2006 Dezember

7. February 2012

Netzkrümel vom 20. Dezember 2006

In der neue Rubrik „Netzkrümel“ werden ab sofort alle Textschnipsel gesammelt, die für einen eigenen Artikel zu kurz, aber zum Weglassen zu schade sind:

• Copernic hat die Version 2.02 seiner Desktop Suche herausgebracht. Die Toolbar funktioniert jetzt mit Firefox 2.0 und es gab Stabilitäts- und Performancefixes.

• Nero gibt es jetzt in Version 7.5.9.0a, allerdings nur in einigen Sprachen. Hier der deutsche Download.

• Die Website der Süddeutschen Zeitung hat ein neues Layout. Es ist sehr schlicht und hat den Charme eines auf eine Spalte zusammengeschrumpftem Zeitungslayout. Wenigstens sind die Bilder farbig. Weitere Kritik bei Netzausfall.

• Für das nächste Jahr benötige ich eine neue Buchhaltungssoftware. Vor langer Zeit hatte ich QuickBooks genutzt und war zufrieden damit. Allerdings war die Software zu sehr auf einfachste Bedienung optimiert und hat z.B. Vorsteuer und Umsatzsteuer auf ein einziges Konto gebucht, was eine unkomplizierte Ermittlung der Steuer beim Steuerberater verhinderte. Im Moment ist der Sage PC Kaufmann im Einsatz. Das Programm ist sehr leistungsfähig, aber nicht fehlerfrei und z.T. umständlich zu bedienen. Bei der Suche nach einer Alternative bin ich auf die Seite http://www.buchhaltungssoftware.in-research.info/ gestoßen. Dort gibt es eine ausführliche Liste der Funktionen und Kosten bekannter Buchhaltungssoftware.

WP-ShortStat ist in Version 1.12 erschienen. Die Datenbank benötigt jetzt nur noch etwa halb so viel Platz wie in der vorhergehenden Version.

• Wer einen Rechner mit viel RAM hat, aber langsamer Festplatte hat, kann über Systemsteuerung|System|Erweitert|System Leistung – Einstellungen|Erweitert|Speichernutzung|System Cache einstellen und beschleunigt damit das System merklich. Erst Windows Vista kann besser mit viel RAM umgehen.

• Das Nachtleben von Jena hat ein neues Internet-Portal: Jnights.de. Neben den obligatorischen Konzertkalender lebt die Seite vor allen von den vielen Bildern der Partys. Viel AJAX und eine angenehme Optik peppen die Seite auf. Eine ausführliche Kritik folgt.

Nuance entdeckt die Blogger und bietet ihnen ein Test ihrer Spracherkennungssoftware Drago Naturalspeaking 9 an.

• Laut Don Alphonso wurden alle Profile von StudiVZ vom Server gezogen und stehen für erste statistische Auswertungen bereit. Wer die Profile geholt hat und was damit passieren soll verriet Don noch nicht.

Buchkritk „Meinungsführer oder Populärmedium?“

spon_buch.jpgIst der Spiegel Online ein Meinungsführer oder ein Populärmedium? Diese Frage stellt sich Julia Bönisch in ihrem Buch.

Das erste Kapitel des Buches gibt einen Einblick in die Arbeit bei Spiegel Online. Allerlei wichtige und vor allem unwichtige Details aus dem Arbeitsleben der Spon Redakteure lesen sich flüssig und laden zum schmunzeln ein. Man gewinnt einen Einblick in die Arbeitsweisen der Redaktion und lernt die immense Bedeutung der Nachrichtenarchitekturen für Spon kennen. Der Vorteil der Aktualität der Seite wird mit einem enormen Zeitdruck auf die Journalisten erkauft. Dieser Druck führt dazu, das mitunter Informationen ungeprüft übernommen werden, nur um der erste zu sein. Die besondere Bedeutung der Rubrik Panorama wird ebenfalls ausführlich beleuchtet. Auch die Kritiker von Spiegel Online werden ausführlich gewürdigt. Insbesondere der Einblick in die Blogsphäre ist umfassend und gelungen.

Die nächsten drei Kapitel sind überschrieben mit „Kommunikationswissenschaftlicher Exkurs“ und beleuchten die Forschung der letzen Jahre in den klassischen Themen der Medien- und Kommunikationswissenschaft: Gatekeeper und Agenda-Setting. Für Journalisten oder Studenten der Medienwissenschaft ist wenig neues enthalten. Für alle anderen ist es eine gute Einführung in die Grundlagen und liefert theoretische Hintergründe, bringt jedoch die Beantwortung der Frage des Buches nur wenig weiter.

Der empirische Teil ist der dritte und letze Abschnitt des Buches. Frau Bönisch hat Ende 2004 sieben Leitfadeninterviews geführt und Journalisten aus verschiedenen Medienbereichen einen Online-Fragebogen vorgelegt, der 151 mal beantwortet wurde. Die Ergebnisse zeigen, das Spiegel Online extrem häufig genutzt wird (von 95% der Nachrichtenredakteure) und mittlerweile sogar bundesweit Themen vorgeben kann (meinten ca. 60% der Befragten). Der wirkliche Einfluss wird auch mit diesen Zahlen kaum zu zeigen sein. Interessant sind die Zitate, die einen guten Einblick in die Denkweise der Journalisten erlauben. Es ist zu spüren, das Bedeutung von Spiegel Online sehr hoch ist, aber dies nicht alle Journalisten so klar ausdrücken möchten.
Die Zahlen des Buches unterstreichen hauptsächlich das, was man zu diesem Thema erwartet. Spannender an dem Buch sind die vielen Zitate, welche die Vielzahl der Arbeitsweisen der Journalisten der unterschiedlichsten Medien zeigen. Das Buch lädt ein, den Spiegel Online von einer anderen Seite zu betrachten. Das ist gleichzeitig der größte Wert des Buches.
Weitere Kritiken bei Spiegelkritik, Netzausfall und Indiskretion Ehrensache.

“Meinungsführer oder Populärmedium? Das journalistische Profil von Spiegel Online?, Münster 2006, 192 Seiten, 12,90 Euro, ISBN 3825893790, Lit Verlag, hier bestellen.

Rückblick der Wirtschaftsjunioren Jena/Saale-Holzland

Seit Mitte des Jahres sind wir Mitglied bei den Jenaer Wirtschaftsjunioren und es hat sich schon gelohnt. Wir konnten erstmals umfangreiche Kontakte in die Jenaer Szene knüpfen und haben auch schon den ersten Auftrag erhalten: wir konzipieren und entwickeln ein umfangreiches Data Warehouse Projekt. Die Stärke der Wirtschaftsjunioren liegt eindeutig darin, dass die Mitglieder aus vielen verschiedenen Bereichen und Branchen stammen. Bei anderen Treffen sind meist nur die fachspezifisch interessierten anwesend, die nur über technische Details des immer gleichen Themas sprechen.

Hier folgt der Rückblick des alten Vorstands auf die vergangenen zwei Jahre:

wj-jena.jpg
Der Vorstand der Jahre 2004-2006 (v.l.): Kirsten Uhrlau, Michael Kunkel, Stefan Weiland, Oliver Schaarschmidt, Beatrice Postleb, Claudia Pauli

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Payback startet ein Corporate Blog

Das Bonusprogramm Payback startet sein eigenes Corporate Blog. Bevor das Blog der Öffentlichkeit präsentiert wird, wurden 112 Mitglieder der TRND Community für das Blog Roll-Out-Team bestimmt. Sie dürfen an der Entwicklung mitarbeiten und sollen Kritik und Feedback geben.

PAYBACK

Es ist für eine Firma ein mutiger Schritt, ein Corporate Blog aufzubauen. Ein solches Blog braucht regelmäßig neue Inhalte, soll unterhalten und informieren. Dabei darf es keine offensichtliche Werbung enthalten, aber soll die Firma trotzdem in einer positiven Umgebung präsentieren. Gleichzeit ist das Feedback von den Usern sehr viel direkter und offener, als es eine Firma normalerweise erlebt. Da Payback viele Daten sammelt, wird sicherlich der Datenschutz ein Thema werden. Durch die aktuellen Entwicklungen bei StudiVZ ist die Biosphäre besonders auf dieses Thema sensibilisiert.