Die Fotos sind während der Plenarsitzung am 30. März 2006 entstanden.



2006 März
Journalismus, Medien, Fotografie, Konzerte, Technik und Lokales in Jena und dem Rest der Welt
Am Freitag den 17. März spielten die zwei Jenaer Bands Who’s Black und GrooveSchmied im F-Haus. Die beiden Bands teilen einige Band-Mitglieder und damit auch eine gemeinsame Geschichte. Die Geschichte von GrooveSchmied ist jedoch mit diesem Auftritt zu Ende gegangen. Die Musik der beiden Bands in Genre einzuordnen fällt schwer, die Selbstdarstellung auf den Homepages spricht bei Who’s Black von schweißtreibendem Funk, eiserner Rockabilly und schepperndem Swing und bei GrooveSchmied von einem satten Stilmix aus Disco, AcidJazz, HipHop, Funk und Soul. Und alle diese Stile und Genres reichen nicht aus, die Vielfalt zu beschreiben. Jeder der Musiker hat etwas eingebracht – das hört man, fühlt man und führt dazu, dass sich die Bands bei jedem Lied an diesem Abend ein Stück weit neu erfunden haben. So macht Musik Spaß.
Auch diesmal war ich mit der Kamera dabei und habe einige der Bilder in die Galerie übernommen.
Heute versammelten sich zum über 200 Ärzte und Mitarbeiter der Universitätsklinik Jena auf dem Holzmarkt, um wegen der aktuellen Arbeitsbedingungen in Streik zu treten. Zum ersten Mal greifen damit die Ärzte der Uniklinik zu diesem Mittel, um ihre Forderungen zu untermauern. Das alte Streikmotto “30% mehr Lohn” wurde zu Gunsten differenziertere Forderungen abgeschafft. Der Bürger und die Politik sollen die Forderungen genauer verstehen und so akzeptieren lernen. Eine pauschale Forderung nach mehr Geld ist in der aktuellen politischen Lage da ehr kontraproduktiv.
Ein paar Impressionen befinden sich auf Happy Arts Homepage.

Streichquartett der Jenaer Philharmonie * Eastside Liebi Rockprojekt * Wilfried Mengs * Josa & Andrea * Die Hohen Dorfer * Düsengang * Liedfass * Janna * Dixielanders * Harald Seime * Vokalkommitee * R Jagusch * Bumfidl * Orje Zurawski * I Compari * ROSA

In der Nacht zum 8. März wurde die Geigenbauwerkstatt von Michael Müller in der Mühlenstraße in Jena nahezu komplett zerstört. Insgesamt wurden durch die Flammen fast 400 Instrumente, darunter viele Geigen, durch die Flamen vernichtet oder durch die enorme Hitze unbrauchbar gemacht. Viele Jenear Musiker und Künstler kennen Michael Müller schon seit vielen Jahren und möchten ihn durch das Benefizkonzert im F-Haus unterstützen. Ich werde mit der Kamera dabei sein.
Ein sehr praktisches Feature von Opera ist die Möglichkeit, Kurzbegriffe für die Suche zu definieren. In der URL-Eingabezeile werden einfach das Kürzel für die entsprechende Suche und danach die entsprechenden Suchbegriffe eingegeben. Leider wird Opera zwar mit vielen, aber im Deutschland wenig hilfreichen Voreinstellungen ausgeliefert. Diese search.ini ist entsprechend angepasst und bietet folgende Suchmögichkeiten:
Bei geschlossenem Opera muss die Datei in das Opera Profil-Verzeichnis geschrieben werden. Der Pfad lässt sich am einfachsten über opera:about ermitteln. Die Datei liegt im ersten dort angegebenen Pfad.
In vielen Notebooks stecken ATI Grafikkarten. Bekanntlich brauchen speziell die 3D-Anwendungen (= Spiele) einen relativ aktuellen Treiber. Neuere Treiber steigern außerdem die Leistung in einigen Bereichen. ATI bringt seit längerem im Abstand von einem Monat ihre aktualisierten Catalyst-Treiber heraus. Für die Notebook-Grafikkarten ist allerdings der OEM-Hersteller verantwortlich und hier fangen die Probleme an. Es gibt wohl kaum einen Notebook-Hersteller, der zeitnah für alle seine Modellreihen noch aktualisierte Treiber anbietet. Der Treiber für mein Notebook ist aus dem Jahr 2003, also quasi unbrauchbar. Die Treiber der normalen Desktop-Grafikkarten lassen sich leider nicht auf dem Notebook installieren. Früher habe ich die Originaltreiber selbst gepatcht (in der INF-Datei müssen entsprechende Vendor-IDs der Notebook-Karten nachgetragen werden). Seit einiger Zeit verwende ich den angepassten Treiber von http://www.omegadrivers.net/. Dieser Treiber läuft nicht nur auf Notebooks, sondern allen ATI-Karten. Allerdings wurden an diesem Treiber viele Anpassungen gemacht, die zwar primär der Geschwindigkeit und Bildqualität zu gute kommen sollen, aber auch unerwünschte Nebeneffekte haben. Die aktuelle Demo-Version von Spellforce 2 läuft hier nicht, sie bricht mit einem Direct3d-Fehler ab. Im Form wird berichtet, das man den neusten ATI Catalyst 6.3 nutzen soll – der bleibt jedoch Usern des Treibers von OmegaDrivers.net verwehrt, da der Entwickler ziemlich tief in der Welt von World of Warcraft verschwunden ist und die Aktualisierung des Treibers einige Wochen dauern kann.
Auf der Suche nach einem Treiber für meine alte ATI Radeon Mobility 9000 bin ich auf http://www.driverheaven.net/patje/ gestoßen. Dort gibt es ein Tool, welches aus dem aktuellen Original-Treiber eine gepatchte Version baut, welche auf dem Notebook zu installieren geht. In meinem Test klappte das installieren auch ohne Fehler, jedoch war nach dem booten der 2D-Bereich komplett unbeschleunigt. Der Patch läuft nicht. Mittlerweile scheint auch ATI generische Mobility-Treiber zu bauen und stellt diese auf http://www.ati.com/online/mobilecatalyst/index.html (glatte 33 MB für einen Grafiktreiber…) bereit. Allerdings bricht schon die Installation mit einem wenig hilfreichen Fehler (INF-Datei nicht gefunden) ab. Der Treiber ist nur für die Raedon Mobility 9600 oder neuer geeignet. Damit steht man mit einem 2,5 Jahre ‘altem’ Notebook im Treiber-Regen.
Der nächste Notebook (MaxData 6100IW) hat eine NVidia-Grafikkarte.
Der Release Candidate des neuen Kaspersky Internet Security 6.0 ist ab sofort auf ftp://downloads1.kaspersky-labs.com/beta/kis6.0/german/ verfügbar. Ich setze die Alpha-Version schon einige Wochen ein und bin sehr zufrieden. Die Suite fasst alle wichtigen Schutzfunktionen zusammen und Kaspersky hat endlich auch die Oberfläche so aufgräumt, das man mit dem Programm arbeiten kann. Es werden im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Produkten relativ wenige Resourcen verwendet, so das man den KIS wirklich ständig laufen lassen kann.
Der bis 10.07.2006 gültige Code lautet: “5BCB6413-C3AC-429C-92C7-A496CEC1C78A3″
Claus lässt uns den Frühling fühlen. Und das ganz ohne einzige Frau auf dem Bild … Für emanzipierte Männer gibt es hier ein passendes Foto von Luis Royo (Wikipedia)

Im Jenear Damenviertel gibt es noch keine DSL-Anschlüsse. Die meisten Aussagen, ob und zu welchem Zeitpunkt der Ausbau begonnen werden soll schwanken zwischen März 2006 und Ende 2008. Fest steht, das Jena bis 2008 komplett mit Breitband-OPAL überbaut werden soll und nach aktuellsten Berichten soll Ende 2006 im Damenviertel mit der Umstellung begonnen werden. Da nahezu jeder Straßenzug aufgebuddelt werden muss, ist nicht damit zu rechnen, dass alle Gebiete gleich schnell oder überhaupt versorgt werden können. Sollte der Ausbau jedoch erfolgen, ist es eine Investition in die Zukunft, denn die Technik kann nach heutigem Stand ohne größere Investitionen VDSL mit 52 MBit/s liefern. Mit der aktuellen Technik sind die Kupferverbindungen von der lokalen Vermittlungsstelle bis zum Anwender im Optimalfall nur 300 Meter, aber maximal 1400 Meter lang und bieten damit Potential für einige hundert MBit.
Für alle, die nicht so lange warten können gibt es seit einiger Zeit eine Alternative: Der private Verein Naos Jena e.V. wird von Frank Nitschke und Christian Gerlitz geführt und stellt im Damenviertel ein WLAN-Netz zur Internet-Versorgung bereit. Es wurde mittlerweile eine komplette WLAN-Infrastruktur aufgebaut. Die Zugangs-Server stehen in der Saalbahnhofstraße, wo mehrere DSL-Anschlüsse den Zugang in das Internet bereitstellen. Von dort aus geht es per Richtfunk-Antenne in die Kollwitz-Straße, von der aus eine Sektorantenne auf dem Dach möglichst große Bereiche des Viertels abdeckt. Jeder Benutzer erhält einen WDS-fähigen Access Point, der in vielen Fällen auch wieder für andere Benutzer als Zugangspunkt geht. Dadurch wird die Netzabdeckung mit zunehmender Benutzerzahl besser. In fast allen Straßen ist jetzt mindestens ein AP in Funk-Reichweite. Ein Zugang kostet für Privatanwender 25 Euro im Monat. Der passende WLAN-Router Linksys WRT54GS mit speziell angepasster Firmware wird für einmalig 75 € geliefert. Die Geschwindigkeit ist mit bis zu 350kb/Sek im Download absolut ausreichend, bricht allerdings in den Abendstunden z.T. deutlich ein. Allerdings gibt es eine merkliche Verzögerung der Antwortzeit nach einem Klick im Browser, da die Latenz durch die Funknetze z.T. deutlich über 300ms betragen kann. Da zu einem vollständig funktionierenden WLAN-Netz eine große Zahl von räumlich verteilten Komponenten funktionieren muss, ist von einer geringeren Zuverlässigkeit im Vergleich zu DSL-Anschlüssen oder gar Standleitungen auszugehen.
Mittlerweile sind über 75 Mitglieder am WLAN-Netz angeschlossen. Mit allen Infrastruktur-Access Points verteilen über 100 Router die Daten. Der Verein investiert kräftig in weitere Infrastruktur. Gerade wurde ein neuer 16 MBit DSL-Anschluss geschaltet und es wird an einem Überbau der Hauptverbindungen mit einem 5 GHz Netz gearbeitet. Der normale 2,4 GHz Bereich ist mittlerweile so dicht, das die Zahl der sendenden Geräte nicht mehr deutlich zunehmen darf. Selbst eine Optimierung der Sendeleistung der einzelnen Router sowie die strategische Verteilung der WLAN-Kanäle reduzieren die Probleme nur. Der Verein plant deshalb, sich um eine WiMax-Lizenz zu bewerben. Viele der genannten Probleme würden mit WiMax-Technik umgangen.
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