MaxData hat sich mit seinem ersten Dual Core Notebook viel Zeit gelassen. Nach vielen Monaten ständiger Verzögerung des Auslieferungstermins habe ich jetzt die von mir bestellte Wunschkonfiguration geliefert bekommen.
Die Konfiguration ist weitgehend nach eigenen Wünschen möglich, so können CPU, Festplatte, optisches Laufwerk, internes Bluetooth-Modul, Software usw. beliebig gewählt werden. Enthalten ist eine 36 Monate Bring-in-Garantie inkl. 12 Monate Pick-up & Return-Service. Gegen Aufpreis (2 Jahre: 48 €, 3 Jahre: 98 €) wird ein 2-Day-Sprint-Service angeboten. In der Regel erhält man innerhalb von 48h (Werktags, ab Abholung gerechnet) das fertig reparierte Gerät zurück.
Das solide gebaute Notebook ist schlicht gestaltet – wer ein schickes Notebook braucht, sollte sich ehr bei Sonys VAIO Serie umschauen. Alle Anschlüsse befinden sich an den vorderen Seiten des Notebooks (links: Port-Replikator, LAN, DVI, S-Video, 2 x USB, vorn: 3 x Audio, FireWire, rechts: Schloss, USB, Modem, DVD, USB, CardExpress, Card-Reader). Das DVI-Kabel als auch der DVI-VGA-Adapter müssen extra bestellt werden. Das Notebook ist kaum größer (355 x 25,5-35,2 x 254,5) als das TFT im Deckel, damit passt gerade noch so in die gängigen Notebooktaschen. Das Gewicht von 2,7kg ist für diese Klasse normal, es wird ein Lithium-Ion-Akku mit 51 W / 4800 mAh verwendet, der etwa 2-3h hält.
Beim Display konnte MaxData der Versuchung widerstehen, eines dieser modernen ‚Glare’-Displays einzubauen. Diese haben so gut wie keine Entspiegelung, was zwar den Kontrast unter optimalen Beleuchtungsbedigungen erhöht, den Notebook aber gerade im Freien fast unbrauchbar macht. Das verwendete Display ist sehr hell, hat einen neutralen Weißpunkt und hat wie bei Notebooks üblich eine deutliche Blickwinkelabhängigkeit. Das TFT ist angenehm entspiegelt, so dass es auch bei direkter Sonnenbestrahlung lesbar bleibt.
Dass MaxData im Business-Segment arbeitet und zu einem guten Preis bessere Qualität liefert, als die gängigen Billig-Anbieter der Discounter merkt man spätestens dann, wenn das Notebook bei Volllast arbeitet und es immer noch kaum hörbar bleibt. Der Lüfter (links oben) ist temperaturgeregelt und springt erst recht spät an. Die Festplatte ist gut gedämpft und ebenso leise.
Bei der Installation fangen die Probleme an: Die komplette Festplatte des alten Notebooks hatte ich mit Acronis True Image auf eine externe USB/Firewire Festplatte gesichert. Die aktuelle Build 3641 der Acronis Boot-CD läuft auf dem neuen Notebook ohne Problem, da ich den ACPI-Modus für die S-ATA Platten noch nicht aktiviert hatte. Sollte die Boot-CD mit ACPI nicht laufen, einfach während die Anzeige „Acronis Loader wird gestartet…“ F11 drücken und „noapic acpi = off“ eingeben. Acronis weigerte sich jedoch, mein frisches Backup zurückzuspielen. An unterschiedlichen Stellen brach es immer mit der Meldung ab, dass das Archiv defekt ist. Auch das Erstellen eines neuen Archivs und den Anschluß der externen Festplatte wahlweise per USB oder FireWire brachten keine Lösung. Im Notfall steht man mit so einem defekten Acronis Backup ziemlich allein da … Die Lösung war dann die c’t PE Boot-CD, welche ich vor einiger Zeit erstellt hatte. Dort befindet sich das nur 192 kb große Programm Drive Snapshot, welches innerhalb kurzer Zeit eine Bytegenaue Kopie der alten Platte auf die neue Platte zauberte.
Das so erstellte Abbild der Festplatte lief im neuen Notebook ohne ein weiteres FIXMBR. Allerdings bootete Windows auf dem neuen Notebook nur bis zu den ersten Gerätetreibern und startete sofort den Rechner neu. Jetzt gibt es entweder die Möglichkeit, das Windows komplett neu zu installieren oder die alte Installation wieder zum Laufen zu bekommen. Dazu wird von der Original Windows CD gebootet und das alte Windows repariert. Dieser Modus ist nicht zu verwechseln mit der Reperaturkonsole („R“ kurz nach dem Start). Beim Start der Installation von Windows wird man gefragt, ob das gefundene Windows aktualisiert oder ein neues erstellt werden soll. Beim aktualisieren wird ein Teil der Registry gelöscht und alle Windows-Systemdateien überschrieben. Dadurch werden alle Geräte beim nächsten Start neu erkannt und man ist die alten Gerätetreiber gleich mit los. Bei einem Umstieg von einer Single Core CPU auf eine Dual Core CPU wird gleich die Multiprozessor HAL mit installiert („ACPI Multiprocessor PC“ im Zweig Computer des Gerätemanagers). Der Vorteil dieser Upgrademethode ist, das alle installieren Programme weiterhin lauffähig bleiben, da ‚nur’ das Windows-System ausgetauscht wird. Dabei gehen jedoch auch alle Sicherheitsupdates verloren, so das diese neu installiert werden müssen. Es ist deshalb sinnvoll, sich das aktuelle Service Pack 2 und die Sammelupdates von WinBoard vor dem Update aus dem Netz zu ziehen und bereitzulegen. Ein normales Windows Update ist nach der Installation dieser Pakete meist trotzdem noch nötig. Nach dem SP2 sind es immerhin über 50 als wichtig eingestufte Pakete die entweder schon im WinBoard-Paket enthalten sind oder sonst einzeln eingespielt werden.
Im BIOS ist es möglich, die AHCI-Funktion für den S-ATA Controller aus- und einzuschalten. Ausgeliefert wird der Rechner mit ausgeschalteter AHCI-Funktion. Damit kann Windows die Festplatten ohne zusätzliche Treiber ansprechen. Der AHCI-Modus bietet jedoch unter anderem den Vorteil, das die S-ATA Funktion Native Command Queueing genutzt werden kann. Windows benötigt einen speziellen Treiber, um den ICH7-Controller im AHCI-Modus anzusprechen. Der Treiber muss beim Start der Windows CD mit F6 geladen werden. Intel bietet dazu ein Floppy Configuration Utility an, welches eine Diskette mit dem Treiber erstellt. Nachdem das Windows-System läuft, ist keine Umstellung mehr möglich, man sollte also vorher überlegen, welcher Modus genutzt werden soll. Wenn das System läuft sorgt der Intel Matrix Storage Manager für die Verwaltung. Mit diesem Treiber erkennt Acronis keine Festplatten mehr und meldet nach dem Start: „E00010F4 Acronis True Image hat keine Festplattenlaufwerke gefunden“. Die Lösung ist die Installation des Treiberupdates von Acronis.
Die Treiber für die im Notebook eingesetzt Grafikkarte NVIDIA GeForce Go 7400 befinden sich auf der MaxData CD. Erfahrungsgemäß aktualisieren die Hersteller den Treiber jedoch recht selten. NVIDIA stellt ebenso wie ATI leider keine generischen Treiber für Notebooks bereit. Die Seite LaptopVideo2Go stellt fast jede Treiberversion mit einer angepassten INF-Datei zur Verfügung. Ich konnte ich nur die 84er Serie zum laufen bekommen, die höheren Versionsnummern verabschiedeten sich mit einem Bluescreen in nv4_mini.sys. Die Webseite NGOHQ.com bietet aktualisierte Treiber basierend auf der Version 91.37 von NVIDIA an, die jetzt auch auf Laptops funktionieren. Dieser Treiber zeigt (gemessen mit Fraps) etwas höhere Geschwindigkeit bei Spellforce im Vergleich zum 84er Treiber.
Weitere Quellen für Treiber:







Über 300.000 Besucher machten den 10. Thüringentag in Jena zum wahrhaft größten Volksfest im Freistaat. Bei strahlendem Sonnenschein säumten allein beim Festumzug der “Thüringer Geister” am Samstagnachmittag 40.000 Menschen die Straßen in Jenas Innenstadt.






























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