Kulturarena

2. September 2010

Shibusa Shirazu Orchestra in der Kulturarena

Das Shibusa Shirazu Orchestra lässt sich nicht mit Worten beschreiben. Und auch nicht mit Bildern oder Tönen. Man muss es selbst erleben und selbst das ist schwierig: ein ganzes Orchester war auf der Kulturarena zwei Stunden lang beschäftigt, ohne eine einzige Pause die Besucher mit immer neuen Eindrücken zu fordern. Auf dem ersten Blick erschließt sich der Zusammenhang nicht, doch nach und nach wird man fähig, als Besucher die Dimensionen der Unterhaltung zu verinnerlichen. Barabara Salesch Schauende Couch-Potatos mal ausgenommen – die bekommen wohl nur einen Informationsschock. Doch diese unerhörte Vielseitigkeit macht es aus: jeder Künstler trägt etwas zum Gesamtwerk bei, technisch auf höchstem Niveau und immer zum Finale treibend. Dabei beginnt das Orchester schon mit einer Dynamik, welche viele andere nie an ihrem Ende erreichen und steigert dieses unaufhörlich – als ob sie den Spruch von Henri-Nannen “Mit einem Erdbeben anfangen! Und dann langsam steigern” auf die Kunst und Musik umsetzen wöllten. Das zu Beginn sichtlich erschrockene und überrannte Kulturarena-Publikum taute nach wenigen Minuten auf und konnte nur noch eines: mitmachen. Kein Wunder, das Orchester selbst sagt: “It’s not a show, it’s a party!”. Und so wurde die Party eine der besten, die ich bei knapp 50 Konzerten in der Kulturarena erlebt habe.

Musizierender Mangaclip auf der Kulturarena

„Eigentlich braucht man für diese Show vier Augen, oder besser sechs, denn zwei reichen einfach nicht aus“, sagt Tourmanager Julien Bahuau über das Shibusa Shirazu Orchester, die Kulturarena-Künstler des Samstags. Der junge Franzose begleitet das japanische 30-Personen-Kollektiv auf ihrer Tournee durch Europa, und nach Norwegen, der Schweiz, Frankreich und Spanien hieß der Halt an diesem Wochenende: Jena.
Für die Saalestadt haben sich Künstler und Veranstalter einen besonderen musikalischen (und optischen!) Leckerbissen überlegt: Spontan brachen fast alle Musiker des knapp 30-köpfigen Orchesters am Samstag Vormittag zu einer musikalischen Parade durch die Jenaer Innenstadt auf. Vorbei am Flohmarkt am Teichgraben ging es durch die Löbderstraße und von dort zum Markt. Mit zahlreichen Instrumenten, blau perückten Tanz-Performerinnen und einigen Butoh-Tänzern verwandeln sie die Jenaer Fußgängerzone in eine fernöstliche Klangkunst-Revue, und machen bei vielen Passanten Lust auf mehr am Abend.
Den Abend entwickelte sich gleich zu Beginn zu einem Gesamtkunstwerk. Musiker, Sänger, Maler auf der Bühne, Performerinnen auf Leitern und Podesten und Butoh-Tänzer im Publikum bilden der Rahmen für eine zweistündige Arena-Feier, die, so der Sänger „kein Konzert ist, sondern eine Party für alle.“ 1.300 Menschen feiern diese Party und lassen sich ganz auf die verrückte Multimedia-Revue ein, lernen sogar einige Brocken Japanisch zum Mitsingen, und tanzen ausgelassen zu der Shibusa-Mischung aus Freestyle-Jazz, Ska-Elementen, Triphop-Anklängen und Balkan-Beat-Bausteinen. Halb zehn schließlich lassen die Künstler einen silbernen, mehrere Meter langen Drachen minutenlang über dem Publikum schweben. Frenetischer Applaus belohnt die 24 Künstler, die an diesem Abend wirklich alles gegeben haben.

Quelle: Pressemitteilung der Kulturarena

Shibusa Shirazu Orchestra im Netz: Kulturarena, www.myspace.com/shibusashirazuorchestra

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

The Hooters in der Kulturarena

The Hooters rocken die Kulturarena
Geburtstagsständchen für Sänger Eric Bazilian

Es gibt Lieder, da kann jeder mitsingen, ohne dass man wirklich sagen kann, wer genau eigentlich hinter dem Song steckt. Solch ein Song ist „Johnny B.“, der nicht nur zur 80er Jahre Party für Fetenstimmung und Tanzbeinaktion auf der Fläche vor dem DJ-Pult sorgt. Die Urheber dieses eingängigen Rock-Pop-Songs waren am 21. Juli zur Kulturarena zu Gast.
Seit 30 Jahren stehen sie auf der Bühne, und man merkte The Hooters kein bisschen an, dass man jenseits der 50 vielleicht irgendwann über einen musikalischen Ruhestand nachdenkt. Prall gefüllt war das ausverkaufte Arenarund, und 3.000 begeisterte Zuhörer röhrten, grölten und tanzten, was Lunge und Beine hergaben.
Ihr musikalisches Grundprinzip haben sie im Jahr 2010 wieder neu erfunden: politisch engagierter, melodischer Folk-Rock. So gab es in Jena Klassiker wie „All you zombies“ ebenso wie Lagerfeuerballaden á la „500 miles“ und Partykracher wie „Johnny B.“.
Spätestens ab „Private Emotion“, bei dem es die erste (aber nicht die letzte) deutsche Strophe des Abends gab, hatten die sechs Rock-Alt-Stars sämtliche Publikums-Sympathien auf ihrer Seite.
Als „völlig geil“ beschrieb Sänger Eric Bazilian höchstselbst die Stimmung, als sich ihm 6.000 Hände im ausverkauften Arenarund entgegenstreckten. Der US-Amerikaner feierte am Konzertabend seinen 57. Geburtstag, wofür ihm seine Bandkollegen plus 3.000 Arena-Besucher ein Happy Birthday-Ständchen sangen. Und quasi als Dessert für ein wunderbares Kulturarena-Konzert-Menü standen die sechs Künstler nach dem Ende der Show noch für eine Autogrammstunde zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung der Kulturarena

Besetzung:

Eric Bazilian – Gesang
Robert Hyman – Keyboard/ Gesang
John Lilley – Gitarre/ Gesang
Fran Smith Jr. – Bass/ Gesang
David Uosikkinen – Schlagzeug
Tommy Williams – Gitarre

The Hooters im Netz: Kulturarena, hootersmusic.com, www.myspace.com/thehooters

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

Ich kann nur hoffen, das sich der folgende Stil im Fotograben nicht durchsetzt, sonst kann der Rest der Fotografen ohne Stativ nur drei Lieder lang Fotokameras fotografieren.

2Raumwohnung in der Kulturarena

2Raumwohnung war für mich der Schock des Abends: Bei einem ausverkauften Konzert habe ich eine gewisse Erwartungshaltung entwickelt, was die musikalische Qualität des Abends betrifft. Aber wie schon bei Bela B habe ich mich geirrt: Wo der Hype um 2Raumwohnung herkommt, ist nicht zu ergründen. Die musikalischen Qualitäten können es jedenfalls nicht gewesen sein. Die Frontfrau Inga Humpe präsentierte Singsang, bei dem man den Beginn eines neuen Liedes allenfalls am Text erkennen kann. Das musikalische Niveau pendelt dabei munter zwischen dem einer Schülerband und der Demomusik eines Keyboards aus den 90ern. Nennt man das ganze Elektro-Pop fällt es wenigstens nicht so auf. Dabei übt sich das Duo nicht mit der Reduktion auf das Wesentliche, sondern um das wesentliche Drumherum. Vielleicht ist es auch nur die aktuelle Volksmusik für alle, die Schlager spießig finden, aber sich damit ausreichend musikalisch beplätschert fühlen. Bei 36° fühlen sich Liebe und Herzschmerz auch am wohlsten.

Das Publikum schien mindestens einen Grund zu finden, die maximal 16 Euro für das Konzert bezahlen zu wollen: die Texte. Es findet sich bestimmt ein gutes Cover, welches diese Texte mit Musik versieht und von einer Sängerin präsentiert.

Feinsten deutschen Elektro-Pop erlebten am 15. Juli die 3.000 Besucher zum ausverkauften Konzert von 2raumwohnung. Klassiker der Band wie „Wir trafen uns in einem Garten“, „Nimm mich mit“ oder „Ich und Elaine“ gab es dabei ebenso wie die Songs des neuen Albums „Lasso“. Die Heroen der Neuen Deutschen Welle Inga Humpe und Tommi Eckart holten in Jena auch Zuschauer zum Mittanzen auf die Bühne, was die Stimmung noch ausgelassener machte.

Quelle: Pressemitteilung der Kulturarena

2Raumwohnung im Netz: Kulturarena, www.2raumwohnung.de, www.myspace.com/2raumwohnung, Konzertkritik auf Jenanews.de

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

James Carter in der Kulturarena

Meister des Saxofons zur Kulturarena

James Carter hatte am 16. Juli bei seinem Konzert viel zu bieten: lässige Saxofon-Soli, sanfte Klarinetten-Improvisationen und lockere Querflöte-Einlagen verzauberten rund 1.000 Jazz-Fans der Kulturarena. Der „Mozart des Saxofons“ und seine vier Musiker sind eine feste Größe im internationalen Musikgeschehen, und fühlten sich mit ihrem virtuosen Instrumentaljazz intuitiv in das Jenaer Publikum ein.

Quelle: Pressemitteilung der Kulturarena

Besetzung:

James Carter – Saxofon
Corey Wilkes – Trompete
Gerard Gibbs – Piano
Leonard King – Schlagzeug
Ralphe Armstrong – Bass

James Cater im Netz: Kulturarena, www.jamescarterlive.com, www.myspace.com/thejamescarter

Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie.

Kulturarena 2009: „Wilhelm Tell“

Bevor die nächste Kulturarena angekündigt wird, möchte ich noch die Fotos des Eröffnungsstücks der letztjährigen Kulturarena nachreichen. Auch bei diesem Stück hat Markus Heinzelmann Regie geführt und eine traditionelle Geschichte rabiat modernisiert. Immerhin war das Theaterspektakel weniger blutig als die Orestie zwei Jahre zuvor.

Kritiken: “KulturArena 2009 mit Theaterspektakel eröffnet” von Jens Mende auf Jenanews.de und “Kulturarena-Auftakt: “Wilhelm Tell” und der Heldenmut einst und heute” von Stephan Laudien auf jenapolis.de

Rückblicke: “Kulturarena 2008: Modern, Trash, Der Sturm”, “Blut, Blutiger, Die Orestie”, Dreigroschenoper in der Kulturarena

Paul Kuhn & The Best in der Kulturarena

„Mit 66 Jahren da fängt das Leben an“, sang einst Schlagerstar Udo Jürgens. Beobachtet man den 80jährigen Paul Kuhn da auf der Bühne der Kulturarena, möchte man fast hinzufügen: und es hört noch lange nicht auf. Seine Musik und das Spiel am Klavier sind scheinbar Lebenselixiere des Musikers, der seit nahezu sechs Jahrzehnten die Jazzkultur und Unterhaltungsmusik in Deutschland prägt. Rund 1100 Besucher trotzen denn auch dem nasskalten Wetter und feiern ihr „Paulchen“ und dessen musikalische Unterstützung mit dem passenden Namen The Best.

Links: Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie, Konzertbericht auf Jenanews.de, Kulturarena-Programm

HG4X8551HG4X8578HG4X8649HG4X8692HG4X8713HG4X8741HG4X8783

Besetzung:

Paul Kuhn – Gesang / Piano
Martin Gjakonovski – Bass
Willy Ketzer – Schlagzeug
Ack van Rooyen – Trompete
Claus Reichstaller – Trompete
Peter Weniger – Saxophon
Gustl Mayer – Saxophon
Jiggs Whigham – Posaune
Tom Wohlert – Gitarre

Nils Wülker in der Kulturarena

“In der Pressemeldung von Nils Wülker heißt es: „Nils Wülker, dem “jungen deutschen Jazzstar”, als den ihn Spiegel, Die Welt und etliche mehr erkennen, der mit seinen “raffiniert arrangierten Eigenkompositionen” (3sat Kulturzeit) “die Schwerkraft ein Stück weit aufhebt” (arte) und einen “einzigartigen melancholischen Atmosphärenzauber” (STEREO) entfacht, gelingt dieses Kunststück immer wieder.“ Was soll man dazu noch sagen, außer dass dieses Kunststück rund 1000 Besucher auf die Kulturarena lockte.”

Links: Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie, Kulturarena-Programm, Offizielle Homepage, Nils Wülker auf MySpace, Galerie auf tillate.com

HG4X7990HG4X8103HG4X8178HG4X8211HG4X8343HG4X8353

Besetzung:

Nils Wülker – Trompete, Flugelhorn
Jan von Klewitz – Saxophon
Lars Duppler – Piano, Fender Rhodes
Dietmar Fuhr – Double Bass
Jens Dohle – Schlagzeug

Thomas D in der Kulturarena

“Wie viele viele Künstler vor ihm, bestreitet nun auch Thomas D den Solopfad. Der Weg ist für das Bandmitglied der Fantastischen Vier sicher nicht neu, brachte er doch in diesem Jahr mit „Kennzeichen D“ sein bisher drittes eigenes Album heraus. Neu ist allerdings, dass er nun endlich seine Solostücke aus den letzten Jahren auch live auf die Bühne bringt. Auf der Jenaer Kulturarena danken ihm rund 3000 Besucher diesen Schritt mit einem synchronen Tanz gen Himmel gestreckter Arme und frenetischem Applaus.”

Links: Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie, Konzertbericht gibt es auf Jenanews.de, Kulturarenaprogramm, Thomas D Homepage , Thomas D auf Myspace/a>, Galerie auf tilllate.com

HG4X7532HG4X7556HG4X7605HG4X7659HG4X7674HG4X7716HG4X7758HG4X7863

Jazzanova in der Kulturarena

“„Jazzanova gibt’s jetzt auch live“ kündigt am Anfang des Konzertes auf der Kulturarena der Tourbegleiter der Band lautstark an. Das klingt nach einem Versprechen, nach guter Clubmusik, die sonst auf den Plattentellern der DJ’s tanzt und nun mit viel Instrumentalklang und Gesang auf die Bühne kommt. Und endlich können sich die sechs Herren ihren Applaus auch persönlich von den rund 2100 Besuchern abholen.”

Links: Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie, Info der Kulturarena, www.jazzanova.net, www.myspace.com/jazzanovask

HG4X0908-7089HG4X0908-7102HG4X0908-7105HG4X0908-7111HG4X0908-7125HG4X0908-7142HG4X0908-7153HG4X0908-7180

Besetzung:

Paul Randolph – Gesang, Bass
Clara Hill – Gesang
Sebastian Studnitzky – Keyboard
Arne Jansen – Gitarre
Paul Kleber – Bass
Thomas Pfirmann – Schlagzeug, Percussion
Sebastian Borkowski – Woodwinds
Stefan Ulrich – Posaune, Gesang
Axel Reinemer – Decks / Percussion
Stefan Leisering – Congas

Soha in der Kulturarena

“D’ici et d’ailleurs” (“Von hier und woanders”) heißt das abwechslungsreiche Debütalbum der französischen Sängerin Soha und von hier und woanders sind auch die Songs, welche die feinsinnige Künstlerin, mit der klaren Stimme auf der Kulturarena besingt. Das Spektrum reicht dabei vom Reggaebeat “On ne saura jamais”, zum klassischen französischen Chanson “C’est bien comme ca” zur jazzigen Ballade “Vu de là-bas” und Liedern im Bosa-Rhythmus wie “Rue de la Croix Nivert” oder der Ohrwurm Cafe bleu. Dabei singt sie meist auf Französisch, wechselt aber auch zu Englisch und Spanisch.”

Links: Weitere Fotos in der Happy Arts Galerie., Info der Kulturarena und Homepages von Soha: www.soha.fr und www.myspace.com/sohamusic.

HG4X0908-6871HG4X0908-6844HG4X0908-6776HG4X0908-6767HG4X0908-6683HG4X0908-6658HG4X0908-6643

Besetzung

Soha – Gesang
Jean M’Ba N’gguema – Gitarre
Mike Clinton – Bassgitarre
Pascal Pallisco – Akkordeon
Julien Tekeyan – Schlagzeug

blogoscoop