TLZ

18. May 2013

TLZ und OTZ fusionieren und gründen derosten.de

Die folgende Satire ist ein Aprilscherz. Alle Informationen sind rein fiktiv und eine Übereinstimmungen mit Personen des realen Lebens mehr oder weniger zufällig.

Holzmedien adé: Kostendruck und sinkende Abo-Zahlen treiben die Verleger ins Netz. Wie die WAZ Mediengruppe, zu der auch die beiden großen Thüringer Tageszeitungen Thüringische Landeszeitung (TLZ) und Ostthüringer Zeitung (OTZ) gehören heute mitteilte, fusionieren beide Zeitungen und gehen gemeinsam mit einem neuen Online-Portal ins Internet.

Eine Fusion macht aus Verlegersicht Sinn: die beiden (noch) miteinander konkurrierenden Zeitungen belegen über 99% des regionalen Zeitungsmarktes und werden mit dem Stichtag 1. Mai 2008 zur Mittelthüringischen Landeszeitung (MLZ) zusammengelegt. Die Redaktionen sitzen in den meisten Städten in einem gemeinsamen Pressehaus und lassen sich daher mit geringen Investitionen zusammenlegen. Bodo Hombach, der Chef der WAZ Mediengruppe betonte heute in einem Pressegespräch, das “trotz der umfangreichen Neuorientierung nur ca. 20-30% der Redakteure entlassen werden”. Für die Einhaltung des selbst gestellten WAZ Kodex wird “natürlich gesorgt”. Die damit “indirekt vergrößerte” Mannschaft soll eine “weiter verbessere Qualität der Redaktion” sicherstellen. Weitere Kosteneinsparungen werden im Druckhaus in Gera erwartet, in dem jetzt deutlich weniger Lokalausgaben gedruckt werden müssen. Durch den weiter nach hinten verlegten Redaktionsschluss ist sogar eine noch größere Aktualität bei abends stattfindenden Ereignissen möglich, freut sich Bodo Hombach.

Die WAZ-Gruppe wartet mit einer weiteren Innovation auf: nach dem erfolgreichen Start des Online Portals derwesten.de folgt der nächste Streich: derosten.de wird in wenigen Wochen online gehen und gleich den kompletten Thüringer Raum mit Nachrichten versorgen: Die Redaktion der MLZ mit regionaler Unterstützung durch die Thüringer Allgemeine (TA) werden ihre Artikel dort kostenlos präsentieren. Wie schon bei derwesten.de wird sich Katrin Borchert für die Umsetzung verantwortlich zeigen und arbeitet gerade an der Umschulung Schulung der Redakteure auf das Onlineredaktionssystem LIRPA. Wie aus für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, haben jedoch besonders die älteren Jahrgänge starke Vorbehalte zum neuen Portal, lassen sie sich doch für gewöhnlich das Netz nur ausdrucken.

Einzelstimmen aus den Redaktionen: Prutz Lager, Redakteur der OTZ: “Als Marktführer bei den Thüringer Tageszeitungen haben wir die beste Ausgangssituation um ein großes Medienportal auch in Thüringen einzuführen. Die Erfahrungen mit derwesten.de können wir nutzen und Klickmarktführer werden. Dazu beauftragen wir mehrere freie Fotojournalisten und Leserreporter, die unsere geplanten, umfangreiche Bildgalerien füllen werden.”. Doch nicht alle sind so begeistert über die neuen Möglichkeiten im Netz: Eine Redakteurin der TLZ (Name der Redaktion bekannt): “Wie soll ich meine Artikel online bringen, wenn ich das nächste mal mit Herrn Schröder auf Chinareise bin?” fragte sie und griff zum Telefon, um den Sachverhalt anwaltlich klären zu lassen.

Der Deutsche Journalistenverband DJV startet nach Bekanntwerden der Umstrukturierung umgehend Proteste: “DJV prangert Entstehung von Einzeitungskreisen an”. Ein Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit in Thüringen sieht der DJV und verlangt umgehende Rücknahme der Beschlüsse. “Weite Teile von Thüringen würden nur noch eine einzige Zeitung und ein Onlineportal wählen können, sollte die WAZ Gruppe ihre Fusion wahr machen.”, sagte der Vorsitzender des DJV Landesverbandes Thüringen, Wolfgang Marr, gegenüber den Medien. Weiterhin forderte er die Rückkehr der WAZ Gruppe in den Tarifverbund, eine Kündigungsschutz für Redakteure und eine Lohnerhöhung um 9%.

TLZ: „Sommer steht im Mittelpunkt“ oder: Wie werbe ich richtig

Vor kurzem haben wir gelernt, wie es um „Händys und Praktikanten“ bei unser Thüringer Qualitätszeitung TLZ steht. Heute erfahren wir, wie bei der TLZ eine Pressemitteilung in einen Artikel umgewandelt wird.

Das Wichtigste ist natürlich die Überschrift. In der von Nancy Dröse geschriebenen Pressemitteilung der Kulturarena lautet sie: „Kulturarena – Die Abschlusswoche“. Jegliche Spannung auf den folgenden Artikel wäre damit komplett genommen und so textet die TLZ bei regnerischem Wetter „Sommer steht im Mittelpunkt“ und trifft damit das Thema perfekt. Das hält die Spannung und gibt Hoffnung auf positive Worte in den folgenden Zeilen: „Nun bricht die letze Woche der Kulturarena an […]“ und wir hoffen, dass sie beim Anbrechen nicht vorzeitig abbricht oder gar ins Wasser fällt.

Was die TLZ aus der Jubelmeldung über die kommenden Bands macht, zeigt folgende Gegenüberstellung der Pressemitteilung und des TLZ-Artikels (nicht Dauerhaft im Netz) :

presse_vs_tlz_screenshot.png

Immerhin: Die TLZ-Version enthält mit 2 Rechtschreibfehlern einen weniger, als das Presseoriginal.

P.S. Das Happy Arts Blog berichtet mit Texten von Jens Mende und Fotos von Markus Kämmerer ausführlich über die Kulturarena.

P.P.S. Der Besuch der Kulturarena lohnt wirklich – solange nicht Bela B. spielt. Dazu später mehr.

Händys und Praktikanten bei der TLZ?

Sind wieder Praktikanten bei der TLZ unterwegs oder wie kommt es, dass eine kurze Meldung „Zivilcourage im Linienbus“ (Link nicht dauerhaft verfügbar) mit „Händy“ versehen und solchermaßen sprachlich vergurkt wird?

Zivilcourage zeigte ein 33-jähriger Mann, der am Samstag Nachmittag im Linienbus 390 einen jungen Mann ansprach, der lautstark Musik hörte. Da der junge Mann die Musik nicht abstellte, wendete sich der 33-Jährige an den Busfahrer. Auch dieser reagierte zunächst nicht. Als der musikhörende Mann auf erneutes Ansprechen wieder nicht reagierte, griff der 33-Jährige nach dem Abspielgerät, einem Händy, das Unruhestifter in der Brusttasche trug. […]
Inzwischen hatte der Busfahrer die Polizei gerufen, die die Beteiligten aufforderte, aus dem Bus auszusteigen. [...]

TLZ stolpert in die Blogosphäre

Wer bei dem Vortrag von Katharina Borchert aufgepasst hat, weiß, dass Blogs ein sehr wichtiges Thema für Lokalzeitungen sein sollten. Das hat sich vermutlich auch der Chefredakteur der Thüringischen Landeszeitung, Hans Hoffmeister, gedacht und das erste TLZ ‚Blog‘ eröffnet.

tlz_schluesselloch.pngDoch, was wie ein Blog aussieht, wird dort als Tagebuch bezeichnet und heißt treffend TLZ Schlüsselloch. Der Inhalt ist allenfalls ein Archiv: der Autor hat seine wöchentliche Kolumne online gestellt – beginnend von Januar 2006. Da hilft auch nicht, wenn jede Woche ein neuer Eintrag erscheint. Einen persönlichen Eintrag oder etwas, was dem Archiv den Anschein eines Blogs geben könnte, gibt es nicht.

Der Einstieg der TLZ in die Blogosphäre ist damit gründlich misslungen. Vielleicht hätten sie ihre Online-Chefin Katharina Borchert fragen sollen – sie hätte sicherlich erklärt, was ein Blog ist und worauf es beim Bloggen ankommt.

Trotzdem ein paar kleine Lichtblicke: eine Kommentarfunktion, aber nur für angemeldete Nutzer. Es gibt auch Trackbacks, die man jedoch nur mit extra Klick in der Übersicht, aber nicht unter dem Artikel erkennen kann. Weblogs funktionieren anders.

Wann werden die Lokalredaktionen aufwachen und merken, dass eine Online-Präsenz einer Zeitung mehr ist, als einfach ein paar Print-Artikel zu veröffentlichen? Wann werden sie erkennen, dass ein Blog kein Tagebuch und schon gar nicht die Zweitverwertung der Kolumne ist? Bloggen muss man mit Herz und Verstand, nicht mit Aktionismus. Dann werden die Blogs gelesen und ihr Ziel erreichen.

Passend zum Thema: „Blogs als Modeerscheinung“ von Don Alphonso auf der Blogbar.

via Thüringer Blogzentrale

Beitrag über die Thüringer Blogzentrale in der TLZ

Wenn das klassische Medium lokale Tageszeitung über Weblogs berichtet, dann ist dies ein großer Schritt in die richtige Richtung. So geschehen in dem Artikel in der Thüringer Landeszeitung. Wenn jedoch der Artikel inhaltlich so einseitig ist, dann ist offensichtlich, dass noch ein langer Weg vor dem Verständnis von Weblogs und den Möglichkeiten der neuen Medien liegt.

Meik aus Erfurt schreibt über Computerprogramme und seinen Wellensittich, Christina alias littlesirius berichtet über Chorauftritte und Herbstausflüge. Michael präsentiert als “Schwarzer Monolith�? tiefsinnige Zitate und denkt zwischendurch über die Brückentagskonstellationen des nächsten Jahres nach. Alle diese Themen treffen neuerdings auf http://www.thueringerblogzentrale.de zusammen.

Christina heißt Christine und hat noch nie in der Thüringer Blogzentrale veröffentlicht. Die Artikel über den Chorauftritt und den Herbstausflug stehen in ihrem privaten Weblog. Nur die Links zu den Thüringer Weblogs von Meik, Christine und Michael befinden in der TBZ – die Themen und Aufgabe sind jedoch ganz andere. Die Homepage beschreibt sie wie folgt:

Außerdem soll ein Informationspool für Nachrichten, Reportagen, Bilder, Filme, Podcasts, Kritiken, Glossen, Veranstaltungstipps usw., die sich mit Thüringen, Jena, Weimar, Erfurt, Gera usw. auseinandersetzen, geschaffen werden, der dem, hauptsächlich an regionalen Informationen interessierten Leser, eine konzentrierte Alternative zu herkömmlichen Medien bietet – ohne die fruchtbare Zusammenarbeit mit ihnen von vornherein auszuschließen.

Die TLZ fasst dies in folgendem Satz zusammen …

Garniert ist das Blog mit aktuellen Videoschnipseln und Fotos aus der Region.

… und wird damit den Möglichkeiten eines regionalen Weblogs keineswegs gerecht, sondern ignoriert sie schlechtweg. Ob diese Einschätzung aus Unwissenheit entsteht oder die lokalen Zeitungen lieber nicht über den Journalismus der unabhängigen Webblogger berichten ist dabei zweitrangig. Eine Anfrage beim Autor des Artikels, Karsten Heuke, blieb bis jetzt unbeantwortet.

Ein Beispiel aus der Praxis: Frau Glasser von der TLZ war ebenso wie die TBZ am 18. Oktober um 10 Uhr zum Verkehrssicherheitstag auf dem Marktplatz in Jena. Kaum zwei Stunden später standen die ersten Artikel (hier und hier) im Netz. Kurze Zeit später folgte ein Video. Die TLZ lieferte einen Artikel mit Bild und Hintergrundinformationen, jedoch erst am nächsten Morgen.

Die Stärken eines regionalen Weblogs für den Lokaljournalismus beschreibt auch dieser Artikel in der TBZ.

Dass eine lokale Tageszeitung um das Thema Weblogs nicht mehr herumkommt, zeigt dieser Artikel. Gleichzeitig ist er jedoch eine verpasste Chance, auf Synergien zwischen der klassischen Journalismus und Weblogs hinzuweisen und diese zu fördern. Dazu ist ein Dialog nötig.

Ärztedemo in den Jenaer Medien, Teil II

Der erste Artikel beschreibt die unterschiedliche Gewichtung und Qualität der Berichterstattung über den Streik der Ärzte in den Jenaer Medien. Es ist aufgefallen, das die „Thüringische Landeszeitung“ (TLZ), insbesondere die Redaktionsleiterin und Autorin des Artikels Lioba Knipping, einen sehr subjektiv geprägten Stil der Berichterstattung zum Thema des Ärztestreiks hat. Der Eindruck hat sich die letzten Wochen weiter verstärkt. Die hier zitierten Artikel sind leider nicht dauerhaft online erreichbar.

Der Artikel „Patienten: 40 Prozent weniger“ vom 09.06.2006 beginnt mit folgendem O-Ton:

Jena. (tlz/ide) “Es kocht bei den Mitarbeitern des Uni-Klinikums.” Diese Einschätzung in Zeiten fortgesetzten Ärztestreiks gab gestern Personalrats-Chef Dr. Andreas Leichsenring. Es gehe jetzt um die Frage, wie der Betriebsfrieden zu sichern sei. Leichsenring schätzte ein, dass das Klinikum derzeit 40 Prozent weniger Patienten hat als an normalen Tagen. “Stationen werden dicht gemacht; Schwestern nehmen Urlaub oder bummeln Überstunden ab.”

Andreas Leichsenring (SPD, Vertreter der Angestellten im Hauptpersonalrat beim Thüringer Ministerium für Wissenschaft,
Forschung und Kunst
, Bild) hatte schon im ersten Artikel der TLZ (Scan, Diskussion) die Gelegenheit zu einem unsachlichen O-Ton. Dieses Zitat wurde entsprechend mit einem offenen Brief von Dr. med. Gunter Skirl, Oberarzt der Abteilung für Neuropädiatrie beantwortet und klargestellt, das es eine private Meinung ist, die hier geäußert wird. Als Einstieg für einen Zeitungsartikel ist ein solches Zitat ebenso nur geeignet, die persönliche Meinung zu stützen.

Derweil kursiert im Klinikum ein Schreiben von Vertretern des mittleren medizinischen Personals, in dem gefragt wird, “ob das fair und verantwortungsvoll ist, was die Ärzte derzeit veranstalten”. Schwestern und Pfleger hätten das Gefühl, “dass es unseren ärztlichen Kollegen egal ist, wie es uns geht”. Da werde ein unbefristeter Streik ausgerufen “mit der Möglichkeit, Patienten in andere Kliniken zu verlegen. Und das alles, damit sie noch mehr verdienen!”

Dieser Abschnitt zitiert ein Schreiben, ohne jedoch eine Quelle zu nennen. Der Inhalt ist um so Verwunderlicher, denn in verschiedenen persönlichen Gesprächen mit Ärzten wurde mir versichert, dass es sich in der Mehrheit der Fälle genau gegenteilig verhält.

Ob denn 3400 Euro plus Vergütung für Bereitschaftsdienste, plus Vergütung für Überstunden wirklich so wenig für einen gerade ausstudierten Arzt seien?, wird gefragt.

Wer fragt das? Die Zahl 3400 € deutet auf das erste Tarifangebot hin, gilt aber erst im zweiten Assistenzjahr. Nach BAT-OST verdient ein 27jähriger Assistenzarzt 3027 € bzw. nach dem ersten Tarifangebot 3200 €/Monat (das entspricht rund 1800 € netto).

Bekannt sei, dass die Ärzte sich zum Teil nicht mit ihren Chefs verstünden. Mehr Geld oder ein Tarifvertrag würden dieses Problem jedoch nicht regeln.

Bekannt ist auch, dass die Ärzte bestimmt nicht streiken, weil „sie sich zum Teil nicht mit ihren Chefs verstünden“, sondern weil die Arbeitsbedingungen für die Mediziner immer schlechter werden. Das zwischenmenschliche Probleme nicht durch Streiks oder Probleme gelöst werden können, ist allen beteiligten Seiten sicherlich klar, aber auch nicht Teil des Problems, um das es geht.

Jenas Ärzte stellen u.a. per Internet ihre Sicht auf die Dinge öffentlich dar: Zum Beispiel wird unter ” sklaven-in-weiß.de” Personalratschef Leichsenring darauf hingewiesen, dass Tarifeinheit im selben Unternehmen eben nicht Usus sei – siehe Deutsche Bahn oder Lufthansa.

Es ist positiv, das auch auf die Sicht der Ärzte verwiesen wird. Es ist jedoch anzunehmen, dass nicht jeder TLZ-Leser beim Lesen des Artikels sofort ins Internet geht und hunderte Links der Seite verfolgt, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Der durchschnittliche Zeitungsleser kann erwarten, dass er in einem Artikel über alle wichtigen Aspekte und Sichtweisen des Themas informiert wird und sich mit diesen Informationen eine eigene Standpunkt bilden kann. Ein Journalist sollte sich über seine Gatekeeperfunktion sehr genau im Klaren sein und diese nicht, wie hier im Beispiel der TLZ missbräuchlich verwenden.

Am 13.06.2006 erschien in der TLZ der Artikel „Verständlich, aber nicht solidarisch“ von Barbara Glasser. Dieser Artikel führt die Desinformation in bekanntem Muster weiter. Die einzige Informationsquelle scheint Andreas Leichsenring zu sein, denn auch in diesem Artikel hat er Gelegenheit, seine persönliche Meinung zu äußern:

Jena. (tlz) “Wir haben den Eindruck, dass es den streikenden Ärzten am Klinikum nur noch darum geht, einen eigenen Tarifvertrag zu bekommen”, sagte gestern Dr. Andreas Leichsenring, der Vorsitzende des Personalrats am Klinikum. Denn eigentlich seien alle Probleme, die sich durch Tarifvertrag lösen lassen, inzwischen geklärt.

Scheinbar gibt es eine ausführliche Zusammenarbeit mit Andreas Leichsenring, da er sowohl von Lioba Knipping als auch Barbara Glasser regelmäßig zitiert wird. Die Zusammenarbeit geht dabei mindestens bis in das Jahr 2004 zurück, wie ältere Artikel der TLZ zeigen. Andere Quellen wurden zitiert, aber oftmals nicht mit Namen genannt. Im weiteren Verlauf des Artikels kommt noch ein zweiter Mitarbeiter des Personalrats zu Wort, der selbstverständlich die Sicht seines Chefs, Herrn Leichsenring, unterstützt. Weitere Quellen, wie z.B. die streikenden Ärzte selbst erhalten kein öffentliches Forum. Da verwundert es nicht, das ein Kommentar (von Michael Gugel) auf diesen Artikel nicht lange auf sich warten ließ.

Die „Gute Nachricht für Patienten“ verkündete die TLZ am 16.06.2006. Doch der Artikel beginnt gleich mit einer Falschaussage:

Jena. (tlz) Der Ärztestreik ist beendet:

Der Streik ist nicht beendet, sondern wird ausgesetzt. Der Streik ist erst beendet, wenn dies auf einer Urabstimmung beschlossen wird. Es ist durchaus möglich, dass besonders die Ärzte im Osten den neuen Tarifvertrag nicht anerkennen werden und der Streik fortgesetzt wird. Am Montag findet eine Ärzteversammlung statt, in der das weitere Vorgehen beraten werden soll. Die Ärzte nehmen jedoch ab Montag ihre normale Arbeit wieder auf.