Journalismus

2. September 2010

Rebekka Bakken in der Kulturarena

Norwegisches Jazz-Sahnehäubchen zur Kulturarena

Starke Frauenstimmen gehören zur Kulturarena wie Sahne auf den Eisbecher. Eines dieser vokalen Sahnehäubchen begeisterte Donnerstag Abend 1.800 Zuhörer zur Kulturarena. Die Norwegerin Rebekka Bakken verwandelte den Theatervorplatz in eine akustische Jazz-Folk- Arena und zog vom ersten Moment mit ihrer wandelbaren und ausdrucksstarken Stimme in ihren Bann.

Gäste: 1.800 (ausverkauftes Sitzplatzkonzert)

Quelle: Pressemitteilung der Kulturarena

Besetzung:
Rebekka Bakken – Gesang
Per Lindvall – Schlagzeug
Sven Lindvall – Bass
Staffan Astner – Klavier
Jesper Nordenström – Klavier, Keyboard

Rebekka Bakken im Netz: Kulturarena, www.rebekkabakken.com, www.myspace.com/rebekkabakken

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

283 Fotos, 4min 15 sec, 1 Lied und ein bisschen Nena

Wir waren wieder Pressevieh, die rund 10 Fotojournalisten und 15 Kamerastatisten, die für rund 4 Minuten im Fotograben NENA in Jena abschießen durften. Für mich war es 283mal der Versuch, eine wild über die Bühne gallopierende 50jährige Sängerin aus dämonischer Position nicht nur direkt in die Nasenlöcher zu fotografieren. Trotz einer Klickrate von 1,1 Fotos pro Sekunde ist das nicht immer geglückt.

Kurz vor Konzertbeginn wurde der Fotograben von der Security geräumt – Anweisung des Managements meinte der Chef der Security und liess dabei durchblicken, dass er von diesem Unfug auch nichts hält. Wenige Minuten später kam Nena auf die Bühne gesprungen. Nun hieß es für jeden, die 15kg Ausrüstung unversehrt durch die drängelnde Fotografenmasse zu quählen und nebenbei schon ein Eindruck vom Licht zu erhaschen. Die Kunst ist jetzt, die wenigen verbleibenden Augenblicke für ein halbwegs brauchbares Bild zu nutzen, denn wie lange das erste Lied dauert, weiß niemand. Was sonst auf der Bühne passiert auch nicht. Um die Herausforderung zu steigern machen die Lichttechniker das Showlicht erst an, wenn die Fotografen verschwunden sind. Zuerst mit dem Weitwinkel ein paar Übersichtsaufnahmen machen und vielleicht noch einen Gesamteindruck der Bühne vermitteln (wenn man direkt vor der ca. 1.60m hohen Bühne steht ist das fast unmöglich). Es bleibt nur Zeit für einen Objektivwechsel. Die letzten Fotos werden deshalb mit dem Teleobjektiv gemacht, das Canon 200/2.0L IS ist ideal dafür. Nena steht fast die ganze Zeit an der vorderen Bühnenkante und ich fast direkt unter ihr. Ein Foto aus dieser Position ist alleinfalls zur Abschreckung zu gebrauchen. Die einzige Lösung: Möglichst weit weg von der Bühne an die Fansperre drängeln und etwas seitlicher fotografieren. Wer allerdings seine Kamera nicht absolut sicher beherrscht hat in vier Minuten Konzert keine Chance auf ein gutes Foto.

Vorbei. Aus für heute. Die Security treibt uns aus dem Graben, wir müssen gehen. Die Kamera schreibt noch die letzten 20 Fotos aus dem internen Speicher in die Compact Flash Karte. Nun noch schnell unter die Fans gemischt, um wenigstens eine Totale zu schießen.

Die erwartete Ernüchterung kommt beim Sichten der Fotos: gerade einmal 20 Fotos sind gut genug, nicht sofort wegzufliegen. Wie die Verlage ihre üblichen Klickstrecken so füllen können bleibt offen. Was übrig bleibt, steht hier im Blog und reicht von der Qualität gerade so, das ich micht so sehr schähme und gleich alle Fotos lösche. Es bleibt dabei: in 4 Minuten kann kein Fotograf der Welt ein Konzert in vernünftiger Qualität dokumentieren. Jeder Konzertbesucher darf mehr: Er kann das Konzert über fotografieren und sich dabei an den viel besseren Positionen hinter dem Fotograben bewegen.

Es bleibt die Frage, was Künstler und Managment mit der künstlichen Beschränkung der Pressefreiheit erreichen wollen. Meistens ist wenigstens das Fotografieren in den ersten drei Liedern erlaubt. Das gibt eine halbwegs realistische Chance, ein gutes Foto veröffentlichen zu können. Eigentlich sollte es im Interesse der Künstler sein, gute Fotos in den Zeitungen und Zeitschriften zu sehen. Aber die schicken lieber ein vorausgewähltes PR-Foto und wollen die Imagebildung komplett überwachen.

Doch es gibt auch gutes zu berichten: Die Akkreditierung mit Presseausweis war unkompliziert und erfolgte ohne weitere Nachfragen oder spezieller Vorgaben wie Vorberichterstattung. Allerdings haben auch wieder Kollegen mit Kameras in der Größe meines Smartphones den Graben verstopft. Es sind bestimmt schreibende Kollegen, sie können dann in der Bildunterschrift unterbringen, was auf dem Foto zu sehen sein sollte. Oder es waren die fotografierenden Kollegen vom Radio. JenaTV hingegen hat keine Akkreditierung erhalten und könnte so höchstens mit Schwarzbild oder Archivmaterial vom Konzert berichten, hat es dann aber konsequenterweise gleich gelassen.

Zum Konzert selbst gibt es nicht viel zu berichten (die Textbaustein-Lobeshymnen gibt es zum Beispiel hier). Es war Nena und es war so, wie man sich Nena im Konzert vorstellt. Der Ernst-Abbe-Platz war nur halbvoll, was bei einem Kartenpreis von 49 € zzgl. VVK (zum Vergleich: ähnlich viel kostet die 6er Karte in der Kulturarena) nicht verwundert. In der Zeitung waren es 4000 Zuschauer, der Veranstalter berichtete von rund 3000 Zuschauern und es werden wohl um die 2500 Leute da gewesen sein.

Wie es auch anders geht war eine Stunde vor Nena zu erleben: Das musikalische Projekt „Zöllner & Söhne“ war das Musikalische Highlight des Abends. Und ich konnte das ganze Konzert ohne Einschränkungen fotografieren.

Update vom 29.06.2010: Offensichtlich hat sich Nena eines besseren besonnen und die Regeln gelockert: Es dürfen jetzt die ersten drei Lieder fotografiert werden, so berichtet rockpixx.com. Fotos aus Kiel „Unser Norden-Bühne“ hier (Artikel zu den Fotos).

Mehr zum Thema auch in DER TAGESSPIEGEL: Nach drei Liedern ist Schluss – Abgeblitzt

Wahlkampf mit Frank-Walter Steinmeier

Nur wenige Wochen nach der Wahl wirken die Fotos der Wahlkampfveranstaltung von Frank-Walter Steinmeier in Jena wie Fotos aus der Vorwendezeit. Die SPD ist in die Opposition gerutscht und mit ihr Frank-Walter Steinmeier und die Vollbeschäftigung, daran hat auch sein zweiter Besuch innerhalb weniger Wochen in Jena nichts ändern können. Mehr Fotos sind in der Happy Arts Galerie zu sehen und in den Bildportalen zu kaufen.

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Live: Barack Obama in Buchenwald / Weimar

Livebericht aus dem Pressezentrum in Weimar: Heute wird der amerikanische Präsident Barack Obama die Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar besuchen. Die Sicherheitsvorkehrungen rund um Weimar sind extrem. Der Bereich um Buchenwald ist komplett gesperrt. Die Weltbilder werden von einem Kamerateam und vier Fotografen geliefert.

10.30-11.13 Uhr: Merkel und Obama halten eine Pressekonferenz in Dresden.

Auf die Frage einer Journalisten: Obama wehrt sich deutlich gegen die Spekulationen der Presse

wegen den lokalen Besuchsterminen in Deutschland. Es sollten keine Probleme geschaffen werden, wo keine sind. Guantánamo bleibt weiterhin ein Thema, die Schließung soll fortgeführt werden. Die Aufnahme der Gefangenen sei ein längerfristiger Prozess. Obama betont die gemeinsamen Interessen bei der Terrorismusbekämpfung mit Merkel. Obama betont, das die Rede in Kairo erst einmal eine Rede war, aber weitere Taten folgen werden. George Michael wird nächste Woche erneut in der Region präsent sein. Die Vereinigten Staaten werden das Problem aber nicht allein lösen können, wollen aber ein Partner sein. Merkel betont das Grundgesetz “Die Würde des Menschen ist unantastbar” und sieht es als Grundlage unter anderem für den Kampf gegen den Völkermord.

Selbst in der Pressestelle sind nur widersprüchliche Informationen zu erhalten. Offensichtlich gehört es auch zum Sicherheitskonzept, keinerlei exakte Daten und Informationen im Vorfeld herauszugeben.

14.43 Uhr: (Korrektur) Die Air Force One und weitere Hubschrauber sind soeben in Erfurt gelandet.

14.55 Uhr: Barack Obama ist in Buchenwald gelandet. Er wurde von mehreren Hubschraubern begleitet. Die Kanzlerin fehlt noch.

15.06 Uhr: Obama und Merkel begrüßen die weiteren Gäste (u.a. Elie Wiesel). Livestream ist beim MDR zu sehen. Begrüßung auch durch Volkhardt Knigge, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

anschl. Unterzeichnung der Goldenen Bücher des Freistaates Thüringen und der Stadt Weimar im Beisein des Ministerpräsidenten Dieter Alterhaus und des Oberbügermeisters Stefan Wolf

15.22 Uhr: Im Kleinen Lager werden weiße Rosen niedergelegt. Es folgt der Besuch des Krematoriums (ohne Bilder und Presse)

15.59 Uhr: Abgabe der Statements. Merkel beginnt liest ihre Rückblende vom Blatt ab. Obama bedankt sich bei seinen Begleitern und berichtet sehr persönlich von eigenen und überlieferten Erinnerungen. “I will not forgot what I have seen here today, …” sagt Obama. Er sieht Buchenwald als Beweis, das der Holocaust stattgefunden hat und mahnt alle, die den Holocaust leugnen. Elie Wiesel hält eine sehr persönliche und eindringliche Rede. Er spricht über seine Erfahrungen und seine Hoffnungen.

16.26 Uhr: Verabschiedung von Präsident Obama durch die Bundeskanzlerin, Abreise

Lesetipp: DIE ZEIT: “Gedenken ohne Pomp und Pathos

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Pressezentrum in der Neuen Weimarhalle

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Air Force One über Erfurt (Quelle: Thomas Walter/MDR, vielen Dank)

Tolles Thüringen aus Berlin?

Plötzlich ist es da, ein neues Portal für Thüringen: tollesthüringen.de. Arne hat es als erstes ge(t)wittert. Beim Aufruf der Startseite hört man gleich, wo es hingeht: die Plattform führt das Bewegtbild in Thüringen ein. Da hilft nur, die Boxen leiser zu drehen. Das ist auch bei jedem weiteren Klick nötig, denn die blonde Eva-Maria klackert mit ihren Schuhen ins Bild herein und sagt “Toll!”.

Screenshot http://www.tollesthüringen.de vom 01.12.08

Bei den Inhalten steht das Portal noch ganz am Anfang. Bei der Suche nach Jena gibt es neun lokale Nachrichten und zwei User (wenn man die Biersekte mitzählt). Das Video über den Weihnachtsmarkt-Test erinnert mich spontan an die Pseudo-Verbrauchertipps im Privatfernsehen. Nur die Videoqualität hat das Niveau aktueller Handys. Bürgerjournalismus stelle ich mir anders vor.

Spannender ist, wer dieses Portal initiiert hat. Im Impressum finden wir die Proximus-Verlag GmbH, Feurigstraße 54, Berlin mit der Geschäftsführerin Birga Berndsen (Bio). Außer der Geschäftsführerin werden keine Mitarbeiter vorgestellt. Ob es auch einen Sitz in Thüringen gibt, geht aus der Seite nicht hervor.

Eine Suche nach der Domain (tollesthüringen.de, aktualisiert am 13.09.2008) und den Markennamen “Tolles Thüringen” verschleiert den Urheber weiter, denn beide gehören der Firma “Hauptstadtsee 760. VV GmbH” in Berlin. Diese Firma scheint eine reine Postfachadresse zu sein, denn es gibt gleich hunderte Firmen “Hauptstadtsee xxx V V Gmbh” in Berlin.

Bevor das selbst gegebene Motto „Aus liebe zum Land“ wirklich glaubhaft wird, ist etwas mehr Transparenz nötig.

Linktip: Bodo Ramelow, “Bettgeschichten oder Schlüsselloch-Vojourismus”

Nachtrag: Auf http://tolles-berlin.com/ steht die alte Startseite von tollesthüringen.de

Update (23.08.2009): Tollesthüringen scheint für eine CDU Wahlwerbung verantwortlich zu sein.

TLZ und OTZ fusionieren und gründen derosten.de

Die folgende Satire ist ein Aprilscherz. Alle Informationen sind rein fiktiv und eine Übereinstimmungen mit Personen des realen Lebens mehr oder weniger zufällig.

Holzmedien adé: Kostendruck und sinkende Abo-Zahlen treiben die Verleger ins Netz. Wie die WAZ Mediengruppe, zu der auch die beiden großen Thüringer Tageszeitungen Thüringische Landeszeitung (TLZ) und Ostthüringer Zeitung (OTZ) gehören heute mitteilte, fusionieren beide Zeitungen und gehen gemeinsam mit einem neuen Online-Portal ins Internet.

Eine Fusion macht aus Verlegersicht Sinn: die beiden (noch) miteinander konkurrierenden Zeitungen belegen über 99% des regionalen Zeitungsmarktes und werden mit dem Stichtag 1. Mai 2008 zur Mittelthüringischen Landeszeitung (MLZ) zusammengelegt. Die Redaktionen sitzen in den meisten Städten in einem gemeinsamen Pressehaus und lassen sich daher mit geringen Investitionen zusammenlegen. Bodo Hombach, der Chef der WAZ Mediengruppe betonte heute in einem Pressegespräch, das “trotz der umfangreichen Neuorientierung nur ca. 20-30% der Redakteure entlassen werden”. Für die Einhaltung des selbst gestellten WAZ Kodex wird “natürlich gesorgt”. Die damit “indirekt vergrößerte” Mannschaft soll eine “weiter verbessere Qualität der Redaktion” sicherstellen. Weitere Kosteneinsparungen werden im Druckhaus in Gera erwartet, in dem jetzt deutlich weniger Lokalausgaben gedruckt werden müssen. Durch den weiter nach hinten verlegten Redaktionsschluss ist sogar eine noch größere Aktualität bei abends stattfindenden Ereignissen möglich, freut sich Bodo Hombach.

Die WAZ-Gruppe wartet mit einer weiteren Innovation auf: nach dem erfolgreichen Start des Online Portals derwesten.de folgt der nächste Streich: derosten.de wird in wenigen Wochen online gehen und gleich den kompletten Thüringer Raum mit Nachrichten versorgen: Die Redaktion der MLZ mit regionaler Unterstützung durch die Thüringer Allgemeine (TA) werden ihre Artikel dort kostenlos präsentieren. Wie schon bei derwesten.de wird sich Katrin Borchert für die Umsetzung verantwortlich zeigen und arbeitet gerade an der Umschulung Schulung der Redakteure auf das Onlineredaktionssystem LIRPA. Wie aus für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, haben jedoch besonders die älteren Jahrgänge starke Vorbehalte zum neuen Portal, lassen sie sich doch für gewöhnlich das Netz nur ausdrucken.

Einzelstimmen aus den Redaktionen: Prutz Lager, Redakteur der OTZ: “Als Marktführer bei den Thüringer Tageszeitungen haben wir die beste Ausgangssituation um ein großes Medienportal auch in Thüringen einzuführen. Die Erfahrungen mit derwesten.de können wir nutzen und Klickmarktführer werden. Dazu beauftragen wir mehrere freie Fotojournalisten und Leserreporter, die unsere geplanten, umfangreiche Bildgalerien füllen werden.”. Doch nicht alle sind so begeistert über die neuen Möglichkeiten im Netz: Eine Redakteurin der TLZ (Name der Redaktion bekannt): “Wie soll ich meine Artikel online bringen, wenn ich das nächste mal mit Herrn Schröder auf Chinareise bin?” fragte sie und griff zum Telefon, um den Sachverhalt anwaltlich klären zu lassen.

Der Deutsche Journalistenverband DJV startet nach Bekanntwerden der Umstrukturierung umgehend Proteste: “DJV prangert Entstehung von Einzeitungskreisen an”. Ein Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit in Thüringen sieht der DJV und verlangt umgehende Rücknahme der Beschlüsse. “Weite Teile von Thüringen würden nur noch eine einzige Zeitung und ein Onlineportal wählen können, sollte die WAZ Gruppe ihre Fusion wahr machen.”, sagte der Vorsitzender des DJV Landesverbandes Thüringen, Wolfgang Marr, gegenüber den Medien. Weiterhin forderte er die Rückkehr der WAZ Gruppe in den Tarifverbund, eine Kündigungsschutz für Redakteure und eine Lohnerhöhung um 9%.

Onlineportale in Jena

Gemessen an der Größe von Jena ist die Portaldichte von journalistischen Angeboten sehr hoch. Nicht nur unsere beiden lokalen Tageszeitungen TLZ und OTZ (beide WAZ-Gruppe) betreiben Online-Portale mit ausgewählten Print-Nachrichten, auch zwei reine Online-Portale bieten selbst erstellte journalistische Inhalte. Doch auch abseits des klassischen Journalismus sehen insbesondere Event- und Suchportale ihre Chance. Meist von ein oder zwei Studenten gegründet ist eine dauerhafte Verfügbarkeit kaum gesichert. So ist auch das Stadtgespräch Jena gut gestartet, dann zu einer PR-Plattform der Linken verkommen und jetzt “Aufgrund technischer Schwierigkeiten offline…”. Die beiden reinen Online-Portale Jenanews (Jens Mende) und Jenakompakt (Thomas C. Stahl) sind zu klein, um im Vergleich zu den Seiten der Tageszeitungen auf nennenswerte Zugriffszahlen zu kommen. Gleichwohl sind sie eine ideale Ergänzung der Onlinelandschaft und stellen mit ihren teilweise ausgezeichneten Berichten und Kommentaren ein gewünschtes und benötigtes Korrektiv dar.

Webseiten Jenaer Medien

Ausschließlich Online

Blogger mit teilweise journalistischen Veröffentlichungen

Lokal orientiere Social Life oder Event-Seiten

Suchmaschinen mit Jenaer Fokus

Nicht mehr vorhandene Angebote

DFB Pokal: FC Carl Zeiss Jena – Arminia Bielefeld 2:1

Jena hat die Sensation perfekt gemacht und gewinnt in einem harten Spiel in der Verlängerung mit 2:1 gegen den Bundesligisten Arminia Bielefeld.

Podcast (Download) Pressekonferenz nach dem Spiel:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

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Netzkrümel vom 25. Januar 2008

• Telepolis sagt: „Macht’s gut und danke für den Blog!“ und schickt uns in „Die mittlerweile unendlichen Weiten der deutschen Blogger-Welt“

„Die neue Kommunikationsfreiheit“ beschreibt Dr. Gunnar Bender auf dem media coffee blog.

• Um eine IP-Adresse des eigenen Rechners zu ermitteln gibt der Administrator ipconfig auf der Konsole ein oder ruft alternativ die Seite http://www.stoehn-meine-ip.de/ auf. Vorsicht: nicht mit eingeschaltetem Lautsprecher für das Büro geeignet.

• „Mühelos kann heute jeder seine Meinung ins Netz posaunen. Davon fühlt sich mancher Profi auf den Schlips getreten – doch das spricht für einen merkwürdigen Minderwertigkeitskomplex.“ schreibt Stefan Niggemeier in seinem taz-Artikel „Die Arroganz der Papierverfechter“

• Im Artikel „Wiener Blut“ schreibt der Sportjournalist Jens Weinreich über die ARD Dopingberichterstattung und über die Notwendigkeit von Qualität im Journalismus. Ein Plädoyer für die Recherche.

• Ein Gerichtsurteil aus Hamburg sorgt für eine weitreichende Haftung für Kommentare in Blogs, wie Stefan Niggemeier bei der Berichterstattung über Callactive erfahren musste. Don Dahlmann berichtet über den „Irrsinn Kommentarhaftung“

• Special Link: Das Medienlese-Blog veröffentlicht jedem Tag um „6 vor 9“ sechs ausgewählte Links, die fast immer den Status der Pflichtlektüre haben.

• Meine Links auf del.icio.us

StudiVZ-Kritik wird zum Selbstläufer

Die Diskussion um den Datenschutz in StudiVZ bleibt lebendig und StudiVZ’s offensichtlich nicht vorhandene Kriesen-PR sorgt dafür, dass es so bleibt.

Auf YouTube erschien gestern dieses Video, in welchem ein maskierter Rapper „Stasido MC“ mit einem „StasiVZ“ T-Shirt bewaffnet über den Datenschutz bei StudiVZ rappt. Er und sein Begleiter werben ausführlich die Wettbewerber Kaioo.

Das Video wurde in der ersten Woche ca. 9000 mal angeschaut. Das Branchenmagazin Werben & Verkaufen http://www.wuv.de/ (w&v) entdeckte das Video und fragte bei StudiVZ und Kaioo nach. Kaioos Geschäftsführer Thomas Kreye dementiert eine Beteiligung an diesem Video und StudiVZ lässt sich entlocken, dass juristische Schritte geprüft werden.

Statt die Kritik anzunehmen oder wenigstens zu ignorieren werden allein mit der Androhung eines Verfahrens Nutzer und Medien auf das Video aufmerksam gemacht und könnten zu einem weiteren PR-Gau führen. Die in diesem Bereich gefühlte Professionalisierung von StudiVZ hat es hier nicht bis in die Praxis geschafft: der Beißreflex war schneller als das Überdenken der möglichen Konsequenzen dauert. StudiVZ führt damit seine eingefahre Linie der Provokation weiter, wo eine Deeskalation sinnvoller wäre. Das Video wurde auf verschiedenen Plattformen wie MyVideo, sevenload und bubaTV hochgeladen und die Verbreitung wird auf juristischen Weg kaum dauerhaft zu verhindern sein. Der Imageschaden, insbesondere wenn die Aufmerksamkeit für dieses Video weiter steigt, wird nicht ausbleiben.

Die Anfrage für eine detailliertere Stellungnahme von StudiVZ ist bis zum aktuellen Zeitpunkt unbeantwortet.

Weiterführende Links:

blogoscoop