2007 Juli

7. February 2012

Beibst und Dicke bei den Wirtschaftsjunioren Jena

Enge Kooperation und regen Austausch zwischen Hochschule und Wirtschaft konnten am Mittwoch, 11. Juli 2006, die Wirtschaftsjunioren Jena-Saale/Holzlandkreis im Gespräch mit Frau Prof. Dr. Beibst und Prof. Dr. Dicke hautnah erleben. Begeistert von den am Vortag veröffentlichten, hart erkämpften Ergebnissen der Zukunftsinitiative „Exzellentes Thüringen“ 2008 bis 2011 schwärmten die Hochschul-Rektoren vom erfolgreichen Miteinander in Jena und Thüringen sowie ihrem gemeinsamen Engagement in verschiedenen Projekten, wie z.B. im Jenaer Bündnis für Familie.

Beide berichteten den aufmerksamen Zuhörern auch von der gut abgestimmten Präsenz in überregionalen Netzwerken, Forschungsverbünden und Initiativen, die letztlich stets auch dem positiven Bewerben des Hochschulstandorts Jena mit seinen ca. 20.000 Studierenden dient.

Befragt nach Ihrer Vision für die FH Jena im Jahr 2020 antwortete Frau Prof. Dr. Beibst, den Fokus stärker auf die Internationalisierung der Hochschule richten zu wollen, um der sinkenden Zahl Studierender aus Thüringen entgegenzuwirken. Prof. Dr. Dicke beabsichtigt in den nächsten 13 Jahren, die Friedrich-Schiller-Universität mit 4 Säulen qualitativ hochwertiger Studienrichtungen in der deutschen Hochschullandschaft zu etablieren.

Kurzfristig stürzen sich aber Hochschulen und Wirtschaft mit viel Elan auf die Vorbereitungen des Jahres 2008, in dem die FSU nicht nur ihren 450. Geburtstag feiert, sondern sich Jena in vielen Veranstaltungen als “Stadt der Wissenschaft” präsentieren wird.

Text: Wirtschaftsjunioren Jena
Fotos: Markus Kämmerer/Happy Arts

Disclaimer: Markus Kämmerer/Happy Arts ist Mitglied der Wirtschaftsjunioren Jena.

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Rosa zum Grottenfest in Magdala

Größe ist im Leben bekanntlich nicht immer das Wichtigste. So überrascht es nicht, dass das ROSA Konzert am Freitag zum Grottenfest in Magdala zwar klein, aber sehr schön war. Die Band war gerade sichtlich gut gelaunt aus Südfrankreich wiedergekommen und hat eine kurze Zwischenstation in Jena eingelegt, um noch in der Nacht nach Kamp an der Ostsee und weiter nach Dänemark zu fahren. An einem solchen Abend gibt es keine wichtigen Bilder und so ergab sich für mich die Gelegenheit, ein wenig zu experimentieren. Diesmal war das Weitwinkelobjektiv dran und sorgte für den typischen Bildstil.

Weitere Fotos des Konzerts in der Happy Arts Galerie.

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Claus musste für die Junggesellin ein Brusthaar abgeben

Calexico in der KulturArena

Bereits vor vier Jahren mischten die Desert-Rocker namens Calexico die Arena zum ersten Mal auf – mit Erfolg, denn die Band aus Tucson, Arizona, wurde auch für die Saison 2007 wieder nach Jena geholt. Artig bedankten sich die Jungs um Frontmann Joey Burns für die „Re-Invitation“ und ließen es dann ordentlich krachen.

Sowohl textlich als auch musikalisch ist die nahe gelegene Grenze zu Mexiko ein Leitmotiv Calexicos. Die Genre-Einflüsse reichen von TexMex, Folk- und Country-Rock, Mariachi und Gringo-Rock bis hin zu Latin Jazz. Inzwischen hat sich sogar ein eigener Stilbegriff für ihre Musik durchgesetzt: Tucson Desert Rock. Den 3.000 Zuschauern am Mittwochabend auf dem Theatervorplatz dürfte das egal gewesen sein, stand doch die Musik und nicht deren stilistische Einordnung im Vordergrund. Und was da von der Bühne kam, konnte sich unbedingt hören lassen.

Teils melancholisch, teils brachial, dann wieder mit Bläsern unterlegt, rockten Joey Burns (Gesang, Gitarre), John Convertino ( Schlagzeug), Jacob Valenzuela (Trompete), Paul Niehaus (Gitarre, Pedal Steel), Martin Wenk (Trompete, Vibraphon, Gitarre, Mundharmonika) und Volker Zander (Bass) sehr zum Gefallen des Publikums – jedoch in einer Lautstärke, dass die Songs der Band vermutlich noch in Rostock zu hören gewesen sein müssen…

Über die Musik Calexicos heißt es in einem Agentur-Text, sie ziehe die Zuhörer in einen magischen Bann. Dem kann man nur beipflichten. Der harte Kern der Fans feierte einen Meter vor der Bühne eine ganz eigene Party und kümmerte sich nicht um stilistische Streitereien oder gar um Dezibel. Wie sagte Joey Burns in einem Interview? „In Arizona muss man keine Drogen nehmen um high zu sein. Die psychedelische Aura ist in der Luft, in der Sonne und am Himmel.“ Und am Mittwochabend auch für 90 Minuten in der KulturArena.

Durchaus möglich, dass die Jungs wieder nach Jena kommen. Muss ja nicht erst in vier Jahren sein.

Text: Jens Mende
Fotos: Markus Kämmerer/Happy Arts

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

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Mannschaftsbild FC Carl Zeiss Jena

Der neue Kader des FC Carl Zeiss Jena ist fast vollständig. Nur ein neuer Stürmer soll noch ins Jenaer Paradies kommen. Bis dahin gibt es ein aktuelles Mannschaftsbild und die neuen Fotos der Spieler in der Happy Arts Galerie.

Alle Bilder unterliegen dem Copyright von Markus Kämmerer/Happy Arts und sind auch für private Verwendung Honorarpflichtig.
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McCoy Tyner in der KulturArena

Jena, Sonntagabend, brütende Hitze über der Stadt und im Zentrum der Glut die KulturArena mit dem McCoy Tyner Trio – Modern Jazz vom Feinsten war angesagt. Es swingte und jazzte und rockte und die vier Herren auf der Bühne sorgten bereits beim ersten Titel für so manch verzücktes Gesicht im Auditorium.

Zu recht, denn dem Publikum wurde viel geboten: Improvisation in Vollendung, meisterhafte Beherrschung der Instrumente, wie automatisiert zweiunddreißigstel Noten während eines beeindruckenden Solos am Flügel, Synkopen – Jazz-Liebhaber, was willst Du mehr? Zumal Mr. McCoy nicht irgendwer in seinem Genre ist: Der 69jährige Ausnahmemusiker veröffentlichte bislang nahezu 80 Alben und wurde mit vier Grammys ausgezeichnet.

Manchmal fühlte man sich wie in einem Kontrabass-Workshop, wenn der König der Bässe minutenlang improvisierte und dabei seinem ganz eigenen Takt folgte. Aber: Diese Musik hat Weite, trägt sich gleichsam selbst und benötigt dabei nur ganze vier Instrumente: Flügel, Schlagzeug, Saxophon und eben jenen Kontrabass. Der Rest war unbändige Spielfreude, die man den vier Akteuren auf der Bühne jederzeit anmerkte. Knapp 1.000 sachkundige Zuschauer wussten dies zu schätzen und zeigten sich dankbar ob des Augenblicks. Musik abseits des Mainstreams kann soviel Spaß machen, der Sonntagabend in der KulturArena war einmal mehr Beleg dafür.

Text: Jens Mende

Ein tierisches Vergnügen

Der Jenaer Philharmonie zuzuhören ist immer ein Vergnügen. Am Sonntagvormittag aber bereitete der Klangkörper unter der Leitung von Generalmusikdirektor Nicholas Milton seinen Zuhörern gar „ein tierisches Vergnügen“. So der Titel des Programms zum Auftakt der KinderArena. Und absolut kindgerecht, weil verständlich und nachvollziehbar, erzählte Patrick Rohbeck die Geschichte von Babar, dem kleinen Elefanten.

Den großen und kleinen Zuschauern bereitete die nach einer Erzählung von Jean de Brunhoff in der Orchesterfassung von Jean Françaix dargebrachte Geschichte viel Vergnügen: Zwar verliert Babar durch die Kugel eines Jägers seine Mama, findet aber nach wilder Flucht bei einer alten Dame ein neues, behütetes Zuhause. Später, inzwischen erwachsen und zurückgekehrt zu seinen Artgenossen, wird er gar zum Elefantenkönig gekrönt! Natürlich nimmt die Geschichte – wie beinahe jedes Märchen – ein gutes Ende und dies fand, urteilt man nach dem Applaus der Besucher, ungeteilte Zustimmung.

Im zweiten Teil der Vorstellung erzählte die Jenaer Philharmonie die Geschichte von Paddington Bärs erstem Konzert (Musik: Herbert Chappell). Und wieder gelang es dem Sprecher Patrick Rohbeck, die vor allem kleinen Besucher der KulturArena mit seiner Erzählweise gefangen zu nehmen; man spürte, wie sehr ihm diese Arbeit Freude bereitete.

Musikalisch gut umgesetzt, wird die abenteuerliche Reise des kleinen Bären vom fernen Peru über den Ozean nach Europa geschildert. Im Londoner Bahnhof Paddington finden ihn Herr und Frau Brown und geben ihm ein neues Zuhause. Ein aufregendes Leben beginnt nun für den Marmeladenbrote liebenden Bären! Eines Tages besucht er mit seinem neuen Freund Herr Gruber ein klassisches Konzert, verirrt sich und steht genau im Moment des Paukenschlags auf der Bühne…

Professionell und in gewohnt hoher Qualität wurde das Programm von der Jenaer Philharmonie umgesetzt und die kleinen und großen Besucher des Arenageländes fühlten sich bestens unterhalten – ein vielstimmiges und lautes „Jaaaaa!“ auf die Frage Patrick Rohbecks am Ende der Veranstaltung, ob es den Kindern gefallen habe, mag Beleg dafür sein. Einmal mehr wurde die Arena ihrem Anspruch gerecht, auch den jüngsten Besuchern gute Unterhaltung bieten zu wollen. Und nicht nur nebenbei: Die Kleinen sind die Arenabesucher von Morgen…

Text: Jens Mende

KulturArena: Demi Evans and the Hands

Was soll dabei herauskommen, wenn ein Ex-Model zum Mikrofon greift? Synthie-Pop der untersten Kategorie vermutlich, mit Tänzern drapiert, musikalische Einheitskost eben… Wenn es sich aber bei dem Ex-Model um Demi Evans handelt, die neben der Musik auch die Mode der Haut Couture auf den Laufstegen von Paris, Mailand und Los Angeles spazieren führte, kann der Besucher auf einen großartigen Abend gespannt sein und eben diesen Erwartungen wurde Demi Evans am Samstagabend in der Jenaer KulturArena vollends gerecht.

Sie bezieht die Besucher von Beginn an ein, fordert das Publikum zum Tanzen auf, später stürmen kleine Kinder die Bühne und Demi tanzt mit ihnen – das Publikum applaudiert ob soviel Spontaneität.

Diese Musik in Worte zu fassen ist nicht einfach: Genreübergreifend fließen Gospel, Blues, Southern Soul und Folk-Pop in die Songs der Demi Evans ein. Das klingt modern, ein bisschen wie Nina Simone, manchmal nachdenklich, auf jeden Fall aber tanzbar und macht Lust auf einen Abend zu zweit bei Kerzenschein.

Ihren Ausflug Mitte der Neunziger Jahre in die Techno-Szene – produziert wurde der Track damals von Sven Väth – hat man ihr verziehen. Jahre später wird Stevie Wonder auf sie aufmerksam, wird schließlich zu ihren ersten großen Mentor und Demi findet ihre musikalische Bestimmung im Soul und Blues.

Ein schwerer Autounfall in Monaco, dem eine längere Rekonvaleszenzphase folgte, mündete schließlich in eine dauerhafte Liaison mit Frankreich. Zunächst war Paco Sery, Schlagzeuger der späten Luther Allison Blues Band, Demis Wegbegleiter, bis sie Fred Morisset begegnete. Fortan arbeiten beide zusammen und das Ergebnis dieser Arbeit ist absolut hörenswert: Ihr Album „Why Do You Run“, veröffentlicht im Frühjahr 2006, platziert sich auf Anhieb in den einschlägigen Charts.

Dieser Erfolg ist nachvollziehbar für den, der Demi Evans auf der Bühne erlebt. Sie lässt das Publikum teilhaben an ihren Gedanken, spricht in einfachen Worten von ihren Gefühlen, ihren Hoffnungen und ist auf eine sehr angenehme Weise abendfüllend präsent und dabei doch bescheiden.

Was also hat man zu erwarten, wenn ein Ex-Model zum Mikrofon greift? Im Fall der Demi Evans einen weiteren großartigen Abend in der Jenaer KulturArena.

Text: Jens Mende

Eric Bibb in der KulturArena

…und wieder weht ein Hauch von Alabama durch die Jenaer KulturArena. Zutiefst ehrliche Musik, handgemacht – ein Mann und seine Gitarre, mehr braucht es manchmal nicht, um 1.000 Zuschauern einen unterhaltsamen Abend zu bereiten. Die Rede ist von Eric Bibb, von dem die Times einst schrieb, er habe eine Stimme, für die es sich zu sterben lohne.

Die ersten zwei Songs bestreitet er allein, seine volle Stimme füllt den Theatervorplatz, umhüllt die Zuschauer  – ein wenig rau, zugleich aber wärmend und anrührend. Später werden die Songs des Eric Bibb von Bass und Schlagzeug unterstützt und dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Arena-Besucher entdecken, dass sie zwei Hände zum mitklatschen haben.

Der Sänger und Gitarrist Eric Bibb, geboren 1951, kam bereits in jungen Jahren mit bekannten Musikern der New Yorker Folk- und Blues-Szene in Kontakt, was nicht verwundert angesichts der Tatsache, dass sein Vater ein bekannter New Yorker Bluesmusiker war. Mit 20 Jahren begann Eric Bibb sich mit Straßenmusik in der Pariser Metro durchzuschlagen, bis er schließlich nach Schweden zog.

Das musikalische Genre des Eric Bibb ist eindeutig der Blues, doch verschmelzen bei ihm Blues, Folk, R & B, Gospel und Jazz auf eine ganz persönliche Art miteinander, und das ist das besondere an seiner Musik. Da fällt es dem Jenaer Publikum nicht schwer mitzugehen auf die Reise nach Alabama, solange der Reiseleiter Eric Bibb heißt. Bescheiden nimmt er am Ende seines Gastspiels die stehenden Ovationen des Auditoriums entgegen. Und passend dazu weht der Abendwind einen Rest Hitze vom Tag über den Theatervorplatz – wie gesagt: Wieder weht ein Hauch von Alabama durch die Jenaer KulturArena.

Text: Jens Mende
Fotos: Markus Kämmerer/Happy Arts

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

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Joy Denalane in der Jenaer KulturArena

3.000 Besucher in der restlos ausverkauften KulturArena feierten am Freitagabend eine großartige Joy Denalane, die im Rahmen ihres Auftrittes in Jena ihr aktuelles Album „Born & Raised“ vorstellte. Einer großen Welle gleich ergoss sich eine gehörige Portion Soul und Rhythm & Blues von der Bühne, umspülte das Publikum und nahm es mit auf eine Reise über den Ozean der Empfindungen der Joy D.

Die junge Frau erzählt in ihren Songs aus ihrer Kindheit in Berlin, von der Schwierigkeit des Loslassens, von Liebe und Leid und beschreibt das Leben in seiner Vielfalt in getragenen Kompositionen und wohltuend sparsamen Arrangements. Das prägnanteste Instrument des Abends ist die Stimme Joy Denalanes. Es ist beeindruckend zu hören, wie sie scheinbar mühelos mit den Oktaven spielt – das hat in den Höhen etwas saxofonhaftes, in den Tiefen erinnert sie an eine Katze, die zufrieden schnurrt. 

Zufrieden konnte auch das Publikum sein. Die Künstlerin beschränkte sich nicht auf pure Promotion ihrer aktuellen CD, sondern brachte auch jene Songs zum Vortrag, mit denen sie – quasi über Nacht – im Jahr 2002 die deutschen Charts eroberte. Mit einer Stimme, die ein wenig an Letta M´Bulu, an Aretha Franklin oder Mary J. Blige erinnert, sang sie sich damals in ihrer Muttersprache – deutsch -  mit dem Album „Mamani“, produziert von Max Herre, in die Top 10.

Inzwischen aber scheint der deutsche Musikmarkt für die quirlige Tochter eines Südafrikaners zu klein zu sein. Nun also singt sie in englischer Sprache und will die Welt erobern. Warum auch nicht, steht doch ein Produzententeam hinter ihr, dass sich sehen (und hören) lassen kann: Max Herre (mit dem Joy Denalane seit nunmehr acht Jahren ein Paar ist) und dem international renommierten Sound-Engineer Axel Niehaus. Unter den vokalen Gast-Beiträgen des aktuellen Albums finden sich Namen wie Raekwon vom Wu-Tang Clan oder Jay-Z’s neuester Protegé, Lupe Fiasco.

Ein begeisterungsfähiges Publikum tanzte, applaudierte und sang gemeinsam mit der Künstlerin und ging erwartungsvoll in ein hochsommerliche Temperaturen versprechendes Wochenende – heiß aber war es bereits am Freitagabend in Jena geworden dank der Performance Joy Denalanes, der man, ohne Prophet sein zu wollen, durchaus eine große internationale Karriere zutrauen darf.

Text: Jens Mende
Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

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The Idan Raichel Project in der KulturArena

Am Donnerstagabend breitete The Idan Raichel Project einen Soundteppich auf dem Theatervorplatz aus, der ein wenig an Ofra Haza, an Mory Kante erinnerte und doch war da etwas niegehörtes in diesem Mix aus afrikanischen und orientalischen Einflüssen, mit gängigen Beats unterlegt, mal poppig, mal balladesk. Weltmusik im Wortsinn also, der den rund 1.000 Besuchern in der Jenaer KulturArena dargeboten wurde, denn die Bandmitglieder des Idan Raichel Projects kommen aus aller Herren Länder: Aus dem Sudan, aus Israel, Athiopien, Südafrika, Uruquei…

Spätestens beim dritten Song sprang der Funke über, ging das Publikum bereitwillig mit. Die Band zauberte Melodiebögen mal schwermütig und verhalten, dann wieder fröhlich und verspielt und doch steckt hinter dem Projekt mehr als nur tanzbare Popmusik zum mitklatschen.

Idan Raichel rief das Projekt ins Leben, um musikalisch Brücken zu bauen, der Sehnsucht nach Frieden Gehör zu verschaffen, Völkerverständigung zu betreiben um auf diese Weise einen Beitrag zu leisten, Wunden zu heilen, die Krieg und Völkerhass schlugen. Zum löblichen Anliegen kam schnell der Erfolg: Nach zwei Alben, die mehrfach Platin- und Goldauszeichnungen erhielten und entsprechenden Charterfolgen ist The Idan Raichel Project in Israel ganz oben angekommen und will mit seiner Botschaft von Gemeinschaft und Respekt über die Landesgrenzen hinaus ein noch größeres Publikum erreichen.

Wie lautete doch der Slogan der letztjährigen KulturArena? Music is the language of us all (Musik ist unser aller Sprache) – und genau das setzt Idan Raichel mit seinem Projekt um. Seine Texte sprechen von Liebe, Frieden, Sehnsucht, Toleranz und Versöhnung.

Für seinen Auftritt in der Jenaer KulturArena bleibt zu resümieren: Botschaft angekommen und verstanden. Und, quasi als netter Nebeneffekt: Das Gastspiel des Idan Raichel Projects machte die ohnehin schon breite Palette des Arena-Angebotes um einen weiteren Farbtupfer reicher.

Text: Jens Mende
Fotos: Markus Kämmerer/Happy Arts

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

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