zu Midstock-Preisen. Andere wie ChromeOrange verhindern das – dort angebotene Fotos dürfen nicht im Microstock angeboten werden. Auch Plattformen wie Pitopia und Shotshop sind immer einen Besuch wert.

Shotshop.com

Macrostock

Individuelle, hochwertige Bilder für jeden Anwendungszweck gibt es in Macrostock-Bildagenturen. Die Bilder werden in einer sogenannten „Rights Managed“-Lizenz (RM) angeboten. Jede Verwendung wird einzeln dokumentiert und mit einem individuellen Preis vergütet. Eine besondere Kategorie stellen hierbei Pressefotos dar. Sie dokumentieren das Zeitgeschehen und dürfen nur im nicht-kommerziellen, journalistischen Umfeld verwendet werden.

Im Macrostock-Bereich gibt es verschiedene Agenturen, die alle Themenbereiche abdecken. Fotofinder ist der bekannteste deutsche Anbieter. Die beiden Großen der Branche sind Getty Images und Corbis Images. Der Allrounder Zoonar bietet sowohl RF- und RM-Bilder in allen drei Preisbereichen an. Das DJV-Bildportal bietet Fotos von Journalisten für Journalisten.

Für fast jeden Spezialbereich gibt es entsprechende Agenturen mit besonderen Kompetenzen: Unkonventionelle Fotos liefert plainpicture und Nahrung gibt es bei Stockfood . Weitere Agenturen gibt es zum Beispiel beim BVPA und bei Combipix. Wie gesagt, wer persönliche Beratung, echten Service und vor allem exklusives Material haben möchte, der ist bei den Makrostock-Agenturen in allerbesten Händen.

Fazit

Unterm Strich lässt sich also festhalten, dass es für nahezu jeden Zweck und jedes Budget mittlerweile gute bis sehr gute Bilder auf den oben vorgestellten Portalen zu erwerben gibt. Preisliche Unterschiede und Schwankungen liegen im künstlerischen Anspruch, in der technischen und handwerklichen Umsetzung, im Beratungs- und Serviceangebot, in der Individualität, der Massenkompatibilität und natürlich den erworbenen Nutzungslizenzen begründet.

Weitere nützliche Links:

Hinweis: Die Links zu den Bildagenturen sind teilweise Affiliate-Links. Wenn Sie sich über diesen Link bei den Agenturen anmelden, erhalte ich einen kleinen Teil des Umsatzes.

Dieser Text wurde freundlicherweise von FreeDays für mich redigiert. FreeDays bietet eine Virtuelle Assistenz, insbesondere im Bereich Text und Social Media.

AUFSCHWUNG Messe 2011

Am 24. März war ich zur AUFSCHWUNG-Messe und Kongress am in Frankfurt. Die Messe richtet sich an Existenzgründer und junge Unternehmen. Das Publikum erschien mir jedoch ehr im Bereich der Unternehmer, welche die ersten Jahre im Unternehmen überlebt haben und jetzt entweder an Grenzen stoßen oder neue Herausforderungen suchen.

Der Messe-Teil war für uns Jenaer nicht so spannend, da sich die meisten Aussteller auf die Region Frankfurt bezogen. Trotzdem sind einige interessante Kontakte entstanden.

Die wahre Perle liegt jedoch im Kongress-Teil: Burkhard Schneider hat sein ganz tief in seine Kontakt-Netzwerk gegriffen uns fast 50 Referenten nach Frankfurt geholt. Leider liefen drei Vortragsreihen parallel, so dass die Entscheidung für einen der Vorträge nicht einfach war. Ein Kurzbericht:

Peter Sawtschenko ist einer der Urväter der Positionierung. Und eine echte Type dazu. Sein Motto lautet: »Wer nicht automatisch neue Kunden gewinnt, ist falsch positioniert!«. Durch eine klare Positionierung entkommt man der Austauschbarkeitsfalle und schafft eine automatische Sogwirkung auf die Kunden. Dass seine Theorien in der Praxis funktionieren, zeigen die Beispiele in seinem Vortrag: Die Positionierungen sind von ihm begleitet und oft bekannt.

Buchempfehlungen*: Rasierte Stachelbeeren: So werden Sie Nr. 1 im Kopf Ihrer Zielgruppe. und Positionierung – das erfolgreichste Marketing auf unserem Planeten

BTW: Steffen Adler, Service Experte aus Jena zeigt, wie man sich mit Service positionieren kann.

»Kopf schlägt Kapital« ist das Motto von Prof. Faltin. Mit dem Prinzip der Teekampange hat er gezeigt, wie auch ohne große finanzielle Mittel, aber mit einer guten Idee ein innovatives Unternehmen gegründet werden kann. Faltin empfiehlt das Gründen in Komponenten, um effektiv und kostengünstig die eigenen Ideen umzusetzen. Sein Buch “Kopf schlägt Kapital”* ist eine ideale Inspirationsquelle für Gründer und junge Unternehmer.

Klaus Kobjoll sagte, hat in den letzten 40 Jahren noch nie gearbeitet. Und er ist trotzdem – oder gerade deshalb – ein erfolgreicher Unternehmer. Und er legt gleich nach: “Bei nur 248 Arbeitstagen kann man gar keinen Burnout entwickeln.”. Er berichtet in seinem Vortrag auf angenehm authentische und frische Art, warum bei ihm die Mitarbeiter keine “freizeitorientierte Schonhaltung” einnehmen. Und warum Demut wichtig ist und jedes Unternehmen die Kunden hat, die es verdient. Wer nach dem Vortrag Klaus Kobjoll noch unmotiviert ist oder schlechte Laune hat, ist nicht von dieser Welt.

Natürlich gibt es auch von ihm ein Buch*: Wa(h)re Herzlichkeit

Nach diesen drei Vorträgen, die ehr ganzheitlich orientiert waren ging es bei Martin Limbeck nur um eines: Verkaufen. Der Hardselling-Experte meint: »Nicht gekauft hat er schon.« und hat damit allzu oft recht. Limbeck ist als Erstes ein Meister der Selbstvermarktung. Sein Vortrag ist das reinste Verkaufsgespräch und trotzdem spannend, lehrreich und unterhaltsam zugleich.

Links: Alle Fotos bei Flickr, Lizenzen der Fotos sind erhältlich bei Zoonar oder dem DJV-Bildportal

* Amazon Affiliate Link: Ich erhalte vom Kaufpreis eine kleine Provision, Sie zahlen jedoch den gleichen Preis.