Manche Texte werden auch durch das Liegenlassen nicht schöner. Jetzt muss er endgültig raus, der Bericht über das schon drei Monate vergangene Altstadtfest in Jena. Bei so viel Historie dar der Link auf das Video vom Altstadtfest 2004 nicht fehlen.
Es ist eine langjährige Tradition, dass die Rockband ROSA am Donnerstag auf dem Altstadtfest in Jena spielt. Die “Altrocker” (was man bei einem Durchschnittsalter von rund 50 Jahren durchaus schreiben darf) begeisterten den gut gefüllten Marktplatz mit alten und neuen Rock- und Popsongs in hervorragender musikalischer Qualität. Der Kontrast zu anderen Coverbands, wie den am Dienstag Spielenden “Biba und die Butzemänner”, könnte kaum größer sein. Die Bibas unterlegen bekannte Songs mit frivol vermurksten, oft hart an der Pietätsgrenze kratzenden Texten, intonieren diese besonders schräg und laut und erreichen damit insbesondere das Publikum im Alter von 14-20 Jahren. Das junge Publikum dankt es, das ältere versperrt die Ohren und wundert sich über die neue Generation. Bei Rosa verläuft der Abend wie gewohnt: Noch vor der Dämmerung laufen die immergrünen Klassiker wie Sultans of Swing und Money for Nothing. Tausendmal im Radiom, hundert mal bei Rosa gehört und immer wieder schön. Das Publikum ist bis zu 50 Jahren älter oder jünger als die Musiker und genießt sichtlich die Geborgenheit der Lieder, die ROSA nun schon seit über 22 Jahren als Profiband auf die Bühne bringt. Mit einbrechender Dunkelheit gibt es mit Liedern von 3 Doors Down und Maroon 5 noch etwas frisches auf die Ohren. Für die im Lichte des Marktplatzes fliegenden Hände sorgt dann das Lied „Y.M.C.A.“. Kurz vor 22 Uhr ist das Konzert auf dem Höhepunkt: bei den brettharten Songs von AC/DC (Highway to Hell und T.N.T.) sind die Gitarren von Benno und Henning in halb Jena zu hören. Kurz nach 22 Uhr versucht das Ordnungsamt dem Konzert ein viel zu frühes Ende zu bescheren, aber ohne den ROSA-Selbstbauklassiker “Spießerschwein” will das Publikum einfach nicht gehen. Kurze Beratung hinter der Bühne: “wir machen’s”. Das ist die Band Ihren Jenaer Fans schuldig: Die Hymne der ROSAner, darf einfach nicht fehlen.
Diesmal hat es mich auch mal getroffen: Ich wurde bei der Arbeit, also hinter der Kamera erwischt.
Weitere Fotos gibt es in der Happy Arts Galerie
















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