Pressemitteilung bei FC Carl Zeiss Jena, Details bei Jenanews.de
Bilder vom ersten Training mit Valdas Ivanauskas auf dem Trainingsplatz im Ernst-Abbe-Sportfeld:




2007 September
Journalismus, Medien, Fotografie, Konzerte, Technik und Lokales in Jena und dem Rest der Welt
Pressemitteilung bei FC Carl Zeiss Jena, Details bei Jenanews.de
Bilder vom ersten Training mit Valdas Ivanauskas auf dem Trainingsplatz im Ernst-Abbe-Sportfeld:




Wieder eine Niederlage für den FC Carl Zeiss Jena (1:2) und damit ein denkbar schlechter Saisonstart. Doch nicht nur die Leistung der Jenaer war wenig begeisternd, sondern auch die Schiedsrichter schienen komplett verwirrt. Während zwei Spieler gut 30 cm außerhalb der Seitenlinie um den Ball kämpften, schaute sich der Linienrichter lieber im Stadium um und wurde erst munter, als mehrere Spieler protestierten. Ein Foul wurde gepfiffen, wo sich die Spieler gerade mal auf einen Meter nahe kamen, auch wenn es auf dem ersten Blick gefährlicher aussah. Die Koblenzer sind auch besonders gute Schauspieler, anders ist es nicht zu erklären, wie man sich minutenlang mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen wälzt, nur um ein paar beruhigende Worte der Ärzte und drei Spielminuten später wieder topfit weiterzuspielen. Von einem Schönheitspreis war das Spiel in allen Hinsichten weit entfernt. Die Dokumentation in Bildern befindet sich in der Happy Arts Galerie.

Der Unmut der Spieler und Trainer über die Schiedsrichterentscheidung ist unverkennbar.





Am 15. September wurde die älteste Thüringerin, Elsa Lauschke, 107 Jahre alt. Der Jenaer Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter der Ortsbürgermeister von Lobeda, Volker Blumentritt, überbrachten die Glückwünsche persönlich. Frau Lauschke ist für ihr Alter noch sehr fit und scherzte mit dem OB und den anderen Gratulanten. Auf die Frage, wie man so alt werden kann, antwortete Sie, das man, wenn man schon so lange ohne einen Mann lebe eben so alt werden kann. Den anwesenden Männer konnten nach erstem Schrecken doch noch lachen…


Jedes Jahr im September findet in Jena das Altstadtfest statt. Wie letztes Jahr ist es nicht einfach, das komplette Programm übersichtlich auf einer Seite zu finden. Deshalb an dieser Stelle das Gesamtprogramm in Kurzform von mir aufbereitet:
16.09.2007
11:00 Uhr Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V.
13:00 Uhr Show Ballett Formel 1 -> Details….
15:00 Uhr Wolf Friedrich BigBand Jena
19:00 Uhr MEGA PARTY 2007 – mit The Clogs, 4 Peppers und World Music Company
17.09.2007
15:00 Uhr Kapelle Utow
20:00 Uhr Kurzfilmnacht mit Internationalen Filmen präsentiert von VIDEOaktiv JENA e.V.
18.09.2007
10:00 Uhr, Ende: 17:00 Uhr – Holzmarkt
INKOTA Fair Tour – Präsentation und Information für Weltläden innerhalb der Fairen Wochen
18:00 Uhr BIBA & Butzemänner
19.09.2007
14:00 Uhr Eichplatz Jena
Familientag – alle Fahrgeschäfte zum ermäßigten Preis
16:30 Uhr Jenaer Tanzhaus e.V. Allround Showband
18:00 Uhr Allround Showband
20.09.2007
18:00 Uhr ROSA
21.09.2007
15:00 Uhr Nachwuchsbands Hellblau & Liebi-Projekt
19:00 Uhr – Eichplatz Jena
LADYS NIGHT – Nur 1,-€ pro Fahrt auf den Fahrgeschäften für alle Ladys
21.09.2007
19:30 Uhr SMOKIE FOR ALL
22.09.2007
11:00 Uhr Naumburger Musikanten
16:00 Uhr Bühne an der Goethe Galerie – Generalprobe “Spidermann”
16:00 Uhr Modern Talking Reloaded Doubleshow
19:00 Uhr Borderline
20:00 Uhr – Freifläche zwischen Johannistor & Pulverturm
Jenaer Bierstreit – Teil 2: “Der Jenaer Bierstreit”
20:00 Uhr Bühne an der Goethe Galerie – “Spidermann” zu Gast in Jena
20:30 Uhr Bühne an der Goethe Galerie – Programm mit Stamping Feet, Breakdance mit ” Da Rookies” und einer Stand-Up-Comedy & Bühnenshow mit “Achim & Klaus”
22:00 Uhr Innenstadt Jena – Feuerwerk
23.09.2007
11:00 Uhr CYRIAK
15:00 Uhr 10. Jenaer Schellenbier – Steinheber – Cup 2007 mit Zuschauerwettbewerb
18:00 Uhr Barden Band
Der Fall Awanda (Hauptartikel, Alle Artikel zum Thema) bekommt eine positive Wendung: Awanda hat sich bei mir mündlich und schriftlich entschuldigt und zahlt den Schadensersatz von 46,41 € (=81,27 € inkl. Mahnkosten).
Zur Erinnerung: Nachdem Awanda trotz zweier Schreiben von mir an seiner Forderung festgehalten hat, habe ich meine Rechtsanwältin eingeschaltet, worauf meine Forderung aus „Kulanz storniert“ wurde. Die Kosten der Rechtsanwältin in Höhe von 46,41 € muss mir Awanda als Schadensersatz erstatten. Damit war Awanda nicht einverstanden und nimmt es in diesem Punkt nicht ganz genau. Zwei weitere Schreiben meiner Rechtsanwältin beantwortete Awanda nur ausweichend und war nicht bereit, die Forderung zu begleichen.
Für mich gab es jetzt zwei Möglichkeiten, die Schadensersatzforderung einzutreiben: Entweder ich schreibe einen gerichtlichen Mahnbescheid oder ich übergebe die Forderung an ein Inkassobüro. Der Mahnbescheid hätte jedoch entscheidende Nachteile: Für alle entstehenden Kosten muss ich in Vorkasse gehen. Nicht nur der Mahnbescheid kostet Geld (ca. 18 €), sondern ich müsste im Falle eines Widerspruchs von Awanda einen Gerichtsprozess am Standort von Awanda, in Regensburg, führen. Zwar müsste Awanda in dem äußerst wahrscheinlichen Fall, dass ich den Prozess gewinne, alle Kosten übernehmen, aber einen Rechtsanwalt wegen knapp 50 € durch die halbe Republik zu schicken erschien nicht sinnvoll.
Die Alternative hat nur eine Briefmarke gekostet: Die Forderung habe ich an mein Inkassobüro Bürgel abgetreten. Die Forderung wurde angenommen und hat sich durch verschiedene Gebühren und Zinsen von 46,41 € auf 81,27 € erhöht.
Offensichtlich hat Awanda jetzt endlich verstanden, das ich es ernst meine und mein Recht mit allen verfügbaren Mitteln durchsetze. Eine nette Frau vom Kundenservice hat mich angerufen, sich ausdrücklich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt und angekündigt, das die Zahlung unterwegs ist. Sie hat dabei mehrfach betont, das die Angelegenheit damit aus der Welt geschafft sei. Damit wirklich nichts schief geht, erhielt ich kurz nach dem Telefonat zusätzlich eine eMail:
„Es handelte sich hierbei um einen Fehler von uns, wir möchten uns daher nochmals entschuldigen.„
Jetzt würde ich gern wissen, warum es vom Beginn der Story gut 2½ Jahre vergehen mussten, bis ich mein Recht bekomme. In dieser Zeit gab es eine eMail, zwei Schreiben von mir, drei Schreiben von Awanda, einen Strafantrag, ein Schreiben der Staatsanwaltschaft, mehrere Schreiben meiner Rechtsanwältin, ein Schreiben vom Inkassobüro, einige Tausend Besucher auf meinem Blog und ein eindeutiges Geständnis von Awanda, welches hätte schon nach dem ersten Schreiben kommen können. Der Ordner mit dem kompletten Schriftverkehr ist gut 3 cm dick. Statt den 52 €, die Awanda gern erhalten hätte, zahlen sie jetzt rund 80 €. Einen ordentlichen PR-Gau inkl. Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen gab es kostenlos dazu.
Mein Fall ist damit endgültig erledigt. Doch die Problematik der unberechtigten Forderungen bleibt. Wir von Happy Arts werden Awanda in diesem Punkt weiter beobachten. Ein Lotto-Anbieter im Internet mit einer ähnlichen Verkaufsmasche steht ebenfalls auf der Watch-List und auch Awanda wird seinen Namen noch an prominenter Stelle lesen dürfen…
Ein RAW-Foto, wie es aus der Kamera kommt, besitzt nur den kameraspezifischen Farbraum, der bei der Entwicklung des RAW-Bildes in einen Standardfarbraum gewandelt wird. Dies ist in den meisten Fällen sRGB, denn dieser Farbraum wird von den fast allen Monitoren, im Web und den preiswerten Druckern genutzt. Er stellt den kleinsten gemeinsamen Nenner dieser völlig verschiedenen Ausgabegeräte dar. Es sind nur Farben enthalten, welche alle dieser Geräte auch darstellen können.
Neulich habe ich mit dem Fotografen Thomas Lorbeer das Thema Farbraum diskutiert und überlegt, ob eine Konvertierung der RAW-Dateien in einen anderen Farbraum als sRGB Vorteile bei der Weiterverarbeitung bringt. Das Ergebnis war eindeutig:
Bei einer Ausgabe auf einen Drucker oder ein Medium, welches mehr als den kleinen sRGB Farbraum nutzt, lohnt es sich, einen größeren Farbraum zu nutzen. Würde das RAW in sRGB konvertiert und dann ausgegeben, wird nicht der komplette mögliche Farbumfang des Druckers genutzt, denn dieser kann mehr Farben darstellen, als es typische Monitore können.
Spannend ist, wie sich der verwendete Farbraum auswirkt, wenn das Foto nur auf dem Monitor im sRGB Farbraum ausgegeben wird. Hierzu habe ich ein RAW-Foto mit Adobe Lightroom sowohl als sRGB Bild als auch in das ProPhoto RGB in das 16 Bit TIFF Format exportiert. Beide Bilder durchliefen meinen normalen Workflow, den ich zur Bildnachbearbeitung anwende. Zuerst wird das Rauschen entfernt, dann das Bild entsprechend der Auflösung der Digitalkamera vorgeschärft (Preshapring-Prozess nach Bruce Frasers Buch „Real World Image Sharpening“), verkleinert und erst jetzt in den Zielfarbraum sRGB gewandelt. Erst im letzen Schritt wird das 16 Bit Foto auf 8 Bit heruntergerechnet und als JPG gespeichert.
Eigentlich wäre kein deutlicher Qualitätszuwachs im Bild zu erwarten, da der Farbraum des Endproduktes in diesem Fall nach wie vor sRGB ist, nur die Konvertierung auf den kleinen Farbraum nach der Rauschentfernung und Schärfung des Bildes verlagert wird. Doch in der Praxis ist der Unterschied sichtbar: verlaufende Farbflächen fransen weniger aus und sind gleichmäßiger. Das resultierende JPG ist bei gleichen Einstellungen ca. 5-10% kleiner, da sich die weichen Verläufe besser komprimieren lassen.
Untenstehendes Beispiel soll den Unterschied verdeutlichen: Das erste Foto wurde sofort beim RAW Export von Lightroom in ein 16 Bit sRGB gewandelt. Das zweite Foto wurde als ProPhoto RGB exportiert und erst vor dem Speichern des JPEG in sRGB konvertiert. Sehr gut lässt sich der Unterschied am hellblauen Streifen über dem Kopf des Tänzers beobachten: Bei der ProPhoto-Variante des Bildes ist der Verlauf deutlich gleichmäßiger. Insgesamt hat das Bild in den Flächen ein geringeres Rauschen.
Fotos: Tanzpaar Eugen Khod & Ksenia Yuzhakova-Khod beim MDR Sommernachtsball, (c) Markus Kämmerer/Happy Arts.
Technische Daten: Canon 1D Mark III, ISO 3200, 1/300s bei f/4, Canon 70-200/2.8L bei 144mm
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Das Foto als sRGB. Deutlich sind die unruhigen Flächen erkennbar.
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Das gleiche Foto im ProPhoto RGB Farbraum exportiert und erst später in sRGB konvertiert.
Ein solches Wochenende hat Jena noch nicht erlebt: 1400 Neonazis, 3000 Demonstranten und Polizei aus 6 Bundesländern. Jena hat Stärke gezeigt und so deutlich wie nie zuvor gezeigt, dass für die Neonazis kein Platz in unserer Stadt und nirgends ander ist.
Die insgesamt sehr friedlich verlaufende Gegendemonstration schränkte die Möglichkeiten der Neonazis, das sogenannte „Fest der Völker“ zu feiern deutlich ein. Am Samstag Vormittag wurden verschiedenfarbige Flugblätter unter den Demonstranten verteilt. Nachdem sich ca. 1000 Demonstranten auf der Oberaue versammelt hatten, formierten sich innerhalb von wenigen Minuten mehrere Gruppen, die, geleitet von Fähnchen mit verschiedenen Farben, alle Zugänge zum Seidelparkplatz versperrten. Die Neonazis sind z.T. gar nicht oder nur mit einigen Stunden Verspätung per Polizeieskorte zu ihrem Versammlungsort gelangt. Ab ca. 13 Uhr drohte die Lage zu kippen, da die Neonazis ihren dringend benötigten Stromgenerator nicht auf das Gelände schaffen konnten. Um 15 Uhr begann das Fest mit mehrstündiger Verspätung, nachdem die Polizei durch mehrere Absperrungen den Neonazis ermöglichte, den Generator auf das Gelände zu bringen.
Jena hat auf besondere Art ein Zeichen gesetzt: die Demonstrationen bestanden nicht, wie sonst üblich, aus dem Links gegen Rechts, sondern Menschen aus allen Bevölkerungsschichten nahmen an der Demonstration teil. Die Polizei hat sich strategisch an diesen Tagen sehr gut verhalten und einen enormen Beitrag geleistet, dass Demokratie in Deutschland funktionieren kann.
Sollte die NPD nächstes Jahr wieder ein „Fest der Völker“ in Jena planen, braucht es nur noch ein paar weitere tausend Jenaer Bürger und ein solches Fest kann mit friedlichen Mitteln komplett verhindert werden. Das rechtliche Nachspiel kö
nnte auch dafür sorgen, das es nicht wieder zu einem solchen Fest kommt.
Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.
Weitere Berichterstattung auf Jenanews.de, Jenakompakt.de, Beetlebum.de, Campusradio Jena, Indymedia.org
Kommentar von Jens Mende, Jenanews.de: Rote Karte für Nazis im Ernst-Abbe-Sportfeld
P.S. Ist es wirklich nötig, kleine Kinder mit auf die Demonstration zu nehmen? Ich halte das für unverantwortlich.

Mehrere Gitter trennen Demonstranten von den Neonazis.

Ein Blick von der Oberaue auf den Seidelparkplatz, auf dem die Neonazis ‘feiern’.

Nur unter massivem Polizeischutz gelangten die Neonazis auf ihr Gelände.

Tausende Demonstranten begrüßten jeden Neonazi mit lauten Buuh-Rufen.

Das Banner war mehrere Tage ununterbrochen das Symbol des Jenaer Widerstandes.

“Jena nix braun” am Märchenbrunnen an der Oberaue.
“Die Krankenkasse, die ihr Handwerk versteht”, schaltet das Internet ab. Zumindest ihres.
Screenshot der IKK Homepage vom 10. September 2007:

Erste Bilder von der Demo gegen das NPD “Fest der Völker”, welches am Sonnabend auf dem Seidelparkplatz in Jena stattfindet. Regelmäßig aktualisierte Berichterstattung gibt es auf JenaNews.
Das 300m lange Banner (Aufschrift: “Nazifeste verhindern!”), welches die Demonstranten seit über 50 Stunden vor dem Seidelparkplatz gespannt haben, ist ein deutliches Zeichen der Jenaer, gegen die NPD und Neonazismus. Im Laufe des Abends haben einige hundert Jenaer mit einer friedlichen Sitzblockade den Aufbau der Technik für die NPD-Veranstaltung um einige Stunden verzögert. Unter massivem Polizeieinsatz, eingerahmt durch mehreren Zäunen und hunderte Demonstranten bereitet die NPD ihre Veranstaltung vor.
Ein Lob geht sowohl an die Demonstranten als auch die Polizei, die umsichtig und besonnen gehandelt haben und so den friedlichen Protest ermöglichten.
Für Sonnabend sind mehrere große Gegen-Demonstrationen angemeldet und alle Teilnehmer werden an der Oberaue gegenüber des NPD Festes in Rufweite demonstrieren. Jeder, wirklich jeder sollte diese Möglichkeit des friedlichen Protestes unbedingt nutzen!
Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

Das Transparent wurde von Jenaer Demonstranten Tag und Nacht auf der Stadtrodaer Straße am Seidelparkplatz gehalten.

Mit einer friedlichen Sitzblockade verzögern die Jeanaer den Aufbau für das NPD-Fest.

Die Polizei hat die Demonstranten friedlich über ihre Rechte aufgeklärt und aufgefordert, den Platz zu verlassen.

Über hundert Demonstranten wurden einzeln fortgetragen. Gegen 19.30 Uhr war der Platz geräumt.

Die Demonstration auf dem Seitenstreifen der Stadtrodaer Straße weiter.
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