Chancen sind das Salz in der Fußballsuppe. Zu viele davon, ohne sie zu nutzen, verdirbt das ganze Spiel. Wenn dabei noch der Oberaufseher kräftig pfeifend in das Geschehen auf dem Platz eingreift, entsteht ein typisches FC Carl Zeiss Jena-Spiel mit dem ebenso typischen Spielergebnis 1:0. Im Spiel selbst dominierten vor allem die Showeinlagen. Im Fotofinish ist immer wieder zu sehen, wie die Spieler schon vor der eigentlichen Berührung des Gegners mit schmerzverzerrtem Gesicht den gleich folgenden Niedergang auf die Rasenheizung vorbereiteten. Schiedsrichter Dr. Manuel Kunzmann (Bad Hersfeld) hat sich davon nicht beeindrucken lassen und auch dann gepfiffen, wenn Berührung und Showeinlage fehlten. Die darauf folgende Geste in Richtung des ein oder anderen Tors hat meist für Pfiffe der 5513 FCC oder ca. 15 Sandhausen Fans und nicht selten beiden gleichzeitig gesorgt.
Dafür durften sich die (wirklich) verletzen Spieler unter der Leitung von Schiedsrichter Kunzmann oft minutenlang an der Rasenheizung wärmen, denn in diesen Situationen wurde das Spiel nicht unterbrochen. Die verwunderten Fans beobachteten, wie der medizinische Eingreiftrupp deshalb eine halbe Stadionrunde laufen durfte. Apropos Rasenheizung: der Versuch, mir meine kalten Füße an Selbiger zu wärmen ist kläglich gescheitert, wie ein auf Twitter gesendetes BlackBerry-Foto unscharf dokumentiert.
Pressekonferenz als Podcast:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Weitere Links: Happy Arts Galerie, Artikel auf Jenanews.de “Flächenbrand im Paradies?”




Der FC Carl Zeiss Jena sorgt seit Wochen für Spannung – außerhalb der 90 Minuten Spielzeit. Neue Trainer kommen und gehen, nur der Trend Richtung erneutem Abstieg ist stabil. Daran hat auch Marc Fascher, siehe erstes Bild, nichts geändert.
Dass ich erst jetzt über das Spiel am 28. März 2009 gegen Wuppertaler SV Borussia (0:0) berichte, ist kein Problem, da es außer viel spielerischer Langeweile nicht viel zu berichten gibt. Das Spiel hatte jedoch auch sein gutes: Ich konnte mein neues Canon Objektiv EF 200mm 1:2 L IS USM testen. Mit der Brennweite von 200mm und einem Verlängerungsfaktor der 1D Mark III von 1.3x ist es zu kurz um das große Fußballfeld abzudecken. Deshalb sind alle Fotos mit dem 1.4fach-Konverter entstanden, so dass ich mit 280mm bei Blende 2.8 eine ausreichend lange Brennweite nutzen konnte. Für die Szenen am gegnerischen Tors ist der 2fach-Konverter optimal, der zu einem 400mm/4 Objektiv führt. Von beiden Konvertern gibt es aktualisierte Versionen, die insbesondere mit den neuen Festbrennweiten wie dem 200/2L eine verbesserte Bildqualität bringen.
Bis jetzt konnte ich für die Fußballfotos nur das Canon 70-200/2.8L IS einsetzen. Die Brennweite ist in den meisten Fällen viel zu kurz, so dass ich starke Ausschnittvergrößerungen machen musste. Da ich meist sehr nach an der Eckfahne sitze, war jedoch der Zoom von Vorteil, wenn die Spieler nur wenige Meter entfernt waren. Dieser Bereich ist mit dem aufgeschraubten 280mm nicht mehr abdeckbar. Viele Kollegen nutzen einen zweiten Body mit einer kurzen Brennweite (meist ein 28-70) um schnell in den Ecksituationen reagieren zu können. Positiv ist die hervorragende Autofokusgeschwindigkeit des 200/2L, die selbst mit Konverter noch höher als die des 300/2.8L ist. Auf den Fotos ist auch die hervorragende Hintergrundunschärfe sichtbar, die gerade beim Fußball wichtig ist, denn die Spieler müssen sich vom meist bunten Hintergrund ausreichend abheben. Bei aller Technik zählt am Ende nur das Ergebnis (weitere Fotos in der Happy Arts Galerie):
Die ‘neuen’ Spieler des FC Carl Zeiss Jena waren nun schon bei einigen Spielen dabei, aber das aktuelle Mannschaftsbild (das Saisonbild hier) und das Gruppenfoto möchte ich nicht vorenthalten:

Mannschaftsfoto FCC Jena

Lars Fuchs, Gabriel Wüthrich, Silvio Schröter
An die Erfurter Gäste: Schämt euch! Was wir heute beim Thüringen Derby gesehen haben, gehört nicht in diese Welt. Und nicht zum Fußball.
Es war ein Spiel mit harten Bandagen. Fünf Gelbe Karten, viele Fouls und ein Schiedsrichter, der alles mögliche pfeift, unterstützen diesen Eindruck. Das Ergebnis ist am Ende gerecht und ein Stück weit auch den randalierenden Erfurter Fans zu “verdanken”. Im Manager Magazin steht mehr: “Erfurts Spieler stocksauer auf eigene Fans”.
Trotz allem: Dieser Satz aus der Pressemitteilung der Polizeidirektion Jena lässt hoffen: “Aus polizeilicher Sicht kann ein insgesamt sehr positives Fazit gezogen werden. Ein großes Dankeschön geht an den Verein FC Carl Zeiss Jena für dessen intensive Fanarbeit im Vorfeld, sowie an die Jenaer Fans für ihr jederzeit vorbildliches und sportlich faires Verhalten.”
Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie. Spielbericht und Kommentar bei Jenanews.de
Dieses Foto zeigt das Tor zum 1:1 Ausgleich:








Der Pokalschreck FC Carl Zeiss Jena kommt frühstens nächstes Jahr wieder. Für Jena endet der DFB Pokal mit einem etwas zu deutlichen 1:4 gegen Schalke 04.
Podcast (Download) Pressekonferenz nach dem Spiel:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Weitere Fotos befinden sich in der Happy Arts Galerie.




Zu einer kleinen Demonstration trafen sich heute Vormittag die Fans des FC Carl Zeiss Fans. Unter dem Motto „Tanz mit den Geistern“ demonstrierten sie gegen den Ausschluss vom Spiel gegen den SC Paderborn am heutigen Sonnabend (Spielbericht des 2:4). Aufgrund der die Vorkommnisse aus dem Braunschweig- und Aalen-Spiel hat der DFB das Spiel unter dem teilweisen Ausschluss der Öffentlichkeit durchführen lassen, in dem nur 2500 Jenaer und 500 Gäste zugelassen wurden. Weiterhin wurde gegen „überzogene Berichterstattung und Meinungsmache“ demonstriert. Geladen haben Fansmedia und der Hintertorperspektive e.V..
Aufgrund des Fehlverhaltens einer weniger einen Großteil der Fans vom Spiel auszuschließen und dem Verein einen hohen Einnahmeverlust (ca. 80.000 € für den FC Carl Zeiss Jena) zu diktieren ist harter Schritt, welcher von den Fans nur schwer akzeptiert wird. Ob diese Strafe ein Anreiz ist, die Selbstreinigungskraft innerhalb der Fans anzuregen oder zu Frust und neuen Problemen führt wird die Zukunft zeigen. Ändert sich nichts, werden immer wieder einzelne Personen für hohe Strafen sorgen und Tausende Fans verärgern.
Das die Fans gegen „Medienhetze“ demonstrieren hat viele Gründe, über die sich hervorragend (und teilweise undifferenziert) streiten, lassen (Beispielthread im Fanforum). Doch die medientypschen Übertreibungen und Zuspitzungen sind sicher nicht allein verantwortlich für das Spiel des FCC, die Schiedsrichterleistungen und die Strafe des DFB. Etwas weiter geht die Bild-Zeitung, welche gleich einen „Rassismus-Skandal“ erschrieb und ausgiebig nachhakte (Hier, hier, hier und hier). Pikant: Die Formulierung „Schwarze Sau“ wurde meines Wissens nach zuerst von BILD in die Medien gebracht, während meine Quellen ‘nur’ von einem „Du Arschloch“ berichteten. Diese Formulierung schafft jedoch keinen „Rassismus-Skandal“ (siehe auch Kommentar auf Jenanews).
Die Fans und die Medien werden in den nächsten Monaten unter einer besonders genauen Beobachtung stehen. Hoffentlich fällt sie etwas differenzierter aus, als dies aktuell der Fall ist.
Die Spezialität vom FC Carl Zeiss Jena bleibt es, fast sichere Spiele doch noch verloren zu geben. So auch im Spiel gegen den 1. FC Union Berlin. Die Chancen in diesem Spiel hätten beinahe bis Winter gereicht, aber sie wurden wieder nicht genutzt. Ein paar Fotos vom ersten Spiel mit dem neuen Trainer René van Eck gibt es trotzdem. Weitere Fotos gibt es in der Happy Arts Galerie.
Der Pokalschreck Jena hat wieder zugeschlagen uns den FSV Frankfurt aus dem DFB Pokal geworfen. Wie schon die letzten Pokalspiele hat es wieder ordentlich geregnet. Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.
Live von der Pressekonferenz aus Jena.
Siehe auch Bericht auf Jenanews.de: “René van Eck: Ich freue mich auf die Aufgabe in Jena”
Für den FC Carl Zeiss Jena geht es mit diesem Kader in die Saison 2008/2009. Die Saison gab es 12 Zugänge und 19 Abgänge.
| Position | Name | Nummer | Nat. |
|---|---|---|---|
| Tor | Daniel Kraus | 12 | D |
| Carsten Nulle | 1 | D | |
| Abwehr | Marco Riemer | 14 | D |
| Amadeus Wallschläger | 15 | D | |
| Tim Petersen | 2 | D | |
| André Schmidt | 3 | D | |
| Tim Wuttke | 18 | D | |
| Hervé Bochud | 5 | Ch/F | |
| Ralf Schmidt | 8 | D | |
| Robert Müller | 4 | D | |
| Mittelfeld | Torsten Ziegner | 7 | D |
| Patrick Amrhein | 26 | D | |
| Felix Holzner | 22 | D | |
| Richard Kolitsch | 21 | D | |
| Carsten Sträßer | 6 | D | |
| Naoya Kikuchi | 27 | JAP | |
| Niels Hansen | 20 | D | |
| Angriff | Nils Petersen | 17 | D |
| Salvatore Amirante | 9 | I | |
| André Schembri | 10 | Malta | |
| Sebastian Hähnge | 11 | D | |
| Perspektivspieler | Martin Uhlmann | 24 | D |
| ("erweiterter Kader") | Dominik Eggemann | 23 | D |
| Danny Reuther | 13 | D | |
| Martin Dwars | 25 | D | |
| Trainer | Henning Bürger | D | |
| Thomas Matheja | D | ||
| Mark Zimmermann | D |













































