2009 Juli

7. February 2012

Soil & Pimp Sessions in der Kulturarena

Ein typisches Kulturarena-Konzert: Wundertüte pur! Die Jazz spielenden Japaner waren schräg, technisch hervorragend und wollten wohl in der kurzen Zeit doppelt so viele Songs spielen als alle anderen Künstler, was durchaus auch durch die Virtuosität der Künstler erklärbar wäre. Solche Musik macht besonders live Spaß. Die Besetzung der Band hat eine Besonderheit: Shacho aka President ist der Agitator. Er begleitete das Konzert mit kunstvollen Bewegungen, einem Hauch absoluter Coolness und ein paar netten Worten zum Publikum. Eine abgerundet skurrile Show.

Das offizielle Loblied der Veranstalter: “Wer bisher dachte Jazz sei etwas für ruhige, gediegene, ältere Herren oder schwarz-be-t- shirte Spitzbartträger irrt gewaltig. Denn wenn sich ein Frontmann „Agitator“ nennt und das Publikum mit – sagen wir mal – recht männlichen Macho Posen anheizt, darf man sich auf einiges gefasst machen. Die Formation ist berüchtigt dafür, aus einer Jazzsession ein gefühltes Punkkonzert zu machen. Sicher ist, die verrückte Newcomer-Band aus Japan sorgt im Arenarund für explosiven Jazz und eine wahrhaft krachende Live- Atmosphäre.”

Einen ausführlichen Konzertbericht gibt es auf Jenanews.

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

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Joe Jackson in der Kulturarena

Die Manager der Musiker haben Angst. Sie fürchte, die Interpretation der Auftritte ihrer Künstler könnte ein anderer als die eigene PR-Abteilung übernehmen. Die Presse soll möglichst die bereitgestellten Texte und Fotos der Agentur nutzen, um meinungsfrei über ein Konzert zu berichten. Freie Berichterstattung und Meinungsbildung weitestmöglich unterbunden, wie am prominenten Beispiel „Britney who?“) zu sehen ist.

Wenn wir Journalisten über ein Konzert in der Kulturarena berichten wollen, sind wir die kleinen Bittsteller vor den ‚wahren Größen‘ der Musikbranche. Der Hürdenlauf beginnt mit der Akkreditierung. Das kleine roten Kärtchen teilt die Welt in zwei Hälfte: Besucher und Journalisten. Die Journalisten dürfen ganz nah ran: ein Strick vor der fast zwei Meter hohen Bühne trennt den Fotograben (dort sind die Fotografen vergraben) von den restlichen bis zu 3000 Gästen, welche unnachgiebig nach vorn strömend die 50 cm zwischen Strick und Bühne zur Nahkampfzone werden lassen. Viel Zeit zum Überleben und Fotografieren bleibt indes nicht, denn nach drei Liedern erklärt die Security nett und deutlich, dass die Zeit der Journalisten und Fotografen für diesen Abend abgelaufen ist. In Demut und mit dem Objektiv zum Boden gerichtet dürfen wir dann den Besuchern zuschauen, die gerade ihre Kompakten und Handys auspacken und gleich noch ein Filmchen drehen. Das technisch brillanteste Foto wird es so nicht geben, ein YouTube-Filmchen mit etwas Atmosphäre bei der Zugabe springt aber dabei heraus.

Glücklich sind die Fotografen, wenn verrückte Japaner auf der Bühne stehen und schon nach drei Liedern die ersten Schweißtropfen zu sehen sind, so das die Fotos wenigstens den Hauch einer Konzertatmosphäre vermitteln könnten.

Das Konzert läuft eine halbe Stunde und die Arbeit geht weiter: die vorbereiteten Fakten im Artikel werden mit Liveeindrücken gespickt und die kleinen JPGs direkt aus der Kamera liefern die ersten drei bis vier Livefotos. Kurz nach der Zugabe werden Text und Fotos vom Notebook über UMTS ins Redaktionssystem eingespielt und stehen online bereit. Im Office werden rund 4 GB Fotodaten (rund 350 RAW-Fotos) von der Speicherkarte gezogen und mit dem FastPictureViewer aussortiert. Die rund zwanzig besten Fotos bleiben übrig, werden mit Keywords versehen und im Bildredaktionssystem abgelegt.

Wenn es diese besten Fotos gibt. Bei dem Joe Jackson Konzert hat das Management dafür gesorgt, dass es keine guten Fotos vom Konzert gibt. Der Sänger und Pianist wurde auf der Bühne hinter einem mit einer silbernen Kaffeetasse verzierten Flügel versteckt. Die ersten drei Lieder wurden für die Fotografen freigegeben und es positionierten sich etwa sieben Fotografen am linken Rand der Bühne, dem einzigsten Standort, bei dem der Künstler es mit auf das Foto schafft. Einen Funkspruch an die Security später wurde der Fotomob an die rechte Bühnenkante getrieben – das Management wünscht keine Fotos von links. Nur Augenblicke später sorgte der mit Schlüsselbandbehangene Manager persönlich dafür, das niemand das Fotoverbot zu kreativ interpretieren versucht (das Management der Kulturarena hatte weder Ahnung noch Einfluss). Das fotografische ‚Ergebnis‘ steht am Ende des Artikels und reicht allenfalls für eine Ich-War-Auch-Da Dokumentation. Was das Künstlermanagement damit erreichen will, bleibt völlig fraglich. Das Ergebnis ist weder im Interesse der Künstlers noch der Leser von Web und Zeitung.

An diesen Tagen denke ich auch: Einfach sein lassen.

Einen ausführlichen Konzertbericht gibt es auf Jenanews und im Akrützel.

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

HG4X0907-1937 Dieses Foto möchte das Künstlermanagement nicht sehen: die Fotografen wurden während des ersten Liedes angewiesen, nur von rechts zu fotografieren.

HG4X0907-1955Das fotografische Überbleibsel nach der Regieanwesung des Künstlermanagements.

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Gentleman in der Kulturarena

Meine persönliche Kritik würde nicht ganz so positiv ausfallen, wie die folgende Pressemitteilung. Aber das mag auch an dem Musikstil liegen. “Nach der schwüle der Temperaturen zu urteilen, lag Jena heute schon einmal rein klimamäßig nah an dem immerwarmen Inselstaat. Aber auch die sommerliche Reaggeamusik ließ an diesem Abend wohl hinreichend darauf schließen. Und das, man mag es kaum glauben, obwohl dort ein Deutscher auf der Bühne der Kulturarena stand. Aber Tillmann Otto alias Gentleman ist eben doch irgendwie auch Jamaikaner, zumindest im Herzen. In den Adern des Mannes fließt definitiv gelb-rot-grünes Blut, keine Frage … Und dass die rund 2500 Besucher dann doch in Jena waren, erfuhren Sie an dem Abend spätestens von dem wild springenden und anfeuernden Frontman, der nicht müde wurde, diese Tatsache mit lauten Animationsrufen unters begeisterte Volk zubringen.”

Einen ausführlichen Konzertbericht gibt es auf Jenanews und im Akrützel.

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

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Mother’s Finest in der Kulturarena

“Die einzigartige Live-Band Mother’s Finest ist mit den Jahren wahrhaftig kein bisschen leiser geworden. Ihr explosives Gemisch aus Jazz, R&B, Rock, Funk und Heavy Metal kam schon lange vor der “Black Rock Coalition” und Bands wie den “Red Hot Chilli Peppers”! Und auch heute noch verkörpert ihre Musik das musikalisch unerschöpfliche Amerika, auch wenn heute die Betonung, dass hier schwarze und weiße Musiker zusammen auf der Bühne rocken, längst keine Besonderheit mehr ist. Besonders aber ist die absolute Kraft der Band, allen voran von Leadsingern “Baby Jean”, Glenn Murdocks Metal-Härte, Mo Moses Gitarrensound und dem Funkybass von Wyzard. Die rund 1200 Besucher der Kulturarena gehen jedenfalls mit den Hardfunk- und Rock’n Rollnummern voll mit und feiern die Band sicher auch noch die nächsten Jahre.” (Platzhalter aus Pressetext)

Einen ausführlichen Konzertbericht gibt es auf Jenanews.

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

Mothers Finest
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The Cat Empire in der Kulturarena

Das erste Konzert der diesjährigen Kulturarena bringt uns acht hervorragende Musiker der Band The Cat Empire von Australien nach Jena. Die 2600 Gäste hörten einen wilden Stilmix aus Funk bis Jazz, der absolut tanzbar war. Der Einstieg ist jedenfalls gelungen und ich bin gespannt auf die weiteren Konzerte der Kulturarena.

Einen ausführlichen Konzertbericht gibt es auf Jenanews.

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

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Piratenpartei entert Thüringern

Die Piratenpartei Thüringen sammelt bis zum 23. Juli Unterschriften (Formular als PDF) für die Zulassung zur Bundestagswahl 2009. Es werden mindestens 1958 Unterschriften für die Zulassung in Thüringen benötigt. Aktuell stehen die Piraten mit einem Infostand auf dem Ernst-Abbe-Platz (Campus) in Jena. Der nächste Infostand in Jena ist für Sonnabend von 10-18 Uhr auf dem Holzmarkt geplant. Der Vorstand der Partei wird auch anwesend sein.

Die Piratenpartei ist eine junge Partei, die sich besonders den Themen des Informationszeitalters verschrieben hat. Diese umfassen Informationelle Selbstbestimmung, Patentrecht, Urheberrecht, Transparenz, Open Access (freier Zugang zu staatlich finanzierter Forschung) und der freie Zugang zu Bildung. Die Partei hat in den letzten Wochen viele Mitglieder gewonnen (aktuell: 3465 Mitglieder, Stand 8. Juli 2009). Besonders das von Ursula von der LeyenZensursula initiierte “Zugangserschwerungsgesetz” und der Bundesparteitag haben dazu beigetragen.

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Update: Innerhalb des Tages wurden allein in Jena rund 250 Unterschriften gesammelt. Folgende Infostände sind in den nächsten Tagen in Erfurt, Gotha und Ilmenau geplant:

• Jena: Samstag, 11. 7. von 10 bis 18 Uhr am Holzmarkt
• Erfurt: Freitag, 10 .7. von 14 bis 18 Uhr auf dem Anger
• Erfurt: Sa/So 11./12. 7. von 10 bis 18 Uhr auf dem Anger
• Ilmenau: Donnerstag, 9. 7. von 16 bis 24 Uhr beim Ilm Open Air, Mensawiese
• Ilmenau: Freitag, 10. 7. von 10:30 bis 13 Uhr auf dem Campus, Ehrenbergstrasse
• Ilmenau: Samstag, 11. 7. von 10 bis 12 Uhr am Apothekerbrunnen, Innenstadt
• Eisenach: Samstag, 11. 7. von 10 bis 17 Uhr am Markt, Rathausecke