2008 März

7. February 2012

Abmahnwahn – Offener Brief an Zypries

Deutschland ist ein Land mit Kultur und Kultur entwickelt sich. Manchmal geht die Entwicklung jedoch in die falsche Richtung und bekommt sogar einen eigenen Namen: Abmahnwahn. Der Abmahnwahn ist die Beschreibung für ein Stück Kultur, die in Deutschland traurige Realität ist: Alle möglichen und unmöglichen Probleme werden mit einer Abmahnung gelöst. Immer öfter geht es nicht mehr um die Lösung der z.T. nicht vorhandenen Probleme, sondern nur noch ums Geld.

Der Widerstand unberechtigt abgemahnter gestaltet sich äußerst schwierig und führt zu vielen Diskussionen. Allein in diesem Forum wird in über 4000 Nachrichten über die aktuelle Entwicklung informiert und Lösungswege diskutiert.

Der Verein zur Hilfe und Unterstützung gegen den Abmahnwahn e.V. hat einen Offenen Brief an die Justizministerin Brigitte Zypries veröffentlicht. Ziel ist es, eine größere Öffentlichkeit für die Problematik des Abmahnwahns zu interessieren und die Politik zur Entwicklung sinnvoller Lösungen aufzufordern.

Bis es eine politische Lösung gibt, werden wir in Deutschland weiterhin den Abmahnwahn kultivieren.

Service-Katastrophe Nürnberger Versicherung

Gedächtnisprotokoll eines Anrufes bei der Nürnberger KFZ-Versicherung:

Ich: Guten Morgen, Kämmerer mein Name, ich habe Ihnen am 17. Februar einen Brief geschickt und keine Antwort erhalten.

Service: Guten Morgen. Das kann gut sein. Da werden Sie sich noch ein wenig gedulden müssen, wir sind in Bearbeitungsrückstand.

Ich: Die Beantwortung des Briefes ist für mich wichtig und hat auch finanzielle Auswirkungen. Wann kann ich mit der Antwort rechnen?

Service: Wissen Sie, das ist nicht mein Problem. Ich kann das nicht ändern und bin hier nicht für die Personalpolitik verantwortlich. Ich kann hier niemanden selbst einstellen.

Ich: Es geht um ….

Letztendlich hat der Servicemitarbeiter mir versprochen das Problem doch sofort zu lösen “Achso, das kann ich natürlich sofort erledigen”. Ich werde berichten, ob das funktioniert hat.

Das ist das vermutliche Ende meiner kurzzeitigen “Zusammenarbeit” mit der Nürnberger Versicherung, die mich innerhalb eines halben Jahres viel Zeit und Geld gekostet hat: Im Juni letzten Jahres habe ich einen KFZ-Versicherungsvertrag (Vollkasko, Neuwagen) abgeschlossen. Der Versicherungsvertreter bestätigte, das die Übernahme der Schadensfreiheitsklasse einer anderen Versicherung sei kein Problem. Nach dem Erhalt der Unterlagen stellte ich fest, dass die Daten der Vorversicherung völlig falsch übernommen wurden (trotz Vorlage der Unterlagen). Die korrekten Daten habe ich geschickt und vier Monate später kam der Brief, mit der Feststellung, dass die Schadensfreiheitsklasse nicht übernommen werden könne. Das Ganze ohne weiteren Hinweis auf mögliche Folgen. Einige Wochen später kam die Rechnung für 2008 mit einem Betrag, als ob die Schadensfreiheitsklasse korrekt übernommen wäre. Soweit, so unlogisch. Die Erklärung kam wieder in Form eines Briefes, weitere Wochen später: Ich wurde auf 140% hochgesetzt, eine Nachzahlung von bald 1000 € (für ein halbes Jahr) inklusive. Nun habe ich gekündigt und kämpfe darum, das die nicht übernommene Schadensfreiheitsklasse ‘zurückgegeben’ wird, damit eine andere, hoffentlich bessere Versicherung sie übernehmen kann.

Und ich bin jetzt sicher, mit welcher Versicherung ich nie wieder Geschäfte machen werde.

Onlineportale in Jena

Gemessen an der Größe von Jena ist die Portaldichte von journalistischen Angeboten sehr hoch. Nicht nur unsere beiden lokalen Tageszeitungen TLZ und OTZ (beide WAZ-Gruppe) betreiben Online-Portale mit ausgewählten Print-Nachrichten, auch zwei reine Online-Portale bieten selbst erstellte journalistische Inhalte. Doch auch abseits des klassischen Journalismus sehen insbesondere Event- und Suchportale ihre Chance. Meist von ein oder zwei Studenten gegründet ist eine dauerhafte Verfügbarkeit kaum gesichert. So ist auch das Stadtgespräch Jena gut gestartet, dann zu einer PR-Plattform der Linken verkommen und jetzt “Aufgrund technischer Schwierigkeiten offline…”. Die beiden reinen Online-Portale Jenanews (Jens Mende) und Jenakompakt (Thomas C. Stahl) sind zu klein, um im Vergleich zu den Seiten der Tageszeitungen auf nennenswerte Zugriffszahlen zu kommen. Gleichwohl sind sie eine ideale Ergänzung der Onlinelandschaft und stellen mit ihren teilweise ausgezeichneten Berichten und Kommentaren ein gewünschtes und benötigtes Korrektiv dar.

Webseiten Jenaer Medien

Ausschließlich Online

Blogger mit teilweise journalistischen Veröffentlichungen

Lokal orientiere Social Life oder Event-Seiten

Suchmaschinen mit Jenaer Fokus

Nicht mehr vorhandene Angebote

Happy Arts Blog vom Bücherstöckchen getroffen

Heute hat es uns erwischt. Genauer: Ein Stöckchen von sapere aude hat das Happy Arts Blog getroffen. Schäden sind zum Glück keine entstanden, dafür gibt es einen neuen Blogeintrag. Doch zuerst die Regeln:

  • Nimm das erste Buch in deiner Nähe (das mindestens 123 Seiten hat).
  • Öffne das Buch auf Seite 123 und finde den dritten Satz
  • Poste die nächsten drei Sätze.
  • Wirf dein Stöckchen an 5 weitere Blogger!

Zum Glück ist mein Schreibtisch gut aufgeräumt und es finden sich nur zwei Bücher mit mehr als 123 Seiten. Das Programm des FSU Universitätsjubiläum hat zwar mehr als 123 Seiten, geht aber nicht als Buch durch. Ganz oben auf meinem Stapel der als nächstes zu lesenden Bücher liegt “Investigativer Journalismus” von Johannes Ludwig.

Nach dem dritten Satz stehen folgende Worte, die sogar gut für dich selbst stehen können:

“Letzteres kommt dadurch zu Stande, dass sich Korruption als flächendeckendes Phänomen nicht von heute auf morgen einstellt, sondern wächst.”

Ganz ohne Korruption und im Sinne der Netzwerkbildung geht das Stöckchen an: Bettlebum, Littlesirius, miss_monros, Gonzo und Nadja

Fotos von Richard Stallman in Jena

Richard Stallman, Begründer der Freie-Software-Bewegung und erster Präsident der Free Software Foundation hat mehrere Vorträge in Jena gehalten. Von mir gibt es diesmal nur ein paar verspätete Fotos, einen Berichte über den Vorträg gibt es unter anderem bei der Subnetmask.

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