Technik

23. May 2013

Tag der offenen Tür beim MDR und dem KI.KA in Erfurt

Erfurt platzt am Tag offenen Tür beim MDR und dem KI.KA in Erfurt. Rund 80.000 Besucher wollten ihren Fernsehsender einmal persönlich kennenlernen.

Dieses Jahr hatte ich die Möglichkeit, aus einer Gondel, die von einem Kran in ca. 50m Höhe gehoben wurde, Fotos des ega Parks zu machen. Die Gondel hat sich zwar relativ stark bewegt, aber es war trotzdem möglich, ein Panoramafoto zu schießen.

Links: Alle Fotos bei Flickr, Lizenzen der Fotos sind erhältlich bei Zoonar oder dem DJV-Bildportal, Bericht vom Tag der offenen Tür 2005

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Erfahrungsbericht Fotos aussortieren – Die Details

Während der erste Teil meiner Artikelserie zum Foto-Workflow den Auswahlprozess für eine große Anzahl von Fotos beschreibt, beschreibe ich in diesem Artikel meine Bewertungskriterien für die Endauswahl der Fotos.

In diesem, dem letzten Schritt der Bildauswahl sind die technischen Aspekte nicht mehr entscheidend. Alle Fotos sind technisch so gut, dass sie bedenkenlos gedruckt oder veröffentlicht werden könnten. Oder sie enthalten ein Motiv, welches alle technischen Aspekte bedeutungslos werden lässt. Meistens sind das UFOs während der Landung, nackte Celebrity in der Öffentlichkeit oder ähnliche Fotos mit hohem Nachrichtenwert.

Meine Auswahl findet nach fotojournalistischen Gesichtspunkten statt. Deshalb hat der Informationswert des Fotos im Zweifel Vorrang vor den künstlerischen Aspekten.

Das wird besonders bei mehreren Fotos seiner Szene deutlich: Da meist vorher nicht bekannt ist, in welchem Umfeld das Foto gedruckt wird, sollten alle sinnvollen Sichtweisen der Szene angeboten werden können. Ist eine Szene im Hoch- und Querformat vorhanden, werden beide Fotos angeboten. Gleiches gilt, wenn die Person einmal mit Blickrichtung nach links und nach rechts vorhanden ist. Bei Nachrichtenhintersetzern ist die Blickrichtung besonders entscheidend – die Personen sollten in das Bild hineinschauen, nicht direkt aus dem Fernseher heraus. Gruppenfotos sollten möglichst in verschiedenen Konstellationen der Protagonisten vorhanden sein. Ein Porträt pro Person rundet die Auswahl ab.

Die Bildaussage steht im Vordergrund. Das ist wörtlich zu nehmen, denn der entscheidende Bildteil sollte klar erkennbar sein. Der Hintergrund darf nicht ablenken. Etwas subtilere Bilder werden auch gedruckt, sind aber die Kür und nicht die Pflicht, stellen also nur eine Ergänzung dar. Beides lässt sich durch klassische fotografische Mittel wie spezielle Objektive, Wahl der Position und die Lichtführung mitunter kombinieren.

Bleiben genügend Fotos in der Auswahl, entscheiden künstlerische und subjektive Aspekte über die Bildauswahl. Bei einer Porträtserie werden insbesondere Fotos mit einer interessanten Gestik oder besonderen Blicken bevorzugt. Ein Foto originell und lebendig sein, Atmosphäre ausstrahlen oder eine besondere Perspektive haben. Die Lichtsetzung kann den Ausdruck des Fotos deutlich beeinflussen. Gerade bei prominenten Personen macht die Höhe des Blickpunktes, also eine leichte Frosch- oder Vogelperspektive einen Unterschied in der subjektiven Bildwirkung.

Jedes Fotothema bringt besondere Kriterien der Bildauswahl mit sich. Bei Fotos eines Fußballspiels sind die ist die Dynamik und Bewegung im Bild besonders wichtig. Auf ein ein gutes Fußballfoto gehört der Spieler und sein Ball. Ohne das Spielgerät ist es schwierig, in einem Foto die Geschichte zu erzählen. Ein Fußballspieler muss nicht immer komplett sichtbar sein. Die Füße machen zwar die meisten Aktionen, sind aber allein völlig unspannend auf dem Bild. Dafür sind die Gestick und Körperhaltung sehr sprechend. Bei einem Kopfball reicht es, Kopf und Schulter zu zeigen – gern zusammen mit dem Spielgegner, der gleichzeitig nach dem Ball hechtet.

Fußball wird meistens mit einer Festbrennweite fotografiert. Dementsprechend schwierig ist es, den richtigen Ausschnitt schon bei der Aufnahme optimal zu wählen. Ein zu groß gewählter Ausschnitt ist beim Aussortieren deshalb kein Ausschusskriterium, im Gegenteil: Oft ist von Bildreaktionen gewünscht, auf dem Foto noch „etwas Fleisch“ zum Abschneiden zu haben. Der entsprechende Ausschnitt anhand der Umgebung des Fotos angepasst. Dem Künstler gruselt es, wenn nachträglich ein Foto beschnitten – und damit die Bildgestaltung verändert wird. Der Fotojournalist muss damit leben und sich lieber darauf einstellen.

Wie bei allen Events sind dies Geschehen am Spielfeldrand und die Zeit vor und nach dem Spiel wichtig. Deshalb gehören auch Fotos vom Trainer, den Fans und die Totale vom Spielfeld in die Endauswahl. Wenn mehrere Fotos gedruckt werden sollen, werden ein Foto für die Einordnung der Szene und ein oder mehrere Fotos für die Details genutzt.
Pro Fußballspiel landen bei mir ca. 20-40 Fotos in der Endauswahl.

Bei einem Konzert mache ich innerhalb der drei Lieder, in denen fotografiert werden, darf meist einige Hundert Fotos. Während dieser Zeit versuche ich, möglichst viele Blickwinkel des Konzerts auf die Speicherkarte zu bannen. Diese Vielfalt nach der Auswahl der Bilder sichtbar bleiben.

Die wichtigsten Bilder entstehen vom Künstler und der kompletten Bühne. Beides sollte aus mehreren Blickwinkeln und Kombinationen sichtbar sein. Weitere Fotos zeigen die Bühne mit und ohne Publikum, das Publikum einzeln sowie Porträt und Ganzkörperaufnahme der Künstler einzeln oder in verschiedenen Gruppen. Spielt der Hauptkünstler mehrere Instrumente, sollten diese nicht fehlen. Detail- und Ambientefotos reichern das Portfolio an und sind besonders für Bildstrecken im Internet wichtig.
Die Endauswahl sollte ca. 20-30 Fotos pro Band betragen. Mehr Fotos brauchen meist nur die lokalen Tageszeitungen, um mit Klickstrecken die Zugriffszahlen auf ihrer Homepage zu dopen.

Sind alle Fotos ausgewählt, werden diese kategorisiert und beschriftet. Darum wird es im dritten und letzten Teil der Serie gehen.

Welche Kamera passt zu mir?

Sehr häufig werde ich gefragt, welche Fotokamera ich empfehlen kann. Natürlich gibt es darauf keine einfache Antwort, denn diese hängt von den eigenen Wünschen, Ansprüchen und dem Geldbeutel ab. Aber es gibt ein paar Regeln, welche die Auswahl der Kameras enorm erleichtern, die Auswahl einschränken und eine Entscheidungshilfe für den Kauf der neuen Kamera sind.

Bei der Auswahl der Kamera sind folgende Punkte enorm wichtig: Funktionen, Flexibilität, Sensorgröße und Objektiv. Andere Kriterien treten hinter diesen Punkten in der Bedeutung zurück, da diese Details nur hilfreich sind, wenn die genannten ersten vier Punkte wirklich passen.

Wer keine speziellen Ansprüche an seine Kamera und die resultierenden Fotos hat und sich auch nicht mit dem Thema weiter beschäftigen möchte, hat es am einfachsten: einfach aus den rund 2000 verfügbaren Kompaktkameras bis 200 € diejenige aussuchen, die einem am besten gefällt. Wer in diesem Bereich mehr ausgibt, erhält meist mehr Funktionen und mit etwas Glück auch ein bisschen mehr Bildqualität. Kurztipps: möglichst nicht mehr als 10 Megapixel (der Rest ist nur hochauflösendes Rauschen) und nicht unbedingt das flachste Modell. Die bauartbedingten Kompromisse reduzieren ohnehin schlechte Bildqualität weiter. Wer sich jetzt nicht entscheiden kann, nimmt die Canon IXUS 300 HS (Test auf dpreview.com) und liegt mit ca. 270 € schon über dem Preislimit.

Wer Anspruch an die Bildqualität hat oder nicht mehr nur Knipsen möchte, benötigt zwingend eine Kamera, die auch manuelle Einstellungen ermöglicht. Die klassischen Oma-Programme (mit diesem Begriff lästern die Profi-Fotografen über die Automatikprogramme mit eingebauter Lächelautomatik und Motivfinder – trotz allem sind sie oft sehr hilfreich) reichen nicht aus. Deshalb fällt die Wahl auf eine anspruchsvolle Kompaktkamera. Diese ist noch so klein, das man sie immer bei sich tragen kann. Sie hat alle gängigen Automatikfunktionen und zusätzlich können alle Details von Hand kontrolliert und eingestellt werden. Eine gute Wahl ist hier die neue Canon PowerShot S95 (Test vom Vorgänger S90 auf dpreview.com). Mit dem riesigen 1/1.7″ CCD Sensor, den 10 Megapixel und einem ordentlichen Objektiv mit Blende f2 sowie 28mm Weitwinkel liefert sie im Vergleich zu den kleineren Kompakten eine deutlich bessere Bildqualität. Der Unterschied ist so groß, dass ihn auch ein Laie bei einem 10×15 Abzug sofort erkennt. Ab dieser Klasse macht fotografieren wirklich Spaß.

Die nächstbeste Kameraklasse beschreibt die Canon PowerShot G12. Mit dem gleichen Sensor der S95 verfügt sie über sehr gute Bildqualität. Im Vergleich zur kleineren Schwester kommen hauptsächlich der bessere Bildstabilisator, das 5fach Zoom (28-140mm) und ein robusteres Gehäuse hinzu. Diese Vorteile erkauft man sich mit dem fast doppelten Gewicht der S95. Wirklich lohnt die G12 im Vergleich zur S95 eigentlich nur, wenn man den externen Blitzanschluss nutzt. Gerade auf Partys möchte ich nicht immer meine Canon 1D mitschleppen und nehme lieber die Canon PowerShot G11 mit dem Blitz 580EX. Diese fällt weniger auf, ist halb so schwer und macht trotzdem hervorragende Bilder.

Wer jetzt sagt: „für fast 500 € bekomme ich schon eine kleine System- oder sogar Spiegelreflex (SLR)-Kamera mit Wechselobjektiv“ (Beispiel Sony DSLR A290L)
hat zwar recht, übersieht aber einige weniger offensichtliche, aber bedeutende Unterschiede (Details im Artikel Suchertechnologien). Die billigeren Systemkameras (das sind meist etwas besser ausgestattete Kompaktkameras mit Wechselobjektiven) verbinden jedoch nur die Nachteile der Kompakten mit denen der SLRs. Während die guten Kompakten mit klar aufeinander abgestimmte Komponenten einen genau begrenzten Einsatzzweck haben, versuchen die kleinsten Systemkameras eine Flexibilität vorzutäuschen, die sie nicht in der erwarteten Qualität liefern können. Diese Kameras besitzen einen elektronischen Livesucher und das Systemprinzip wird EVIL – „Electronical Viewfinder Interchangeable Lenses“ genannt. Die mitgelieferten Kit-Objektive sind meist nur für einen Zweck gut: sie baldmöglichst auszutauschen. Selbst das preiswerteste gute Objektiv kostet mehr als Kamera+Kit-Objektiv zusammen. Die kleinen Systemkameras haben zwar einen größeren Sensor (meist APS-C), erreichen aber nicht annähernd die Qualität der erwachsenen Kameras.

Doch zwei Punkte wiegen noch schwerer: der fehlende optische Sucher und der gute Autofokus. Beides sind systembedingte Hauptvorteile des Spiegelreflex-Systems. Die elektronischen Sucher sind aktuell noch nicht soweit, dass sie ernsthaft einen optischen Sucher ersetzen könnten. Das kann sich die nächsten Jahre ändern.

Beim Autofokus wird prinzipbedingt auf den billigen Kontrastautofokus zurückgegriffen. Dieser arbeitet relativ langsam und benötigt viel Licht. Bei der dauerhaften Benutzung für das Livebild und den Autofokus erwärmt sich zusätzlich der Sensor, was das Rauschen weiter verstärkt. Die Spiegelreflex-Systeme haben einen dedizierten Phasenvergleichs-Autofokus, welcher deutlich schneller ist und auch bei schlechten Lichtverhältnissen arbeitet.

Sony hat mit der Alpha 33 und Alpha 55 (Artikel zum Funktionsprinzip) versucht, die Vorteile beider Kameratypen ein Stück weit zu vereinen: Diese beiden Kameramodelle verwenden einen teildurchlässigen Spiegel, um den Einbau eines Phasenvergleichs-Autofokus zu ermöglichen. Als Marketingbegriff wurde dafür SLT –„ single lens translucent“ eingeführt. Auf Kosten der Lichtstärke wird das Autofokusproblem entschärft. Die Abgrenzung zur Spiegelreflex-Kamera bleibt aber aufgrund des fehlenden optischen Suchers erhalten.

Deshalb mein Rat: Wer in die ambitionierte Fotografie einsteigen möchte, sollte beim Kamera-Kauf eine gewisse Mindesthürde überspringen und hat dafür dann richtig Spaß mit seinem Equipment. Umkehrt ist mehr auch nicht unbedingt nötig, denn alles Teurere in diesem Bereich hilft nur noch in den 5% der Spezialfälle (Sport, Konzerte und vergleichbare Situationen) oder bei den letzen Quäntchen der Bildqualität. Bessere Fotos macht das bessere Equipment dann nicht mehr von allein – im Gegensatz zu den besseren Kompakten im Vergleich zur Grabbeltischkamera.

Wer ernsthaft in dem Bereich der Spiegelreflex-Fotografie einsteigen möchte, kann mit einer Canon EOS 500D beginnen und durchaus Jahre damit verbringen, diese Kamera auszureizen. Ab dieser Klasse Technik ist nicht mehr die Kamera selbst der limitierende Faktor, sondern die Person hinter dem Auslöser. Da diese Kameras auch die gängigen Oma-Programme bieten, darf auch geknipst werden. Das hilft für den Einstieg und den Umstieg. Doch Spaß macht es erst, wenn man die vielen fotografischen Möglichkeiten selbst erprobt und eigene Erfahrungen sammelt.

Die meisten Spiegelreflexkameras werden mit einem oder zwei Kit-Objektiven geliefert. Selbst das bei den meisten Canon Kameras preiswert mitgelieferte Canon EF-S 18-55mm 3,5-5,6 IS (Testbericht bei slrgear.com) ist besser, als der allgemeine Ruf der Kit-Objektive vermuten lässt. Natürlich kommt es nicht an die oft 10fach teureren L-Objektive heran, aber die meisten werden mit einem solchen Objektiv glücklich werden. Ich empfehle, nur ein Kit-Objektiv zukaufen und von Bundles wie dem EF-S 18-55mm IS+ EF-S 55-250mm beim Erstkauf abzusehen. Die eigenen Ansprüche kann jeder nur mit hinreichend Erfahrung kennenlernen. Zum Sammeln dieser Erfahrungen reicht das 18-55mm. Danach wird jeder individuell entscheiden, ob und welche Objektive noch nötig und sinnvoll sind. Ein Superzoom wie das Canon EF-S 18-200mm (Test auf slrgear.com) gehört nicht in die Tasche eines ambitionierten Fotografen. Da ist selbst die Alternative Kit-Bundle EF-S 18-55mm IS+ EF-S 55-250mm besser und billiger. In einem eigenen Artikel werde ich dazu noch ein paar Tipps geben.

Noch ein paar Worte zum Nachfolger der 500D, der Canon EOS 550D (Vergleich der Spezifikation bei dpreview.com). Ob es sich lohnt, den Aufpreis von rund 150 € hinzulegen, sollte sich jeder gut überlegen. Der Unterschied zwischen beiden Kameras liebt hauptsächlich im Video-Bereich und bei ISO-Zahlen ab 1600 im verbesserten Rauschverhalten (Vergleich in Beispielfotos). Nicht umsonst bietet Canon beide Kameras parallel an. Bei der 550D kauft man hauptsächlich das Gefühl, das aktuelle Model zu besitzen. Das Geld ist auf dem Konto oder in einem Objektiv besser aufgehoben. Während sich die Kameratechnik aller paar Monate ändert, ist ein gutes Objektiv ein bleibender Wert und eine Wertanlage, die auch bei dem nächsten Kameramodell noch einen Vorteil bringt. Aus diesem Grund ist es überlegenswert, das Gehäuse auf dem Gebrauchtmarkt zu erwerben. Die ‚alten‘ Gehäuse werden nach kurzer Zeit so preiswert, dass fast nichts schief gehen kann. Wer sich Sorgen um die Investitionssicherheit macht, kauft ein gebrauchtes Gehäuse etwas teuerer beim lokalen Händler und hat dafür mindestens 12 Monate Gewährleistung und einen Ansprechpartner, mit dem man sich auch persönlich unterhalten kann. Bei Problemfällen ist das oft ein großer Vorteil für beide Seiten.

Jede der genannten Kameras benötigt eine Speicherkarte. Die kurze Empfehlung lautet: jede Speicherkarte eines bekannten Markenherstellers mit mindestens 15 MB/Sekunde ist hervorragend geeignet. Unter 8 GB Größe lohnt sich nicht mehr, sie zu kaufen. Beispiele sind SanDisk SDHC Ultra 8GB SD für ca. 17 € und die doppelt so große 16 GB Version für rund den doppelten Preis. Aus Sicherheitsgründen habe ich immer mindestens zwei Karten einstecken. Ein deutlicher Aufpreis für eine schnellere Karte wie die SanDisk SDHC Extreme 8 GB lohnt nur bei der großen Spiegelreflexkamera, da hier ausreichende Datenmengen (bis 15 MB/Foto) in entsprechender Geschwindigkeit anfallen (3,7 Bilder/Sekunde). Bei allen anderen Kameras reicht der kamerainterne Puffer fast immer aus. Details in meinem älteren Artikel „Empfehlung SD-Speicherkarte für Digitalkameras“

Hinweis: Alle Links auf Kameras in diesem Artikel sind Amazon Affiliate Links. Während der Käufer den gleichen Preis bezahlt, erhalte ich eine kleine Provision. Dass ich hier nur Canon-Kameras empfehlen werde, liegt an dem kompletten Sortiment, welches kaum ein anderer Anbieter vorweisen kann. Zusätzlich besitze ich nur bei Canon ausreichend eigene Erfahrungen, um Empfehlungen geben zu können. Wer vergleichbare Kameras von anderen Herstellern kennt, kann diese gern in den Kommentaren ergänzen.

Linktipps: must-have: Kamera bei Licht(in)former

Der Artikel wurde am 3.11.2010 nach Hinweis in den Kommentaren in einigen Absätzen komplett überarbeitet.

Erfahrungsbericht Fotos aussortieren

Das Fußballspiel ist fotografiert, das Konzert zu Ende und doch für die Fotojournalisten ist die Arbeit längst nicht geschafft: Hunderte, meist Tausende der soeben geschossenen Fotos müssen aussortiert, katalogisiert, beschriftet und in die Datenbanken und zu den Auftraggebern hochgeladen werden. Jeder Fotograf, der diese Tätigkeiten häufiger machen muss, hat sich dafür einen eigenen Workflow bereitgelegt, um Zeit zu sparen. Über meinen Workflow und meine Erfahrungen werde ich in einer mehrteiligen Artikelserie hier im Blog berichten.

Eine alte Fotografenweisheit erzählt: Was ist der Unterschied zwischen einem Amateur- und einem Profifotografen? Ganz einfach: der Profi wählt aus, welche Fotos er zeigt.

Um genau diesen Auswahlprozess soll es im ersten Artikel der Serie gehen.

Bei Shootings mit schlechten Lichtsituationen (z. B. Konzerte) oder viel Bewegung (z. B. Fußball) entsteht deutlich mehr Ausschuss, als bei gestellten Fotosituationen oder wenn das fotografierte Objekt, wie eine Landschaft, nicht wegrennt. Bei einem Fußballspiel entstehen meist um die 1200 Fotos. Selbst bei einem Konzert, bei dem meist nur die ersten drei Lieder fotografiert werden dürfen, sind es zwischen 200 und 500 Fotos. Nur die 20-50 besten Fotos sind es wert, aufgehoben zu werden.

Um den Workflow zu optimieren, arbeite ich mit Adobe Lightroom. Zuerst kopiere ich die Daten von der Speicherkarte auf die Festplatte. Oft sind das Datenmengen von über 10 GB. Das geht von Hand, z. B. mit dem Total Commander, oder noch besser direkt von der Speicherkarte mit der Import-Funktion von Lightroom. Durch die Presets beim Import können regelmäßig nötige Arbeitsschritte gleich beim Import mit erledigt werden. Für Konzerte, die ich meist mit 1600 ISO fotografiere, wird der stärkere Rauschfilter, für Tageslichtevents der normale Rauschfilter eingestellt. Zusätzlich werden die Copyright-Felder im IPTC-Header ausgefüllt und auf Wunsch die CR2-RAW-Dateien in das DNG-Format umgewandelt.

Jetzt sind alle Fotos im Lightroom verfügbar. Doch selbst mit aktueller und optimaler Hardware (Core i7, 8 GB RAM und SSD-Festplatte) ist das Blättern durch die Fotos mit Lightroom nicht flüssig genug, um ohne Zeitverlust über 1000 Fotos anzusehen. Um die erste Vorauswahl zu treffen, exportiere ich alle Fotos in das JPEG-Format mit einer Auflösung von 1600×1200 Pixel. Die Auflösung des JPEG-Bildes entspricht der meines Monitors. Das Foto wird nun im Vollbildmodus (meist Taste F oder F11) ohne Skalierung und damit ohne Qualitätsverlust durch den Bildbetrachter dargestellt. Wenn der Bildbetrachter keine Skalierung vornimmt, ist insbesondere die Schärfe des Fotos genau zu erkennen.

Früher bin ich die Fotos durchgegangen und habe alle gelöscht, die ich für nicht gut genug befunden habe. Da meist nur 5% der Fotos übrigbleiben, muss ich bei 95% der Fotos ein oder mehrere Tastendrücke ausführen. Das ist nicht effektiv. Deshalb nutze ich jetzt nur noch eine Positiv-Auswahl: Nur ein gutes Foto wird angeklickt und aufgehoben. Alle anderen fallen automatisch durch das Raster. Als optimale Software hat sich dafür FastPictureViewer Professional herausgestellt. Das Programm macht seinem Namen alle Ehre und ist wirklich schnell: Es gibt keine merkliche Verzögerung bei der Anzeige der Fotos. Selbst wenn ich mit dem Mausrad durch Hunderte Fotos blättere, ist das Programm schnell. Zusätzlich zeigt es auf Wunsch wichtige Parameter wie Zeit, Blende, ISO sowie ein Histogramm des Fotos an. Der FastPictureViewer hat eine passende Funktion für die Positivauswahl der Fotos. Mit einem Klick auf die mittlere Maustaste wird das Foto in ein anderes Verzeichnis kopiert und mit einem halbtransparenten Stempel versehen. Jetzt kann ich beim Durchblättern sofort erkennen, welches der Fotos ich schon ausgewählt habe.

Ziel ist es, in dem ersten Auswahldurchlauf so wenig wie möglich Fotos übrig zu haben, die in den nächsten Auswahldurchlauf kommen. Meist bewerte ich nur 10-15% der Fotos als ausreichend gut für die zweite Auswahl. Hauptauswahlkriterium sind die technischen und eindeutig erkennbaren Merkmale wie ein korrekt sitzender Schärfepunkt. Besonders bei langen Brennweiten und großer Offenblende (z. B. mit meinem Canon 200/2L IS) entsteht viel Ausschuss, aber auch hervorragende Fotos, wenn der Schärfepunkt optimal sitzt. Bei Actionsituationen erstelle ich mit der Serienbildfunktion der Kamera sehr viele Aufnahmen hintereinander, wo meist nur die eine, beste Aufnahme übrigbleibt. Ein Beispiel hierfür sind Kopfballsituationen in einem Fußballspiel.

Nach dem der erste Auswahldurchlauf erfolgreich war, startet der zweite Durchlauf mit einem anderen Fokus. Die Perlen müssen gefunden werden. Deshalb wird bei ähnlichen Motivsituationen wird nur das jeweils beste Foto aufgehoben. Dabei hilft, dass ich nun alle gemachten Fotos des Events schon einmal gesehen habe. Dadurch kann ich besser einschätzen ob von der der jeweiligen Motivsituationen noch ein anderes, evtl. besseres Foto vorhanden ist oder nicht. In diesem Durchlauf wird gründlicher geschaut, sind doch alle Fotos zumindest schon technisch so gut, dass sie es auch in die Endauswahl schaffen könnten. Deshalb dauert dieser Auswahlprozess trotz der deutlich geringen Bildmenge genauso lang wie der erste Durchlauf. Übrig bleibt jetzt eine maximal zweistellige Zahl der besten Fotos. Aber es sind immer noch zu viele. Deshalb kommt wieder Lightroom zum Einsatz.

Um die Dateiauswahl effektiv im Lightroom abzubilden, wende ich einen Trick an: Die ausgewählten JPG-Dateien werden in *.CR2 bzw. *.DNG-Dateien umbenannt und dann mit der Funktion „Verzeichnisse vergleichen (Umschalt-F2)“ des Total Commander mit den Dateien im Lightroom-Verzeichnis verglichen. Jetzt lassen sich mit F8 alle überflüssigen RAW-Dateien löschen. In Lightroom wird das betreffende Verzeichnis neu synchronisiert und schon ist nur noch die Essenz übrig.

Diese Essenz muss jetzt allen kritischen Blicken standhalten. Gerade bei schwierigen Fotomotiven, insbesondere Porträts, ist es ideal, noch ein geübtes Auge mit entscheiden zu lassen. Hier zeigt die Erfahrung, dass Frauen die Fotos meist anders betrachten als Männer und eine andere Auswahl treffen. Während die Männer mehr auf die technischen Qualitäten des Fotos gewichten, besitzen die Frauen ein feines Gespür für die Emotionen, die ein Foto ausstrahlt und welche Wirkung es auf den Betrachter hat. Auf dieser Ebene der Bildbetrachtung gibt kein falsch oder richtig mehr, hier entscheiden das Gefühl und das Ziel des Shootings. Herausragende Fotos erhalten in Lightroom ein passendes Rating von 1-5.

Für den letzten Auswahlschritt nutze ich Lightroom, um alle technischen Möglichkeiten der Bildbewertung und Korrektur zur Verfügung zu haben. Ich kann zwei Fotos markieren und sie zum Vergleich nebeneinanderlegen (Kurztaste „C“). Oder bis auf Maßstab 1:1 hineinzoomen (linke Maustaste auf dem Bildausschnitt) oder bestimmte Helligkeitswerte im Foto korrigieren (insbesondere mit den Reglern Recovery, Fill Light und Blacks). Abhängig vom Thema und der Bedeutung der Fotos kann dieser letzte Schritt der Bildauswahl beliebig aufwendig gestaltet werden …

… wer jetzt denkt: „So viel Aufwand, darauf habe ich keine Lust!“ der macht einfach weniger Fotos. Oder realistischer: Er versucht weniger Fotos zu machen, ohne an Qualität zu verlieren. Das geht am besten mit viel Übung und zunehmender Erfahrung. Manchmal helfen auch kleine Kniffs: Ich nutze bei meiner Kamera die Serienbildfunktion nicht in der höchsten Geschwindigkeitsstufe mit 10 Bildern pro Sekunde, sondern schalte auf 6-7 Fotos pro Sekunde herunter. Die nacheinander geschossenen Fotos haben dann zwar mehr Unterschiede zum Vorgängerfoto, es bleibt aber noch genügend Auswahlmöglichkeit. Gerade beim Sport ist das eine gute Möglichkeit, Auslösungen zu sparen. Bei Konzerten nutze ich die Serienbildfunktion jedoch nur äußerst selten. Hier mache ich mir vor jedem einzelnen Foto Gedanken, ob ich abdrücke.

Wie sind Eure Erfahrungen mit der Auswahl von Fotos? Wie kann dieser Prozess weiter vereinfacht und optimiert werden? Ich freue mich auf die Kommentare hier im Blog.

Teil 2: Erfahrungsbericht Fotos aussortieren – Die Details

Digitalfotografie und kreative Geschenkideen

Ein Gastbeitrag von Lutz Hufrath, foto-blogr.de

Individuell, passend und kreativ vereint mit einem liebevoll gestalten Geschenk überzeugt oftmals den härtesten Charakter. So stehen dem Schenkenden zahlreiche, vielfältige und einzigartige Geschenkmöglichkeiten zur Verfügung, um seine Zuneigung dem Beschenkten zu übermitteln. Fotogeschenke sind einmalige Geschenke, die es so nicht noch einmal gibt. Künstlerisch kann der Schenkende sein Vorhabe in ein passendes Geschenk verpacken.

Mit einer modernen und preiswerten Digitalkamera kann schnell ein benötigtes Bild geknipst und für unterschiedliche Foto-Geschenke verwendet werden. So eignen sich Foto-Kissen ideal für Paare, wie aber auch für Kinder, die ihren Eltern etwas Schönes schenken wollen, oder aber auch die Schwiegermutter oder die Oma wird in Freude aufgehen, wenn Sie ein Kissen in den Händen halten darf, auf welchem ein Foto der geliebten Enkelkinder abgedruckt ist. Aber auch Schneekugeln, mit integrierten Fotos, oder Stofftiere mit kleinen T-Shirts, auf welchen ein Bild abgedruckt ist, lassen die Herzen erstrahlen. Ebenfalls sehr individuell und zudem auch noch etwas luxuriöser sind Glasfotos, bei welchem das gewünschte Foto in Glas eingebracht wurde. Für Kreative mit viel Fingerfertigkeit eignen sich auch die tollen Puzzle, die mit einem jeweiligen Foto entstehen können.

Aber auch kleinere Geschenke, wie etwas Schlüsselanhänger, mit einem Foto, oder vielleicht eine Foto-Tasse können überzeugen. Ist der Beschenkte ein regelmäßiger Computer-Nutzer, so kann auch ein individuell und liebevoll gestaltetes Mauspad Freude schenken. Für die Süßen unter den Beschenkten gibt es sogar Schokolade, die mit einer Foto-Verpackung eingewickelt ist. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Geschenkideen, wie etwa Kochschürzen, für den leidenschaftlichen Koch- oder Grillmeister, oder etwa als kleiner Fingerzeig, wenn die Frau sich in die Küche verbannt fühlt. Ebenso können aber auch Fotofiguren für viel Aufsehen und Begeisterung sorgen.

Gewöhnlichere Geschenke, die dennoch von Herzen kommen, wären altbewährte Leinwandfotos, oder Fotos aus Acryl die mit ihrer Einzigartigkeit die Wohnung schmücken. Wenn der Schenkende mit einem Foto-Geschenk überzeugen will, sind der Kreativität und den Geschmäckern kaum Grenzen gesetzt. Vielfältige Möglichkeiten, die Herzen erobern, stehen bereit und lassen jedes Herz in Freude aufgehen.

Einblick in den Jagdbergtunnel

295.000.000,00 € wird Jenas neues Loch kosten. Dafür dürfen wir im Jahr 2012 sogar mit dem Auto durchfahren. Im Rahmen einer Veranstaltung (“Bewegen statt reden”) der Wirtschaftsjunioren Jena konnte ich schon einen tieferen Blick in dieses Loch, genauer gesagt den Autbahn-Straßentunnel werfen. Der 3.1km lange Tunnel ist Teil der Leutratal-Umfahrung der Bundesautobahn 4 zwischen den Anschlussstellen Magdala und Jena-Göschwitz.

Der Vortrieb des Tunnels erfolgt in Spritzbetonbauweise und nach einem immer gleichen Vorgehen: Halbkreisförmig (Kalotte) wird in Vortriebsrichtung der Berg gesprengt, die Gebirgsmasse abgekratzt und aus Sicherheitsgründen eine dünne Spritzbetonschicht aufgebracht. An die Tunnelwand wird ein Stahlgerüst gestellt und mit Spritzbeton die Wand gesichert. Die Dicke der Wand beträgt dabei je nach Felszusammensetzung zwischen 10 und 25cm. Der Beton bindet innerhalb weniger Minuten und in eigens errichteten Silos an den Tunnelenden hergestellt. Bei einer Sprengung werden zwischen 80 und 120cm gesprengt und so innerhalb von 24h ein Vortrieb von 6 bis 8m erreicht. Die Sprenglöcher werden optimiert angeordnet und die Sprengung verzögert (bis zu 6s Sprengdauer) ausgeführt, um Gebirgsschonend zu arbeiten. Es wird in vier Schichten rund um die Uhr inkl. Wochenende in beiden Röhren von beiden Seiten aus gearbeitet. Alle 500m ist eine Pannenbucht installiert. Später wird der Tunnel dreispurig mit maximal 80km/h befahrbar sein. In der Mitte des Tunnels befindet sich ein Schacht, in dem die Abgase an der Oberfläche des Berges abgegeben werden.

Wer sich den Tunnelbau persönlich anschauen möchte, kann den “Tag der offenen Tür” am 9. Mai 2009 dafür nutzen.

Links

Die Fotos zeigen den Tunnel in ca. 950m Länge vom Ostportal aus. Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

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WordCamp 2009 in Jena

Live vom WordCamp 2009: Es macht Spaß. Nette Leute, unterhaltsame Keynotes und die ersten Fotos. Ich bin ersteinmal drüben zum Fotografieren beim Thüringen Derby vom FCC Jena gegen den Rot-Weiß-Erfurt und werde live von der Seitenlinie auf meinem Twitter-Account (Livespielbericht drüben bei den Kollegen von Jenanews.de, Update: Die Fotos sind online) berichten.

Während der Veranstaltung sind die Twitter Feeds heißgelaufen. Die Live-Twitter-Wand war eine tolle Idee.

Nachdem die meisten Blogger und Besucher wieder zu Hause angekommen sind, erscheinen die ersten Beiträge im Netz. Michael von Radio G hat Fotos und ein Video. Olaf hat auch ein paar Fotos und weitere verlinkt. Dominik hat ausführlich im Blog berichtet und Fotos auf Flickr. Sogar der Heise Newsticker berichtet über das Jenaer WordCamp. Weitere Erfahrungsberichte gibt es hier, hier, hier, hier und hier bei der Traumfängerin.

Die folgenden Fotos dürfen von allen Besuchern des WordCamps unter Verlinkung auf diesen Beitrag frei verwendet werden.

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In eigener Sache: ALEA führt Versandhandelslösung ein

Normalerweise gibt es hier im Happy Arts Blog keine Pressemitteilungen. Doch diese Pressemitteilung veröffentliche ich gern, da ich für dieses Projekt bei ALEA der technische Projektleiter bin. Übrigens: ein Teil der ALEA Commerce Suite ist das integrierte Data Warehouse, für welches Matthias und ich vor einiger Zeit die technischen und konzeptionellen Grundlagen entwickelt haben. Das Foto für diese Pressemitteilung war eine der leichteren Aufgaben dieses Projekts.


Führender Kalenderversand startet mit neuer ALEA-Versandhandelssoftware

Die neue Branchensoftware für den Versandhandel, ALEA Commerce Suite, ist bei Starkalender in Betrieb. Mit der Inbetriebnahme der neuen Versandhandelslösung ist eine weitere Produkteinführung bei einem ALEA-Kunden planmäßig erfolgt.

Die gesamte Warenwirtschaftskette der Starkalender GmbH wird nun über die innovative Softwarelösung des Versandhandelsexperten abgewickelt.

Starkalender-Mitarbeiterin Kristin Hüttner beim Wareneingangs-Scan

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8. WebMonday in Jena

Nicht nur die hervorragende Aussicht aus der 29. Etage des JenTowers beeindruckte die Besucher des 8. WebMonday in Jena, sondern auch die vier spannenden Vorträge. Die Bandbreite der Themen und der Herkunft des Publikums war wie immer groß, doch das Thema Web 2.0 verbindet alle und alles.

Die aktuelle Veranstaltung wurde gewohnt locker von Lars Zapf eröffnet.


Der erste Vortrag von Patrick Brauckmann hieß: “The Revolution will be Televised: Online Campaigning zur Präsidentschaftswahl in den USA” und beschrieb sowohl praktisch als auch theoretisch die Online-Aktivitäten bei der Präsidentschaftswahl in den USA. Dabei wurden verschiedene Beobachtungen gruppiert und Thesen aufgestellt, wie die Entwicklung der Online-Wahlkampangen in den USA weiter geht und welche Auswirkungen diese auf Deutschland haben könnten. Für ein schmunzelndes Publikum sorgten die regelmäßigen Selbstzitate von Patrick. Das passende Buzzword, die “Social Election Networks” kreierte er gleich mit – natürlich nicht, ohne ein “Brauckmann (2008)” anzuhängen.

Warum man sich unter einer Genossenschaft nicht zwangläufig Ackerbau und Viehzucht vorstellen muss, erklärte Reinhard Hoffmann in seinem Vortrag “Das Genossenschaftsmodell der TowerVenture eG zur Finanzierung technologieorientierter Unternehmen in der Seed- und Gründungsphase”. Die TowerVenture hat aktuell 12 Mitglieder und hat vier Investments (unter anderem bei newskraft.de) laufen. Acht weitere sind schon in der Vorbereitung.

Den nächsten Vortrag hätten sich die Betreiber kommerzieller Weblogs anhören sollen, über die Don Alphonso so gern schimpft. Jeanette-Freya Enders vom Bewerberblog berichtete über die Entstehung und weitere Entwicklung ihres Blogs. Interessant war dabei der Bericht über die umfangreichen Recherchen, die das Team vor dem Start des Blogs betrieben hat. Das umfangreiche Beschäftigen mit der Blogosphäre, der Zielgruppe und ein klarer Plan, was das Blog erreichen soll zeigt Wirkung: die Leser sind zufrieden, die Zugriffszahlen sind gut und steigen weiter.

Der letzte Vortrag von Carlo Velten ist schon in der Überschrift Marketing: “Social Search – Was kommt nach der algorithmusbasierten Suche? Wie Qitera durch semantische Technologien und soziale Interaktionen neue Sucherlebnisse und -Ergebnisse für den Nutzer schafft.” Der perfekt geschliffene Vortrag berichtet über seine Firma und das Projekt Qitera, eine Soziale Suchmaschine. Social Search ist damit das zweite große Buzzword des Abends und wird uns im Web 2.0 vor dem verlieren und vergessen retten. Ganz so weit ist Qitera noch nicht, aber eine ein optisch schöneres del.ico.us mit semantischen Fähigkeiten konnte Carlo schon zeigen. Angenehm ist, das die Entwickler das KISS-Prinzip kennen und sie Amazon den One-Click-Button geraubt haben. Der Trend in das semantische Web ist eindeutig und sinnvoll. Was Qitera beitragen kann, wird sich frühestens im Betatest zeigen.

Der Abend endete für einen guten Teil der Besucher erst spät in der Nacht, für die einen im Café Quirinus und für die anderen im TT.

Links: Zusammenfassung des WebMonday, Fotos in der Happy Arts Galerie, Bericht auf dem Bewerberblog, Bericht und Fotos von JaBB

Windows Terminal Server 2008 Erfahrungen?

Manchmal fällt die Entscheidung für ein bestimmtes System nicht leicht, wenn die persönliche Erfahrung fehlt. Für einen Kunden sollen wir jedoch eine Entscheidung treffen und möchten uns gern auf schon gemachte Erfahrung stützen.

Ziel ist es, eine Java-Anwendung (32 Bit JVM) auf einem Windows Terminal Server über Remote Desktop laufen zu lassen. Es werden maximal 30 Clients gleichzeitig genutzt. Als Konfiguration ist eine VMware Maschine mit 4 Cores und 8 GB RAM vorgesehen. Jetzt stehen zur Auswahl:

  • Windows Server 2003 mit Terminal Server Lizenzen
  • Windows Server 2008 mit Terminal Server Lizenzen
  • Windows Server 2003 mit Citrix Access Essentials

Unter Windows Server 2003 laufen zur Zeit ca. 10 Clients ohne Fehler und in ausreichender Geschwindigkeit. Für den Server 2008 würde der geringere Ressourcenverbrauch und Features wie Remote Drucken, Load-Balancing usw. sprechen. Ähnliche Features bietet auch die Citrix-Variante, allerdings zu einem höheren Preis.

Gibt es unter unseren Lesern schon Erfahrungen mit dem Einsatz des Windows Server 2008 als Terminal Server?