2006 Juni

7. February 2012

Bilder aus Jena: Fussball WM 2006 Deutschland-Ecuador

Es scheint, wir leben in einem neuen Deutschland. Die Fans nehmen sich spontan in die Arme und singen gemeinsam die Deutsche Nationalhyme mit. Sogar der Text klappt fehlerfrei. Die nächsten Stunden vor der Großbildleinwand zeigen: die jungen Menschen wollen feiern. Sie feiern alle aus dem selben Grund und beziehen alle mit ein, die ebenso feiern. Hauptfarbe und Herkunft sind egal, denn alle feiern miteinander. Es ist schön. So soll es immer bleiben.

Mehr Bilder vom Johannistor in Jena befinden sich in der Galerie.

Fusball WM 2006 Deutschland-Ecuador am Johannistor Jena
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Kommentar: Ärzte-Tarifvertrag

Ã�rztestreik in JenaIm längsten Ärztestreik der Nachkriegsgeschichte wurde am 16. Juni 2006 ein Tarifvertrag zwischen dem Marburger Bund und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder errungen. Der Tarifvertrag wird einerseits als historisch gewertet, da der Marburger Bund als Vertreter für über 100.000 Ärzte einen eigenen Vertrag abschließen konnte. Andererseits sind gerade die ostdeutschen Ärzte mit dem Angebot keineswegs zufrieden (hier, hier und hier).

Der Tarifvertrag ist hart erkämpft. Die Ärzte starteten vor einigen Monaten mit der Forderung nach einer 30-%-Gehaltserhöhung sowie besseren Arbeitsbedingungen und streikten an einigen Kliniken sogar unbefristet. Der Streik drückt das Dilemma aus, in dem sich die Mediziner befinden. In den letzten Jahren hat sich die Situation für Ärzte deutlich verschlechtert. Durch die Einführung von immer neuen Dokumentationspflichten (z.B. dem DRG-System) hat sich die effektive Zeit mit dem Patienten immer weiter verringert. Die zunehmende Zahl von offenen Stellen einerseits sowie der Personalabbau durch Kostendruck andererseits sorgen dafür, dass die Ärzte zusätzlich zu den normalen Überstunden bis zu acht mal im Monat 36h-Dienste leisten müssen. Ein Fluglotse erbringt eine ähnlich verantwortungsvolle Arbeit, würde jedoch bei den Arbeitszeiten der Mediziner sofort seine Lizenz verlieren.
Bevor die Mediziner mit einem guten Gehalt und sozial verantwortbaren Arbeitszeiten rechnen können, müssen sie eine 6jährige Ausbildung und einen langen Weg durch die tiefe Hierarchie des Klinikbetriebes gehen.

Bis vor wenigen Jahren waren die Ärzte damit zufrieden, diesen langen, idealistisch geprägten Weg zu gehen und in der Mitte des Lebens einen in der Gesellschaft akzeptierten Stand mit passendem Gehalt zu haben. Das Selbstverständnis der Ärzte und die Gesellschaft um sie herum haben sich jedoch gewandelt. Im Zeitalter der Dienstleistungen ist der Arzt nicht mehr der Halbgott in Weiß, sondern wird zunehmend ein Dienstleister, wie es sie in vielen anderen Bereichen unseres Lebens gibt. Die Patienten blicken nicht mehr zum Arzt herauf, sondern fordern ihr vermeintliches Recht mit zunehmenden Nachdruck (denn sie haben ja auch 10 € Praxisgebühr bezahlt…). Die jungen Medizinstudenten wissen, dass sie sich auf ein langes und anstrengendes Studium (für das der Staat gut 250.000 € pro Student investiert) einlassen und ein hartes Arbeitsleben vor sich haben, in welchem wenig Zeit für Familie und Freizeit bleibt. Sie wissen aber auch, dass eine anspruchsvolle Arbeit auch von Beginn an angemessen bezahlt werden muss, schließlich machen es die anderen Länder vor, die bei besseren Arbeitsbedingungen das dreifache Gehalt zahlen.

Doch die Ärzte hatten es bis jetzt versäumt, mit einer eigenen gewerkschaftlichen Vertretung für diese Rechte zu kämpfen. Ein Streik kam für viele schon aufgrund der ärztlichen Ethik nicht in Frage. Diese Zwickmühle sorge dafür, dass der Reallohn der Ärzte in den letzten Jahren deutlich gefallen ist.

Um so bedeutender ist die aktuelle Entwicklung: Die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag führten dazu, dass die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am 19. Mai ein Tarifangebot an die Gewerkschaft ver.di vorlegte, welches nur als Mogelpackung bezeichnet werden kann. Es wurde zwar eine Gehaltserhöhung angeboten, aber nicht kommuniziert, dass im gleichen Zuge Urlaubs- und Weihnachtsgeld gestrichen wird. Das reale Gehalt änderte sich dadurch nur wenig. Offensichtlich versuchte die TdL auf Zeit zu spielen, denn ein effektiver Streik der Ärzte war eher unwahrscheinlich.

Was vor Jahren sicherlich noch funktioniert hätte, tat es diesmal nicht. Die Ärzte fühlten sich gekränkt und beantworteten das Angebot der TdL mit einem nie dagewesenen landesweiten Streik. Hätte die TdL zu diesem Zeitpunkt einen moderates Tarifangebot abgegeben, wäre vermutlich die Streikbereitschaft deutlich geringer ausgefallen. Zum ersten Mal zeigen die Ärzte, das ihnen zwar das Wohl des Patienten wichtig ist (unter anderem durch entsprechende Notdienstvereinbahrungen), aber sie auch bereit sind, dem Patienten etwas zuzumuten, um ihren eigenen Forderungen entsprechenden Nachdruck zu verleihen. Bei der TdL rechnete offenbar niemand damit, dass die Ärzte den Streik lange durchhalten. Es ist kaum zu erklären, dass der Vorsitzende der TdL Hartmut Möllring wochenlang eine harte Taktik fährt und Verhandlungen weitere komplett ablehnt. Zwischenzeitlich sieht der Marburger Bund die Chance, zu einer wichtigen Vertretung für die Ärzte zu werden und fordert einen eigenen Tarifvertrag, denn der MB hatte knapp 100.000 Ärzte (davon 22.000 an Unikliniken) unter Vertrag, während ver.di nur etwa 600 Ärzte vertritt.

Der Streik wurde seit 12. Juni an einigen Kliniken unbefristet weitergeführt und die Nervosität steigt bei allen Beteiligten, denn allein die Ausfälle bei den Unikliniken sollen sich mittlerweile auf über 100 Millionen Euro summieren. Der politische Druck auf die TdL wächst, da weitere Einkommensausfälle für die Kliniken kaum noch zu verkraften sind. Aber auch der Druck für den MB wächst, denn der Bund besitzt kaum Streikrücklagen und die Streikenden müssen empfindliche Einkommensverluste hinnehmen.

Am 16. Juni legte die TdL dem Marburger Bund ein eigenes Angebot vor. Damit wird erstmals der Marburger Bund als eigenständige Interessenvertretung der angestellten Ärzte akzeptiert. Allein diese Tatsache ist so bedeutend, dass eine Zustimmung zu dem Tarifvertrag wahrscheinlich erscheint. Der Vertrag enthält erstmals eine reelle Gehaltsteigerung für alle angestellten Ärzte und einige kleinere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Viele der Punkte sind jedoch als ‚Kann-Bestimmung’ formuliert und damit im marktwirtschaftlich gesteuerten Alltag so gut wie wirkungslos. Erstmals gibt es 25% mehr Geld für Bereitschaftsdienste, allerdings nur an Feiertagen, nicht am Wochenende und nicht in der Nacht. Damit ist dies nicht mehr als ein kleines Bonbon. Der Tarifvertrag ist jedoch noch weit entfernt von dem, was sich andere Berufsstände sichern konnten. Weitere Punkte geben hauptsächlich das zurück, was im ersten Tarifangebot gestrichen wurde.

Mit dem Vertrag wird die lange diskutierte Ost-West-Schere auf weitere Jahre zementiert. Ein Arzt im Osten erhält für die gleiche Arbeit zwischen 400 € und 900 € weniger Grundgehalt im Monat als ein Arzt im Westen. Nachdem aufgrund von Studien über die Kostenstruktur der alten und neuen Bundesländern sogar der Harz IV-Satz angeglichen wurde, ist der fast 13%ige Gehaltsabschlag kaum noch zu begründen und führt möglicherweise dazu, dass der Streik fortgesetzt wird. Schon heute arbeiten in Ostdeutschen Kliniken eine große Anzahl von Medizinern aus Polen, Russland und anderen östlich liegenden Ländern. Das Ost-West-Gefälle existiert lange nicht nur in Deutschland, sondern erstreckt sich weit über die Ländergrenzen hinaus.

Der Streik wurde mit dem Ziel nach mehr Gehalt und besseren Arbeitsbedingungen geführt. Es wird mehr Gehalt geben, aber wie sieht es mit den Arbeitsbedingungen aus? Der neue Tarifvertrag wird in diesem Punkt kaum zu einer Besserung führen. Es kann sogar das Gegenteil eintreten, wenn die Kliniken den höheren Kosten mit einem weiterem Stellenabbau entgegnen wollen. Um mehr Freizeit zu schaffen, müssen die Dienste auf eine größere Anzahl von Mitarbeitern verteilt werden und das Geld durch das Grundgehalt, nicht durch die Überstunden verdient werden. Da Bürokratie und Dokumentationspflicht kaum abgebaut werden können, sollten spezielle Mitarbeiter diese Arbeit den Ärzten so weit wie möglich abnehmen. Ein Erfolg wäre es, wenn sich für jüngere Ärzte eine frühe Subspezialisierung finanziell lohnt. Lukrativ wäre auch, wenn die Mehreinnahmen durch Privatpatienten dem behandelnden Arzt zustehen und nicht in der Chefetage hängen bleiben. Diese und viele weitere Punkte sind wichtig, wenn es darum geht, die Abwanderung der jungen Mediziner in die Pharmabranche oder ins Ausland zu verhindern.

Die Symbolik des Streiks und das Verhandlungsergebnis lassen sich nicht in Euro messen. Die Ärzte haben gezeigt, dass dem neuen Anspruch von Staat und Patienten an die Mediziner auch ein neuer Anspruch an den Arbeitgeber folgt. Die Politiker müssen erkennen, dass ethische Gründe die Ärzteschaft nicht an einem Streik hindern konnten. Die Tarifgemeinschaft hat gemerkt, dass die harte Haltung gegenüber dem Marburger Bund die Kliniken viele Millionen Euro gekostet hat.

Die alles entscheidende Frage ist jetzt, wie es weiter geht. Die Ärzte haben ein paar Euro mehr und einen eigenen Tarifvertrag auf der Habenseite. Das allein ist nicht viel, nährt allerdings die Hoffnung, in den nächsten Jahren weitere Forderungen, wie verbesserte Arbeitsbedingungen, effektiver durchsetzen zu können. Den Streik jetzt zu beenden wäre ein Zeichen, das Erreichte hinzunehmen und als maximalen Kompromiss zu akzeptieren. Die Signalwirkung auf andere Gruppen der Ärzte und sogar andere Branchen bleibt trotzdem nicht aus. Den Streik zu beenden festigt auch das Ost-West-Gefälle wieder über mehrere Jahre. Umgekehrt ist kaum zu ermitteln, was bei einer Fortsetzung des Streiks passieren wird. Ist mit den beiden aktuellen Verhandlungsführern ein weiteres Kompromissangebot möglich? Und wird die Bevölkerung weiterhin so viel Verständnis zeigen? Doch möglicherweise war das alles nur der Anfang, denn 70.000 Mediziner an 700 kommunalen Kliniken sehen ihre Chance.

Ärztedemo in den Jenaer Medien, Teil II

Der erste Artikel beschreibt die unterschiedliche Gewichtung und Qualität der Berichterstattung über den Streik der Ärzte in den Jenaer Medien. Es ist aufgefallen, das die „Thüringische Landeszeitung“ (TLZ), insbesondere die Redaktionsleiterin und Autorin des Artikels Lioba Knipping, einen sehr subjektiv geprägten Stil der Berichterstattung zum Thema des Ärztestreiks hat. Der Eindruck hat sich die letzten Wochen weiter verstärkt. Die hier zitierten Artikel sind leider nicht dauerhaft online erreichbar.

Der Artikel „Patienten: 40 Prozent weniger“ vom 09.06.2006 beginnt mit folgendem O-Ton:

Jena. (tlz/ide) “Es kocht bei den Mitarbeitern des Uni-Klinikums.” Diese Einschätzung in Zeiten fortgesetzten Ärztestreiks gab gestern Personalrats-Chef Dr. Andreas Leichsenring. Es gehe jetzt um die Frage, wie der Betriebsfrieden zu sichern sei. Leichsenring schätzte ein, dass das Klinikum derzeit 40 Prozent weniger Patienten hat als an normalen Tagen. “Stationen werden dicht gemacht; Schwestern nehmen Urlaub oder bummeln Überstunden ab.”

Andreas Leichsenring (SPD, Vertreter der Angestellten im Hauptpersonalrat beim Thüringer Ministerium für Wissenschaft,
Forschung und Kunst
, Bild) hatte schon im ersten Artikel der TLZ (Scan, Diskussion) die Gelegenheit zu einem unsachlichen O-Ton. Dieses Zitat wurde entsprechend mit einem offenen Brief von Dr. med. Gunter Skirl, Oberarzt der Abteilung für Neuropädiatrie beantwortet und klargestellt, das es eine private Meinung ist, die hier geäußert wird. Als Einstieg für einen Zeitungsartikel ist ein solches Zitat ebenso nur geeignet, die persönliche Meinung zu stützen.

Derweil kursiert im Klinikum ein Schreiben von Vertretern des mittleren medizinischen Personals, in dem gefragt wird, “ob das fair und verantwortungsvoll ist, was die Ärzte derzeit veranstalten”. Schwestern und Pfleger hätten das Gefühl, “dass es unseren ärztlichen Kollegen egal ist, wie es uns geht”. Da werde ein unbefristeter Streik ausgerufen “mit der Möglichkeit, Patienten in andere Kliniken zu verlegen. Und das alles, damit sie noch mehr verdienen!”

Dieser Abschnitt zitiert ein Schreiben, ohne jedoch eine Quelle zu nennen. Der Inhalt ist um so Verwunderlicher, denn in verschiedenen persönlichen Gesprächen mit Ärzten wurde mir versichert, dass es sich in der Mehrheit der Fälle genau gegenteilig verhält.

Ob denn 3400 Euro plus Vergütung für Bereitschaftsdienste, plus Vergütung für Überstunden wirklich so wenig für einen gerade ausstudierten Arzt seien?, wird gefragt.

Wer fragt das? Die Zahl 3400 € deutet auf das erste Tarifangebot hin, gilt aber erst im zweiten Assistenzjahr. Nach BAT-OST verdient ein 27jähriger Assistenzarzt 3027 € bzw. nach dem ersten Tarifangebot 3200 €/Monat (das entspricht rund 1800 € netto).

Bekannt sei, dass die Ärzte sich zum Teil nicht mit ihren Chefs verstünden. Mehr Geld oder ein Tarifvertrag würden dieses Problem jedoch nicht regeln.

Bekannt ist auch, dass die Ärzte bestimmt nicht streiken, weil „sie sich zum Teil nicht mit ihren Chefs verstünden“, sondern weil die Arbeitsbedingungen für die Mediziner immer schlechter werden. Das zwischenmenschliche Probleme nicht durch Streiks oder Probleme gelöst werden können, ist allen beteiligten Seiten sicherlich klar, aber auch nicht Teil des Problems, um das es geht.

Jenas Ärzte stellen u.a. per Internet ihre Sicht auf die Dinge öffentlich dar: Zum Beispiel wird unter ” sklaven-in-weiß.de” Personalratschef Leichsenring darauf hingewiesen, dass Tarifeinheit im selben Unternehmen eben nicht Usus sei – siehe Deutsche Bahn oder Lufthansa.

Es ist positiv, das auch auf die Sicht der Ärzte verwiesen wird. Es ist jedoch anzunehmen, dass nicht jeder TLZ-Leser beim Lesen des Artikels sofort ins Internet geht und hunderte Links der Seite verfolgt, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Der durchschnittliche Zeitungsleser kann erwarten, dass er in einem Artikel über alle wichtigen Aspekte und Sichtweisen des Themas informiert wird und sich mit diesen Informationen eine eigene Standpunkt bilden kann. Ein Journalist sollte sich über seine Gatekeeperfunktion sehr genau im Klaren sein und diese nicht, wie hier im Beispiel der TLZ missbräuchlich verwenden.

Am 13.06.2006 erschien in der TLZ der Artikel „Verständlich, aber nicht solidarisch“ von Barbara Glasser. Dieser Artikel führt die Desinformation in bekanntem Muster weiter. Die einzige Informationsquelle scheint Andreas Leichsenring zu sein, denn auch in diesem Artikel hat er Gelegenheit, seine persönliche Meinung zu äußern:

Jena. (tlz) “Wir haben den Eindruck, dass es den streikenden Ärzten am Klinikum nur noch darum geht, einen eigenen Tarifvertrag zu bekommen”, sagte gestern Dr. Andreas Leichsenring, der Vorsitzende des Personalrats am Klinikum. Denn eigentlich seien alle Probleme, die sich durch Tarifvertrag lösen lassen, inzwischen geklärt.

Scheinbar gibt es eine ausführliche Zusammenarbeit mit Andreas Leichsenring, da er sowohl von Lioba Knipping als auch Barbara Glasser regelmäßig zitiert wird. Die Zusammenarbeit geht dabei mindestens bis in das Jahr 2004 zurück, wie ältere Artikel der TLZ zeigen. Andere Quellen wurden zitiert, aber oftmals nicht mit Namen genannt. Im weiteren Verlauf des Artikels kommt noch ein zweiter Mitarbeiter des Personalrats zu Wort, der selbstverständlich die Sicht seines Chefs, Herrn Leichsenring, unterstützt. Weitere Quellen, wie z.B. die streikenden Ärzte selbst erhalten kein öffentliches Forum. Da verwundert es nicht, das ein Kommentar (von Michael Gugel) auf diesen Artikel nicht lange auf sich warten ließ.

Die „Gute Nachricht für Patienten“ verkündete die TLZ am 16.06.2006. Doch der Artikel beginnt gleich mit einer Falschaussage:

Jena. (tlz) Der Ärztestreik ist beendet:

Der Streik ist nicht beendet, sondern wird ausgesetzt. Der Streik ist erst beendet, wenn dies auf einer Urabstimmung beschlossen wird. Es ist durchaus möglich, dass besonders die Ärzte im Osten den neuen Tarifvertrag nicht anerkennen werden und der Streik fortgesetzt wird. Am Montag findet eine Ärzteversammlung statt, in der das weitere Vorgehen beraten werden soll. Die Ärzte nehmen jedoch ab Montag ihre normale Arbeit wieder auf.

Bilder aus Jena: Fussball WM 2006 Deutschland-Polen

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Bilder von Aqua Fantasy Jena

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Aqua FantasyAqua FantasyAqua Fantasy

Bilder vom Wave Gothic Treffen Leipzig

Die Bilder vom Wave Gothic Treffen Leipzig sind online.

Link: Weitere Fotos vom WGT 2006, WGT 2009 und vom WGT 2010

Wave Gothic Treffen 2006
Wave Gothic Treffen 2006
Wave Gothic Treffen 2006

Ärztesterben auf dem Holzmarkt Jena

Die Kliniksärzte haben es in der letzen Zeit besonders schwer. Zu den üblichen 36 Stunden Diensten kommt jetzt noch Möllring und ein Stapel untauglicher Tarifangebote hinzu. Da gibt es auch mal ein Opfer zu beklagen. Heute auf dem Holzmarkt in Jena gab es sogar ein Massensterben. Etwa 50 Weißkittel versammelten sich am Mittag zum gemeinsamen Uhrenvergleich. Pünktlich fünf nach 12 war es dann so weit: vor den Augen der Patienten Passanten fielen die Ärzte einfach um. Auf diese außergewöhnliche Situation waren die Ärzte gut vorbereitet, denn die leblosen Körper hielten den zahlreich anwesenden Medienvertretern eine Tafel mit der Diagnose ihrer eigenen Todesursache unter die Augen. Begleitet wurde das makabere Schauspiel von der Sirene eines Notarztwagens. Während die meisten Opfer gut 10 Minuten und mit geschlossenen Augen regungslos verharrten, gab sich Tine (Name der Redaktion bekannt) zwar sichtlich Mühe, ihr Grinsen aus dem Gesicht zu streichen und das Kichern zu unterdrücken, was ihr schlussendlich doch nicht gelang. Zwischenzeitlich konnten sich die Pressevertreter Fragen wie „Warum sterben die Ärzte nicht alle in stabiler Seitenlage?“ nicht verkneifen. Nach zehn Minuten wirkten wundersame Heilkräfte auf die Liegengebliebenen und schenkten jeden von ihnen ein Flugticket in die Schweiz. Das Angebot war offensichtlich so attraktiv, dass alle Ärzte erwachten und unter spontanem Beifall der Passsanten gemeinschaftlich den Platz verließen.

Eine Bilderserie befindet sich in der Galerie. Das mdr Thüringen Journal bringt um 19.00 Uhr eine passende NIF dazu.

Aertzesterben auf dem Holzmarkt Jena