IVW

4. February 2012

Abwärtstrend bei StudiVZ

Vor vier Wochen wagte ich eine kleine Analyse der Zugriffszahlen bei StudiVZ. Heute hat IVW.de die aktuellen Zahlen für den Monat Juni veröffentlicht und der Trend wird bestätigt: Im Vergleich zum Mai 2008 sind die Zugriffszahlen (PIs) um fast 11% auf 4,85 Milliarden gesunken. StudiVZ hat damit innerhalb eines Jahres ein Viertel weniger Zugriffe pro Monat.

Der wichtige Indikator PIs/Visit sinkt leicht, aber kontinuierlich weiter, von 30,89 auf 30,09 PIs/Visit im Juni. Spannend wird, ob sich beide Werte im Oktober wieder erholen, wenn das Wintersemester wieder beginnt und das Wetter Onlinefreundlicher wird. Bis dahin freut sich StudiVZ in einer Pressemitteilung ausgiebig über das schlechte Ergebnis und rechnet es sich mit MeinVZ künstlich hoch. Leider lässt StudiVZ von MeinVZ keine nachprüfbaren Zugriffsdaten erheben, so das der Anlass der Freude nicht überprüft werden kann.

Linktipp: Identitätsklau im Online-Netzwerk

StudiVZ hat den Horizont überschritten

Dieses Blog hat schon einiges über StudiVZ berichtet. Eine Prognose lautete, das sich StudiVZ viel einfallen lassen muss, um weiter zu wachsen oder wenigstens die Zugriffszahlen zu halten.

Die aktuellen IVW-Zahlen zeigen einen neuen Trend: Seit Anfang des Jahres sinken die PI/Visits wieder. Im Januar hat ein Besucher durchschnittlich 36,25 Seiten in StudiVZ angeklickt, im Mai waren es nur noch 30,89 PIs/Visit – der niedrigste Wert seit den IVW-Statistiken innerhalb eines Jahres.

Während der Vergleich der PIs (Seitenabrufe) durch saisonale Effekte schwierig ist, lässt PIs/Visits auf eine sinkende Bedeutung von StudiVZ schließen: eine nahezu Konstante Anzahl von Besuchen steht eine sinkende Verweildauer gegenüber. Da StudiVZ die Nutzerzahlen in Deutschland kaum noch steigern dürfte, wäre ein Wachstum nur noch über eine längere Verweildauer der Besucher zu erreichen. Der aktuelle Trend zeigt jedoch das Gegenteil.