Portraits von Menschen sind immer wieder eine der größten Herausforderungen in der Fotografie. Jede Portraitsession ist immer wieder etwas Neues und auf ihre eigene Art spannend. Diesmal war die Aufgabe, Frau Trölenberg-Buchholz, Prokuristin der ALEA GmbH zu portraitieren. Das Foto sollte für alle Business-Portrait verwendbar sein und sich von den Standard Ausweis-Portraits der Fotografen abheben. Als Location wählten wir eine natürlichere Umgebung als ein Studio und nutzen den Konferenzraum des Scala Restaurant in der 27. Etage des Jentowers. Der angedeutete Blick auf die Stadt im Hintergrund bringt etwas Abwechslung in das Bild.
Disclaimer: Ich arbeite als technischer Projektleiter und Entwickler im Bereich Data-Warehouse für ALEA.
Ein RAW-Foto, wie es aus der Kamera kommt, besitzt nur den kameraspezifischen Farbraum, der bei der Entwicklung des RAW-Bildes in einen Standardfarbraum gewandelt wird. Dies ist in den meisten Fällen sRGB, denn dieser Farbraum wird von den fast allen Monitoren, im Web und den preiswerten Druckern genutzt. Er stellt den kleinsten gemeinsamen Nenner dieser völlig verschiedenen Ausgabegeräte dar. Es sind nur Farben enthalten, welche alle dieser Geräte auch darstellen können.
Neulich habe ich mit dem Fotografen Thomas Lorbeer das Thema Farbraum diskutiert und überlegt, ob eine Konvertierung der RAW-Dateien in einen anderen Farbraum als sRGB Vorteile bei der Weiterverarbeitung bringt. Das Ergebnis war eindeutig:
Bei einer Ausgabe auf einen Drucker oder ein Medium, welches mehr als den kleinen sRGB Farbraum nutzt, lohnt es sich, einen größeren Farbraum zu nutzen. Würde das RAW in sRGB konvertiert und dann ausgegeben, wird nicht der komplette mögliche Farbumfang des Druckers genutzt, denn dieser kann mehr Farben darstellen, als es typische Monitore können.
Spannend ist, wie sich der verwendete Farbraum auswirkt, wenn das Foto nur auf dem Monitor im sRGB Farbraum ausgegeben wird. Hierzu habe ich ein RAW-Foto mit Adobe Lightroom sowohl als sRGB Bild als auch in das ProPhoto RGB in das 16 Bit TIFF Format exportiert. Beide Bilder durchliefen meinen normalen Workflow, den ich zur Bildnachbearbeitung anwende. Zuerst wird das Rauschen entfernt, dann das Bild entsprechend der Auflösung der Digitalkamera vorgeschärft (Preshapring-Prozess nach Bruce Frasers Buch „Real World Image Sharpening“), verkleinert und erst jetzt in den Zielfarbraum sRGB gewandelt. Erst im letzen Schritt wird das 16 Bit Foto auf 8 Bit heruntergerechnet und als JPG gespeichert.
Eigentlich wäre kein deutlicher Qualitätszuwachs im Bild zu erwarten, da der Farbraum des Endproduktes in diesem Fall nach wie vor sRGB ist, nur die Konvertierung auf den kleinen Farbraum nach der Rauschentfernung und Schärfung des Bildes verlagert wird. Doch in der Praxis ist der Unterschied sichtbar: verlaufende Farbflächen fransen weniger aus und sind gleichmäßiger. Das resultierende JPG ist bei gleichen Einstellungen ca. 5-10% kleiner, da sich die weichen Verläufe besser komprimieren lassen.
Untenstehendes Beispiel soll den Unterschied verdeutlichen: Das erste Foto wurde sofort beim RAW Export von Lightroom in ein 16 Bit sRGB gewandelt. Das zweite Foto wurde als ProPhoto RGB exportiert und erst vor dem Speichern des JPEG in sRGB konvertiert. Sehr gut lässt sich der Unterschied am hellblauen Streifen über dem Kopf des Tänzers beobachten: Bei der ProPhoto-Variante des Bildes ist der Verlauf deutlich gleichmäßiger. Insgesamt hat das Bild in den Flächen ein geringeres Rauschen.
Fotos: Tanzpaar Eugen Khod & Ksenia Yuzhakova-Khod beim MDR Sommernachtsball, (c) Markus Kämmerer/Happy Arts.
Technische Daten: Canon 1D Mark III, ISO 3200, 1/300s bei f/4, Canon 70-200/2.8L bei 144mm
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Das Foto als sRGB. Deutlich sind die unruhigen Flächen erkennbar.
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Das gleiche Foto im ProPhoto RGB Farbraum exportiert und erst später in sRGB konvertiert.
Größe ist im Leben bekanntlich nicht immer das Wichtigste. So überrascht es nicht, dass das ROSA Konzert am Freitag zum Grottenfest in Magdala zwar klein, aber sehr schön war. Die Band war gerade sichtlich gut gelaunt aus Südfrankreich wiedergekommen und hat eine kurze Zwischenstation in Jena eingelegt, um noch in der Nacht nach Kamp an der Ostsee und weiter nach Dänemark zu fahren. An einem solchen Abend gibt es keine wichtigen Bilder und so ergab sich für mich die Gelegenheit, ein wenig zu experimentieren. Diesmal war das Weitwinkelobjektiv dran und sorgte für den typischen Bildstil.
Weitere Fotos des Konzerts in der Happy Arts Galerie.





Claus musste für die Junggesellin ein Brusthaar abgeben
Es gibt sehr viele Blogs über Fotografie und ebenso echte Fotoblogs, wie das sehr gute Blog von tageausglas. Leider gibt wenige Themen-Blogs, welche sich mit Konzertfotografie, Fotojournalismus und dem Bildmarkt beschäftigen. Die folgenden Blogs lese ich schon länger. Weitere thematisch passende Blogs, insbesondere zum Thema Konzertfotografie dürfen gern in den Kommentaren ergänzt werden.
Thomas Geiger u.a. über Photopool.de, Bildjournalisten, Fotografen, Bildredakteure und die Fotoszene als Solche. Leider wurde das Blog jetzt länger nicht aktualisiert.
Das Blog wird von Michael Hirschler vom Deutschen Journalisten-Verband betrieben und richtet sich an alle Bildjournalisten.
In diesem Blog schreibt der Pressefotografen Horst Welke über „Bildjournalismus und Fotografie aus Leidenschaft“. Es gibt viele klassische Pressebilder mit Hintergrundinformationen zu sehen.
Das Blog von Fabian Mohr berichtet hauptsächlich aus Bereichen der Foto-Reportage und zeigt regelmäßig sehr gute Bilder.
Das englischsprachige Blog widmet sich mehr den künstlerischen Aspekten der Fotografie, aber auch dem klassischen Fotojournalismus.
Der Bildredakteur ist ein Gemeinschaftsblog dreier Schweizer Autoren. Der gut gemachte Themenmix betrifft den Bildermarkt allgemein.
Dysternis „the blog of harm and appletrees�
Der Fotograf Thomas Mellenthin fotografiert eine fast unendliche Menge von Metal-Konzerten und setzt dabei sein 50er Objektiv scheinbar genauso gern ein wie ich.
Vor ein paar Jahren sind im Rosenkeller in Jena bei einem Konzert von Disillusion, Cryptic Wintermoon und Disbelief auch ein paar ähnliche Bilder entstanden. Damals noch auf echtem Film. Hier mein persönliches Highlight und mehr in der Happy Arts Galerie.
Bilder erzählen eine Geschichte. Sie erzählen manchmal mehr, als Worten sagen können. Und gute Bilder schwatzen nicht.
Die Reportage von Renée C. Byer über den langsamen Krebs-Tod eines Kindes ist der ergreifende Beweis für die Macht der Bilder und eine der besten Reportagen, die ich gesehen habe. via iso800
Das msnbc Feature „2006 Year in Pictures“ zeigt die guten und schlechten Seiten des vergangene Jahres in vielen Bildern mit einer erfrischenden Sichtweise.
Update: Nicht ganz so beeindruckend, aber trotzdem interessant: “Die dpa-Bilder des Jahres 2006″
Dieses Jahr freut sich das Jenaer Kurzfilmfest cellu l’art auf Kängurus, Koalas und natürlich gute Kurzfilme. Das Filmfest läuft vom 20. bis 22. April 2007 in Jena und hat dieses Jahr als Länderschwerpunkt Australien ausgewählt. Gezeigt werden knapp 50 Kurzfilmproduktionen aller Genre – vom klassischen Kurzspielfilm, über Animations- und Experimentalfilme bis hin zu Musikvideos und Dokumentationsfilmen. Nach den Erfahrung der letzten Jahre sind wieder viele Perlen der Filmkunst zu sehen. Die Kurzfilme zeigen, das ein so altes Medium wie der Film sich immer wieder neu erfinden kann und bringen eine völlig neue Sichtweite, abseits bekannter Hollywood-Produktionen.
Für alle, die noch keine Kurzfilme kennen, ist das Open-Air-Kino und Live-Musik Johannistor (Faulloch, Eintritt frei) am Freitag um 20-23 Uhr zu empfehlen. Gezeigt werden die Gewinner und die beliebtesten Filme der letzten Jahre.
Wie schon die letzen Jahre werde ich das Filmfest mit der Kamera begleiten und die Impressionen hier veröffentlichen. In der Happy Arts Galerie befinden sich die Bilder der letzten Jahre.
Die Kurzfassung des Programmes (Download Programmheft, 9 MB PDF)
Freitag, 20. April 2007
19:00 – 20:00 Uhr Eröffnung des Filmfests durch den Verein und Vertreter der Stadt Rathausdiele | Jena
20:00 – 23:00 Uhr Eröffnung des Filmfests 2007 mit Open-Air-Kino und Live-Musik Johannistor | JenaSamstag, 21. April 2007
16:30 – 18:25 Uhr Filmfest: Wettbewerbsprogramm – Block 1 Universität | Jena
18:45 – 19:45 Uhr Filmfest: Länderschwerpunkt Australien – Block 1 Universität | Jena
20:15 – 22:15 Uhr Filmfest: Wettbewerbsprogramm – Block 2 Universität | Jena
22:00 Uhr Filmfestlounge Café Central | JenaSonntag, 22. April 2007
14:00 – 15:55 Uhr Filmfest: Wettbewerbsprogramm – Block 3 Universität | Jena
16:00 – 17:00 Uhr Filmfest: Länderschwerpunkt Australien – Block 2 Universität | Jena
17:30 – 19:25 Uhr Filmfest: Wettbewerbsprogramm – Block 4 Capitol Kino Grietgasse | Jena
19:45 – 21:30 Uhr Preisverleihung Capitol Kino Grietgasse | Jena
anschließend Filmfestlounge Café Central | Jena
In den letzten sechs Jahren war ich bei fast fast 40 Konzerten der Rockband Rosa mit der Kamera dabei. In dieser Zeit konnte ich enorm viel über die Konzertfotografie lernen und habe versucht, die Technik weiter zu verbessern und immer neue Motive zu finden. Doch es fällt mir immer schwerer, wirklich Neues zu schaffen. Meine Bilder der letzten Konzerte gleichen sich immer mehr und sind bald austauschbar. Das betrifft besonders auf die klassischen Hände-Hoch-Fan-Bilder, die ich von der Bühne mache. Hier finde ich nur wenige Möglichkeiten, komplett neue Blickwinkel zu entdecken. Dankbar bin ich für die hervorragende Zusammenarbeit mit der Band, denn sonst wären viele der Fotos nie möglich geworden. Vom Fotograben aus lassen sich viele gute Fotos machen, aber die spannenden Perspektiven entstehen erst von der Bühne aus.
Bei den nächsten Konzerten werde ich versuchen, neue und ungewöhnlichere Perspektiven zu finden. Dazu werde ich sowohl das 50/1.4 als auch das 180/3.5L Makro-Objektiv nutzen, welche ich bis jetzt nur sehr selten bei Konzerten einsetze. Bis jetzt ist mein Blitz bei den Konzerten immer in der Fototasche geblieben, da das anblitzen des Bühnennebels meist kein sonderlich gutes Foto werden lässt. Vielleicht ergeben sich ja trotzdem neue Ideen, wenn ich den Blitz nutze.
Jetzt brauche ich auch die neuen Ideen von den Fans. Welche Bilder wünscht ihr euch und was könnte ich noch anders machen? Gibt es Bilder von anderen Konzertfotografen, bei denen man sich inspirieren lassen kann?
Weitere Bilder in der Happy Arts Galerie.




ROSA goes Oldies und bietet für alle, die bei dieser Musik einfach nicht sitzen können Flanierkarten an. Wenn das keine Abwechslung zum klassischen Rosa-Konzert ist…

Das für den Flyer verwendete Bild ist schon etwas älter, gefällt mir aber immer noch recht gut. Hier in einer Sepia-Variante:

Ein paar Eindrücke vom Spiel geben die Bilder in der Happy Arts Fotogalerie.
Gestern war ich das erste Mal bei einem Fußballspiel. Der FC Carl Zeiss Jena spielte gegen Greuther Fürth. Das 1:0 für den FCC Jena hat 99% der Besucher im Stadion sehr gefreut, zumindest war das deutlich zu hören. Umso trauriger waren die gleichen Besucher, als es in der Verlängerung zum 1:1 Ausgleich kam. Das sind zwei leichtsinnig vergebene Punkte, die möglicherweise am Ende fehlen.
Während der ersten Halbzeit war meine Fotoposition auf der Seite des gegnerischen Tors noch optimal. In der zweiten Halbzeit war der FCC Jena leider viel seltener vor dem gegnerischen Tor anzutreffen. Spätestens jetzt war klar, dass ich mit meinem Canon 70-200/2.8L Objektiv beim Fußball nur wenig ausrichten kann. Ein 1,4 oder 2fach-Konverter verlängert zwar die Brennweite, aber die Belichtungszeiten unter Flutlicht sind mit 1/300-1/500 Sekunde bei Blende F2.8 und ISO 1600 gerade noch ausreichend. Mit dem 1,4er Konverter reichen die Belichtungszeiten nicht immer und der Fokus wird nicht ausreichend schnell nachgeführt. Es hat also seinen Grund, das die Kollegen von dpa & Co mit einem 600/4L IS arbeiten. Das Objektiv wiegt 5,3kg und ist mit fast 8000 € nicht ganz billig. Zum Transport liefert Canon eine große Metallkiste mit, auf die man sich während des Spiels setzen kann und sich so den extra Hocker spart …
Weitere Impressionen des Spiels befinden sich in der Happy Arts Fotogalerie. Jens Mende von Jenakompakt.de hat wieder live vom Spiel berichtet und eine Zusammenfassung geschrieben.


















