Test

21. May 2012

Kaspersky Internet Security Build 6.0.1.405 Beta

Screenshot Kaspersky Internet SecurityKaspersky baut an neuen Versionen seiner Antivirenprodukte. Zu dem normalen Anti-Virus 6.0 kommt eine neue Version des Anti-Virus für Workstation und Anti-Virus für Server. Beide Versionen befinden sich gerade im Release Candidate Stadium. Da die komplette Anti-Virus und Internet Security Produktreihe offensichtlich aus einer Codebasis stammt, ist in der nächsten Zeit mit einer Version 6.0.1 (aktuell ist 6.0.0 Build 303) zu rechnen. Da die Änderungsliste leider nur für die täglichen Builds auf Russisch vorhanden ist, kann ich nur von den sichtbaren Änderungen berichten. Der Setupverlauf wurde komplett erneuert. Mit einem Rechtsklick auf das Kaspersky Trayicon ist es jetzt möglich, den kompletten Netzwerkverkehr zu blockieren. Im File Anti-Virus kann man jetzt selbst entscheiden, wann eine Datei gescannt wird (Default: Smart mode). Die Proactive Defense wurde um eine Keylogger Erkennung bereichert und schützt jetzt vor dem ungewollten Austausch des Windows Taskmanagers. Ein eingebauter Service legt heruntergeladene Aktualisierungen in ein beliebiges Verzeichnis, so dass andere Installationen des Scanners darauf zurückgreifen können. Außerdem kann jetzt selbst gewählt werden, ob SSL/TLS-Verbindungen auch überwacht werden.

Vor der Installation der Beta muss die alte Version komplett deinstalliert werden. Der folgende Reboot ist nötig, da sonst beim nächsten Start nicht alle Module hochfahren.

Festplattenimages mit Drive SnapShot

Screenshot Drive Snapshot Das bewährte Acronis True Image macht in letzter Zeit immer mehr Probleme. Nach dem Update auf den AHCI-Modus des S-ATA-Controllers erkennt es die Festplatten nur mit einem speziellen Treiberupdate. Aber auch das reicht nicht: die erstellten Archive lassen sich aus unbekannten Gründen nicht komplett zurücksichern. Acronis bricht immer mit einer nichtssagen Fehlermeldung ab. Selbst im Offline-Backup auf eine USB- bzw. Fireware-Festplatte ist das Ergebnis nicht besser. Ob die neue Version True Image 10 Home, die gerade erschienen ist, hier helfen wird muss sich erst zeigen.

Es ist deshalb an der Zeit sich nach einer Alternative umzusehen. Durch einen Test in der c’t bin ich auf Drive SnapShot 1.37 gestoßen. Dieses nur rund 200kb große Programm erstellt komplette Diskimages unter Windows. Ein Gerätetreiber (wird nur während des Betriebes installiert) stellt sicher, das die Daten konsistent sind. Während der Sicherung kann der Rechner weiter genutzt werden. Die Beeinträchtigung ist gering, da Drive SnapShot mit geringer Priorität läuft und bei intensiven Festplattenzugriffen die Arbeit kurzzeitig unterbricht. Das komplette Image wird automatisch auf ca. 50% der Originalgröße komprimiert und besteht aus zwei Dateien. Ein differenzielles Backup ist möglich – dabei wird auf Wunsch das letzte differenzielle Image gleich überschrieben. Für den Zugriff auf die Images steht der Disk Image Explorer zur Verfügung: die Backupdatei wird als virtuelle Festplatte ins System eingebunden und kann von allen Programmen direkt angesprochen werden. Eine komplette Rücksicherung (eine automatische Größenänderung der Partition ist möglich) wird sowohl direkt unter Windows, als auch unter DOS mit einer Bootdiskette unterstützt. Mit diesem Tool ist auch das erstellen einer bootfähigen CD-ROM möglich. Alle Funktionen lassen sich per Kommandozeile steuern. Zeitabhängige und automatisierte Sicherungen sind mit dem in Windows eingebauten Scheduler möglich http://www.drivesnapshot.de/de/schedule.htm. Mit dem Utility PSEXEC von http://www.sysinternals.com ist ein einfaches Remote Backup möglich.

Wie mir der Autor des Programms, Tom Ehlert, mitteilte, wird gerade an der neuen Version 1.38 von Drive Snapshot gearbeitet. Diese unterstützt den in Windows Server 2003 und Windows Vista eingebauten Volume Shadow Copy Service. Dies ermöglicht, offene Dateien wie z.B. von Exchange-Servern zu sichern. Weiterhin können mit dieser Version mehrere Images gleichzeitig gemountet werden.

Ein exclusives Feature von Drive SnapShot ist besonders praktisch: mittels dem Kommandozeilenparameter „-!exclude:“ lassen sich Dateien oder komplette Verzeichnisse von der Sicherung ausschließen. Da der Verzeichniseintrag in der Imagedatei erhalten bleibt, müssen diese nach dem Rückspielen eines Images mit der automatisch angelegten Batchdatei SnapshotDeleteAfterRestore.BAT gelöscht werden.

Fazit: Drive SnapShot ist ein hervorragendes Tool, um ein regelmäßiges Komplettbackup der Festplatte zu erstellen. Im Test funktionierte auch die Sicherung von S-ATA Festplatten, die mit einem AHCI-Controller angesprochen werden einwandfrei. Die Sicherung auf eine externe mit USB2 oder FireWire angeschlossene Festplatte lief ebenso. Beides funktionierte bei meinem Test mit Acronis True Image Version 9.0.3694 nicht bzw. nur eingeschränkt. Die Bedienoberfläche beschränkt sich auf das absolut nötigste und ist eher für den erfahrenen Anwender geeignet. Drive SnapShot kann 30 Tage lang getestet werden und kostet danach ab 39 € (für Server: 89 €). Ab fünf Lizenzen gibt es Rabatte. Der Preis der Einzelversion erscheint mir beim Vergleich des Funktionsumfangs gegenüber Acronis True Image (49,95€ als Boxversion mit CD) zu hoch, die Serverlizenz ist dagegen unschlagbar günstig.

Test und Konfiguration MaxData 6100 IW

MaxData Pro 6100 IW

MaxData hat sich mit seinem ersten Dual Core Notebook viel Zeit gelassen. Nach vielen Monaten ständiger Verzögerung des Auslieferungstermins habe ich jetzt die von mir bestellte Wunschkonfiguration geliefert bekommen.

Die Konfiguration ist weitgehend nach eigenen Wünschen möglich, so können CPU, Festplatte, optisches Laufwerk, internes Bluetooth-Modul, Software usw. beliebig gewählt werden. Enthalten ist eine 36 Monate Bring-in-Garantie inkl. 12 Monate Pick-up & Return-Service. Gegen Aufpreis (2 Jahre: 48 €, 3 Jahre: 98 €) wird ein 2-Day-Sprint-Service angeboten. In der Regel erhält man innerhalb von 48h (Werktags, ab Abholung gerechnet) das fertig reparierte Gerät zurück.

Das solide gebaute Notebook ist schlicht gestaltet – wer ein schickes Notebook braucht, sollte sich ehr bei Sonys VAIO Serie umschauen. Alle Anschlüsse befinden sich an den vorderen Seiten des Notebooks (links: Port-Replikator, LAN, DVI, S-Video, 2 x USB, vorn: 3 x Audio, FireWire, rechts: Schloss, USB, Modem, DVD, USB, CardExpress, Card-Reader). Das DVI-Kabel als auch der DVI-VGA-Adapter müssen extra bestellt werden. Das Notebook ist kaum größer (355 x 25,5-35,2 x 254,5) als das TFT im Deckel, damit passt gerade noch so in die gängigen Notebooktaschen. Das Gewicht von 2,7kg ist für diese Klasse normal, es wird ein Lithium-Ion-Akku mit 51 W / 4800 mAh verwendet, der etwa 2-3h hält.

Beim Display konnte MaxData der Versuchung widerstehen, eines dieser modernen ‚Glare’-Displays einzubauen. Diese haben so gut wie keine Entspiegelung, was zwar den Kontrast unter optimalen Beleuchtungsbedigungen erhöht, den Notebook aber gerade im Freien fast unbrauchbar macht. Das verwendete Display ist sehr hell, hat einen neutralen Weißpunkt und hat wie bei Notebooks üblich eine deutliche Blickwinkelabhängigkeit. Das TFT ist angenehm entspiegelt, so dass es auch bei direkter Sonnenbestrahlung lesbar bleibt.

Dass MaxData im Business-Segment arbeitet und zu einem guten Preis bessere Qualität liefert, als die gängigen Billig-Anbieter der Discounter merkt man spätestens dann, wenn das Notebook bei Volllast arbeitet und es immer noch kaum hörbar bleibt. Der Lüfter (links oben) ist temperaturgeregelt und springt erst recht spät an. Die Festplatte ist gut gedämpft und ebenso leise.

Bei der Installation fangen die Probleme an: Die komplette Festplatte des alten Notebooks hatte ich mit Acronis True Image auf eine externe USB/Firewire Festplatte gesichert. Die aktuelle Build 3641 der Acronis Boot-CD läuft auf dem neuen Notebook ohne Problem, da ich den ACPI-Modus für die S-ATA Platten noch nicht aktiviert hatte. Sollte die Boot-CD mit ACPI nicht laufen, einfach während die Anzeige „Acronis Loader wird gestartet…“ F11 drücken und „noapic acpi = off“ eingeben. Acronis weigerte sich jedoch, mein frisches Backup zurückzuspielen. An unterschiedlichen Stellen brach es immer mit der Meldung ab, dass das Archiv defekt ist. Auch das Erstellen eines neuen Archivs und den Anschluß der externen Festplatte wahlweise per USB oder FireWire brachten keine Lösung. Im Notfall steht man mit so einem defekten Acronis Backup ziemlich allein da … Die Lösung war dann die c’t PE Boot-CD, welche ich vor einiger Zeit erstellt hatte. Dort befindet sich das nur 192 kb große Programm Drive Snapshot, welches innerhalb kurzer Zeit eine Bytegenaue Kopie der alten Platte auf die neue Platte zauberte.

Das so erstellte Abbild der Festplatte lief im neuen Notebook ohne ein weiteres FIXMBR. Allerdings bootete Windows auf dem neuen Notebook nur bis zu den ersten Gerätetreibern und startete sofort den Rechner neu. Jetzt gibt es entweder die Möglichkeit, das Windows komplett neu zu installieren oder die alte Installation wieder zum Laufen zu bekommen. Dazu wird von der Original Windows CD gebootet und das alte Windows repariert. Dieser Modus ist nicht zu verwechseln mit der Reperaturkonsole („R“ kurz nach dem Start). Beim Start der Installation von Windows wird man gefragt, ob das gefundene Windows aktualisiert oder ein neues erstellt werden soll. Beim aktualisieren wird ein Teil der Registry gelöscht und alle Windows-Systemdateien überschrieben. Dadurch werden alle Geräte beim nächsten Start neu erkannt und man ist die alten Gerätetreiber gleich mit los. Bei einem Umstieg von einer Single Core CPU auf eine Dual Core CPU wird gleich die Multiprozessor HAL mit installiert („ACPI Multiprocessor PC“ im Zweig Computer des Gerätemanagers). Der Vorteil dieser Upgrademethode ist, das alle installieren Programme weiterhin lauffähig bleiben, da ‚nur’ das Windows-System ausgetauscht wird. Dabei gehen jedoch auch alle Sicherheitsupdates verloren, so das diese neu installiert werden müssen. Es ist deshalb sinnvoll, sich das aktuelle Service Pack 2 und die Sammelupdates von WinBoard vor dem Update aus dem Netz zu ziehen und bereitzulegen. Ein normales Windows Update ist nach der Installation dieser Pakete meist trotzdem noch nötig. Nach dem SP2 sind es immerhin über 50 als wichtig eingestufte Pakete die entweder schon im WinBoard-Paket enthalten sind oder sonst einzeln eingespielt werden.

Im BIOS ist es möglich, die AHCI-Funktion für den S-ATA Controller aus- und einzuschalten. Ausgeliefert wird der Rechner mit ausgeschalteter AHCI-Funktion. Damit kann Windows die Festplatten ohne zusätzliche Treiber ansprechen. Der AHCI-Modus bietet jedoch unter anderem den Vorteil, das die S-ATA Funktion Native Command Queueing genutzt werden kann. Windows benötigt einen speziellen Treiber, um den ICH7-Controller im AHCI-Modus anzusprechen. Der Treiber muss beim Start der Windows CD mit F6 geladen werden. Intel bietet dazu ein Floppy Configuration Utility an, welches eine Diskette mit dem Treiber erstellt. Nachdem das Windows-System läuft, ist keine Umstellung mehr möglich, man sollte also vorher überlegen, welcher Modus genutzt werden soll. Wenn das System läuft sorgt der Intel Matrix Storage Manager für die Verwaltung. Mit diesem Treiber erkennt Acronis keine Festplatten mehr und meldet nach dem Start: „E00010F4 Acronis True Image hat keine Festplattenlaufwerke gefunden“. Die Lösung ist die Installation des Treiberupdates von Acronis.

Die Treiber für die im Notebook eingesetzt Grafikkarte NVIDIA GeForce Go 7400 befinden sich auf der MaxData CD. Erfahrungsgemäß aktualisieren die Hersteller den Treiber jedoch recht selten. NVIDIA stellt ebenso wie ATI leider keine generischen Treiber für Notebooks bereit. Die Seite LaptopVideo2Go stellt fast jede Treiberversion mit einer angepassten INF-Datei zur Verfügung. Ich konnte ich nur die 84er Serie zum laufen bekommen, die höheren Versionsnummern verabschiedeten sich mit einem Bluescreen in nv4_mini.sys. Die Webseite NGOHQ.com bietet aktualisierte Treiber basierend auf der Version 91.37 von NVIDIA an, die jetzt auch auf Laptops funktionieren. Dieser Treiber zeigt (gemessen mit Fraps) etwas höhere Geschwindigkeit bei Spellforce im Vergleich zum 84er Treiber.

Weitere Quellen für Treiber: